Lämmer kommen: In Lüneburg sind die ersten Heidschnucken geboren

+
Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide nahe der Ortschaft Deimern (Kreis Soltau-Fallingbostel) hält die vierjährige Hannah ein rund 2500 Gramm schweres neugeborenes Heidschnuckenlamm in den Armen.

Lüneburg - Staksig und ungelenk hüpfen sie durchs Stroh: In der Lüneburger Heide sind die ersten Heidschnucken-Lämmer zur Welt gekommen. „Etwa dreihundert Jungtiere sind in den sechs Herden des Vereins Naturschutzpark bereits geboren worden“, sagte Fachbereichsleiter Andreas Truckenbrodt.

In den nächsten zwei bis drei Wochen werden voraussichtlich rund 120 Lämmer pro Tag geboren.

 „Bis Ende Ende April erwarten die Schäfer rund 2000 der schwarzen Lämmer, bis zu 20 pro Herde am Tag“, berichtete Truckenbrodt. Nur jedes fünfte überlebt allerdings das erste Jahr und sorgt so für den Bestand der Heide-Herden. Ab Juli kommen die ersten Lämmer zum Schlachter. Das Fleisch werde zum größten Teil in der Region verzehrt, sagte Truckenbrodt. Der Verein Naturschutzpark (VNP) pflegt mit seinen rund 2000 Lüneburger Heidschnucken und zwei privat gehaltenen Herden die Heide im Naturschutzpark. Die robuste Schafrasse hält das ganze Jahr über Heide und Buschwerk kurz und spielt so eine wichtige Rolle bei der Landschaftspflege. Nur wenn die Lämmer geboren werden, bleiben die Herden sechs Wochen lang im Stall. Danach geht es mit den Muttertieren hinaus in die Heide.

Schafe werden seit Jahrtausenden von Menschen genutzt. Von den mehr als zwei Millionen Schafen in Deutschland steht jedes zehnte in einem niedersächsischen Stall. Verwertet werden Fleisch, Milch, Wolle und Fell. Im Gebiet des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen hüten noch immer 5500 Schäfer mehr als 150.000 Tiere.

Doch gibt es immer weniger Wanderschäfer. Sie beklagen die preiswertere Konkurrenz etwa aus Neuseeland und EU-Auflagen zur elektronischen Kennzeichnung, die mit erheblichen Kosten und hohem Verwaltungsaufwand verbunden sind.

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare