70 Jahre Grundgesetz: Christian Wulff über Demokratie und Vielfalt

70 Jahre Grundgesetz: Christian Wulff über Demokratie und Vielfalt

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Diese Worte aus dem ersten Artikel des Grundgesetzes bilden „den schönsten deutschen Satz“, findet der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.

Das Staatsoberhaupt a. D. fordert Bürger anlässlich des 70. Geburtstags des Grundgesetz auf, über die Ewigkeitsartikel und darüberhinaus eine Debatte zu führen. Das Grundgesetz im Verfassungsrang soll gegenüber jedem Bürger durchgesetzt werden. Die Bürger sollten sich im Klaren darüber sein, welche Rechte es gibt. Wulff nennt Beispiele: die Pressefreiheit gehört ebenso dazu wie die Meinungsfreiheit, die Glaubens- und die Gewissensfreiheit.

Wulff fordert die Bürger auf, die Demokratie zu verteidigen. Sie klingele nicht, wenn sie weg ist. Deshalb sollten die Menschen sich in die Gesellschaft einbringen. Das Volk muss nicht nur an Wahlen teilnehmen, sondern sich auch einbringen - Ämter übernehmen. Die Demokratie ist laut Wulff dann weg, wenn es zuwenig Bürger in der Mitte der Gesellschaft gibt, die dieses System verteidigen. Wulff wurde im Juli 2010 in der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Das Video zeigt Ausschnitte von seinem ersten Tag als Präsident beim Sommerfest auf Schloss Bellevue und von seiner bedeutenden Rede anlässlich des Tags der Deutschen Einheit in Bremen.

Ein Bericht von Sigi Schritt / Fotos: Sigi Schritt und Anja Kappler

Quelle: kreiszeitung.de

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