1. az-online.de
  2. Niedersachsen

Omikron-Symptome: Diese Anzeichen sprechen für eine Corona-Infektion

Erstellt:

Von: Johannes Nuß

Kommentare

Mit der Omikron-Variante, die für mildere Verläufe sorgen soll, hat Corona für viele in Deutschland an Schrecken verloren. Mediziner und Experten warnen davor.

Berlin/Köln – Die Corona-Pandemie hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff. Derzeit befindet sich die Omikron-Variante des Coronavirus auf dem Vormarsch. Allein in Deutschland sorgte die Corona-Variante mit über 100.000 Neuinfektionen für ein neues Rekordhoch seit Beginn der Pandemie. Ersten Erkenntnissen nach verläuft eine Infektion mit Omikron milder als mit anderen bekannten Corona-Mutationen wie etwa Delta. Doch, wie mild ist ein milder Verlauf wirklich? Das fragt sich auch Christian Karagiannidis, wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters und Leiter des ECMO-Zentrums der Lungenklinik Köln-Merheim.

Virus:Coronavirus, COVID-19
Krankheitserreger:SARS-CoV-2
Vorkommen:Weltweit
Erster bekannter Fall:1. Dezember 2019
bald dominierende VarianteOmikron

Omikron-Symptome: Wissenschaftlicher Leiter des DIVI-Intensivregisters über die Corona-Variante – „Mild ist etwas anderes“

„Mild ist etwas anderes...“ twitterte Karagiannidis am vergangenen Freitag, 14. Januar 2022, gerade mit Blick auf die stark ansteigende Hospitalisierungsrate in den USA. Dort ist die Omikron-Variante nämlich bereits seit Weihnachten die dominierende Variante des Coronavirus, was mit einem Blick auf mehr als 150.000 Corona-Patienten in US-Kliniken zumindest stutzen lässt. Denn offensichtlich gibt es auch mit Omikron schwerwiegende Verläufe und auch die Symptome bei Omikron scheinen vielschichtiger zu sein, als dies bei bisherigen Coronainfektionen der Fall ist. Derweil haben Forscher der Max-Planck-Gesellschaft herausgefunden, dass FFP2-Masken unterschiedlich gut gegen Coronavirusvarianten schützen.

Omikron-Symptome: Typische Anzeichen für eine Coronainfektion wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Niesen, Halsschmerzen oder laufende Nase

Die typischsten Symptome bei einer Coronainfektion sind den meisten Menschen inzwischen bekannt. Dabei handelt es sich vornehmlich um Corona-Symptome wie Husten, Fieber oder den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Viele stellen sich aber inzwischen die Frage: Wie unterscheide ich eine Infektion mit Omikron von Delta oder anderen Varianten und, was sind die typischen Omikron-Symptome?

Drei Pfleger auf einer Intensivstation kümmern sich um einen Corona-Patienten.
Auch bei einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus ist ein schwerer Verlauf bis hinzu einem Aufenthalt auf einer Intensivstation möglich. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Was inzwischen durch Aufzeichnungen mit der ZOE Covid Symptom Study App belegt ist, ist, dass die ersten Symptome innerhalb von drei Tagen nach einem positiven Coronatest auftreten können. Dabei handelt es sich vornehmlich um Erkältungssymptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Niesen, Halsschmerzen oder eine laufende Nase. All diese Omikron-Symptome sind aber auch von anderen Coronavarianten bekannt.

Wie fr.de* berichtet, warnen inzwischen US-Forscher davor, dass es zu den bereits bekannten Omikron-Symptomen weitere, dafür weniger bekannte Corona-Symptome gibt. Diese sollen wesentlich von den bisherigen Anzeichen einer Coronainfektion abweichen.

Wesentlich ansteckender als Delta: Omikron-Symptome unterscheiden sich von anderen Coronavarianten

Wie es in dem Bericht heißt, sollten diejenigen, die diese neuen Symptome feststellen, sich schleunigst untersuchen lassen. Denn, das Gefährliche an Omikron sei, dass sie wesentlich ansteckender als bisherige Varianten ist. Aber auch die Tatsache, dass die Impfstoffe laut Studien nicht so effektiv gegen Omikron helfen, deuten daraufhin, dass es wesentliche Unterschiede bei den Verläufen geben kann.

Gerade mit Blick auf den Impfstoff „Janssen“ von Johnson & Johnson. Wie nämlich aus Studien hervorgeht, reicht eine einfache Impfung mit diesem Impfstoff bei einer Infektion mit der Omikron-Variante auf gar keinen Fall aus. Wer den Booster-Status will, der für einen halbwegs guten Schutz vor Omikron helfen soll, ist nämlich inzwischen eine dritte Impfung notwendig – mit einem mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech. Doch auch bei Biontech und Moderna kann es Nebenwirkungen geben. Erst in dieser Woche wurden die Corona-Regeln mit Blick auf Johnson & Johnson in Niedersachsen geändert.

Wichtigste Anzeichen für eine Infektion mit der Omikron-Variante können Fachleuten des Center for Disease Control (CDC), eine Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, zufolge auch eher unkonventionelle Omikron-Symptome auf Haut, Lippen oder Nägeln abzeichnen. Wer eines der folgenden Symptome bei sich feststellt, sollte laut Meinung der Experten schnellstens einen Arzt konsultieren.

Omikron-Symptome: Das sind die typischen Anzeichen für eine Infektion mit der Corona-Variante

Dabei handelt es sich um eine blasse, graue oder bläuliche Färbung von Haut, Lippen oder Nagelbett sein. Denn diese Omikron-Symptome könnten für eine Infektion mit Covid-19 in seiner neuesten Variante sein. Gefährlich seien sie auch deshalb, weil sie laut einem Bericht der britischen Boulevard-Zeitung „The Sun“ ein Zeichen für einen niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut sein können. Laut CDC handelt es sich dabei um „Notfall-Warnzeichen“*, die dringend beachtet werden sollten.

Weitere ungewöhnliche Omikron-Symptome: Rückenschmerzen, Muskelschmerzen und nächtliche Schweißausbrüche

Aber es gibt noch weitere ungewöhnliche Omikron-Symptome, die bei früheren Varianten nicht aufgetreten sind. Dabei handelt es sich um Rückenschmerzen, heisere oder kratzende Stimme, nächtliche Schweißausbrüche, Muskelschmerzen und eine laufende Nase.

Experten aus Südafrika hatten bereits beim ersten Auftreten der Variante im November vor Nachtschweiß gewarnt, der so stark ist, dass man sich danach umziehen muss. Auch Appetitlosigkeit ist ein gemeldetes Symptom. Bei der Delta-Variante war Appetitlosigkeit als Symptom dagegen nicht bekannt.

Omikron-Symptome: bekannteste Corona-Symptome treten nicht auf – kein Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn

Allerdings, und das verwundert, tritt eines der bekanntesten Corona-Symptome bei einer Infektion mit Omikron nicht auf. Über einen Verlust des Geschmacks- und Geruchsverlust klagen nämlich keine Personen, die sich mit Omikron infiziert haben. Dies ist laut der südafrikanischen Ärztin Angelique Coetzee bereits seit Ende November bekannt.  

Auch Deutschlands Top-Virologe und Leiter der Virologie an der Berliner Charité, Christian Drosten, zeigt sich mit Blick auf eine Studie zu Omikron verhalten optimistisch. So sei beispielsweise das Risiko einer Hospitalisierung bei der Omikron-Variante im Vergleich zu Delta 20 bis 25 Prozent geringer. Auch die Lunge soll bei einer Omikron-Infektion offenbar deutlich seltener angegriffen werden, als bei anderen Corona-Varianten. Drosten rechnet aktuell damit, dass Deutschland noch im kommenden Winter in die endemische Phase übergehen kann. * kreiszeitung.de und fr.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare