Aktionstag in Hannover

Integration leicht gemacht mit den „Kicking Girls“

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Ziel des Projektes ist es, vor allem Mädchen aus Zuwandererfamilien für den Sport zu begeistern.

Hannover - Am einfachsten ist die Integration, wenn sie unbewusst passiert: Darin sind sich Experten einig. Besonders Mädchen aus Zuwandererfamilien sollen in Hannover von einem Fußball-Projekt profitieren.

 Integration durch Sport: Beim Aktionstag der Fridtjof-Nansen-Grundschule haben die „Kicking Girls“ gezeigt, wie es geht. „Schule, Sport und Integration“ lautete am Dienstag das Motto der Veranstaltung in Hannover, zu der auch DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und die niedersächsische Integrationsbeauftragte, Doris Schröder-Köpf, kamen. Ziel des Projektes ist es, vor allem Mädchen aus Zuwandererfamilien für den Sport zu begeistern.

„Als Instrument der Teilhabe ist Fußball kaum zu übertreffen“, sagte Schröder-Köpf. Ihr pflichtete die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özouz, bei, ergänzte jedoch, dass eins der größten Probleme derzeit noch die Unsicherheit der Familien sei. „Es muss erst jemand, der Ahnung hat, erklären, dass es für eine Muslimin kein Problem ist, Fußball zu spielen“, sagte sie.

Niersbach unterstrich die Bedeutung des Fußballs in puncto Integration. „Was allerdings noch weiterentwickelt werden muss, ist der Aspekt, dass Fußball für Mädchen genau so selbstverständlich wird, wie er es für die Jungen schon ist.“ Das sei die „Daueraufgabe“ für die Zukunft. Vereine und Schulen müssten noch öfter und enger miteinander kooperieren.

Um diese Kooperation besser zu unterstützen, steht ein weiteres Integrationsprojekt des Bundes in den Startlöchern. An zwölf Standorten sollen ab Januar 2015 bundesweit Nachwuchstrainerinnen aus Zuwandererfamilien ausgebildet werden. Auch in Niedersachsen wird es mit Salzgitter und Nordenham zwei Standorte geben.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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