Hohe Schäden nach Unwetter in Südniedersachsen

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In Gieboldehausen riss der Sturm das Dach von einer Schwimmhalle

Göttingen/Hannover - Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume und demolierte Autos: Nach einem Temperatursturz hat ein Unwetter am Freitagabend in Südniedersachsen hohe Schäden verursacht.

Gewitterböen, starker Regen und Hagel bescherten Feuerwehr, Polizei und Straßenmeistereien hunderte Einsätze. Bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße zwischen Gestorf und Adensen (Kreis Hildesheim) wurden am späten Freitagnachmittag drei Menschen verletzt, davon ein 45 Jahre alter Mann schwer.

Vermutlich infolge einer starken Windböe war ein Fahrzeug-Anhänger von der Straße abgehoben und auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort schleuderte der Anhänger gegen den Wagen eines 41-Jährigen. Kurz darauf prallte ein 28 Jahre alter Autofahrer mit dem Unfallgespann zusammen. Durch den Aufprall wurde der 45-Jährige schwer verletzt. „Sonst gab es keine Verletzten, weil die Menschen vernünftigerweise in ihren Häusern geblieben sind“, sagte ein Polizeisprecher in Göttingen am Samstag. Etwa 15 Autos wurden durch herabstürzende Dachziegel oder entwurzelte Bäume erheblich beschädigt. In Gieboldehausen (Kreis Göttingen) riss der Sturm das Dach von einer Schwimmhalle. In Duderstadt stand ein Baum nach einem Blitzeinschlag in Flammen.

Umgestürzte Bäume blockierten mehrere Straßen, darunter die Bundesstraße 446 bei Ebergötzen. In der Region Hannover meldete die Polizei nach heftigen Regenschauern insgesamt 47 Einsätze. Auch im Kreis Northeim wurden mehrere Straßen wegen entwurzelter Bäume gesperrt. Im Harz hatten die Straßenmeistereien bis Mitternacht zu tun, um Bäume und Geröll von zahlreichen Fahrbahnen zu räumen. Die Berge in den höheren Lagen waren nach Schneetreiben und Hagel kurzzeitig wieder in winterliches Weiß gehüllt.

Quelle: kreiszeitung.de

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