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Keine größeren Sturmschäden / Ast fiel auf Auto in Verden

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Verschlechtert hat sich die Lage des Motorschiffes Nordland 1, das am frühen Samstagmorgen von starken Winden und Seegang auf eine Buhne vor der Promenade der Nordseeinsel Borkum gedrückt wurden ist. © dpa

Hannover/Borkum -Der Sturm über Norddeutschland hat in Niedersachsen am Wochenende bisher keine größeren Schäden angerichtet. Wie die Polizeidienststellen überall im Land mitteilten, blockierten aber viele umgekippte Bäume die Straßen. In Bremen stürzte ein 25 Meter hoher Baum auf ein Haus.

Die Feuerwehr sägte die Äste nach und nach mit einer Drehleiter ab. An der Nordsee gab es zwar eine kleinere Sturmflut, die aber keine schweren Schäden anrichtete, wie die Polizei an der Küste berichtete.

Allerdings liegt am Strand von Borkum immer noch ein Schiff fest, die „Nordland 1“. Der Frachter hatte Baustoffe für die Sanierung der Strandpromenade geladen und wurde durch den Sturm und den Wellengang auf den Strand abgetrieben. Wie er nun wieder flottgemacht werden soll, dazu wollten am Samstag weder die Polizei noch das Wasser- und Schifffahrtsamt in Emden Auskunft geben.

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In der Verdener Innenstadt ein schwerer Ast auf einen geparkten Pkw gestürzt © Feuerwehr Verden

Bei starken Sturmböen ist am Samstagvormittag in der Verdener Innenstadt ein schwerer Ast auf einen geparkten Pkw gestürzt und hat diesen schwer beschädigt. Ein wirtschaftlicher Totalschaden scheint wahrscheinlich. Verletzt wurde niemand - glücklicherweise hielt sich zum Unfallzeitpunkt niemand unter dem Baum auf. Kurz vor zehn Uhr rückte die Freiwillige Feuerwehr Verden mit einem Rüstzug (drei Fahrzeuge, 14 Kräfte) zu dem Parkplatz an der Straße "Hinter der Mauer" aus. Mit Hilfe einer Motorkettensäge war der Ast der Zeder schnell zerkleinert und beiseite geräumt - und die Zuwegung zu einem Geschäft in der Großen Straße wieder frei.

Im Landkreis Oldenburg mussten Polizei und Feuerwehr nach dem Sturm allein am Samstagvormittag zehn Mal ausrücken, um Gefahrenstellen zu sichern oder Bäume zu beseitigen, die die Fahrbahn blockierten. In Wardenburg bei Delmenhorst kam eine Frau mit ihrem Auto wegen einer Windböe ins Schleudern. Sie kam von der Fahrbahn ab, ihr Auto kippte um und blieb auf dem Dach liegen. Verletzt wurde die Frau aber nicht. Im Harz erreichte der Orkan in der Nacht eine Windgeschwindigkeit von bis zu 126 Stundenkilometern. Seilbahnen und Lifte blieben gesperrt. Bis Sonntag soll es im ganzen Norden stürmisch bleiben.

dpa

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