Rap gegen Brandstifter

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Der Hobby-Rapper "Mustique", bürgerlicher Name Mustafa Akdag, steht am 23.01.2014 an einer Mauer der Kirche, die im Juli 2013 von Brandstiftern in Garbsen (Niedersachsen) angezündet wurde. Der Hobby-Rapper hat einen Song gegen jugendliche Brandstifter in seiner Heimatstadt geschrieben und damit in Garbsen bei Hannover viel Aufsehen erregt.

Garbsen - Ein Hobby-Rapper hat einen Song gegen jugendliche Brandstifter in seiner Heimatstadt geschrieben und damit in Garbsen bei Hannover viel Aufsehen erregt.

Der 30-jährige Mustique, der bürgerlich Mustafa Akdag heißt, möchte die Randalierer mit „Meine City brennt“ zum Umdenken bewegen, wie er der dpa sagte. Schon seit Jahren fackeln Unbekannte in einem Problembezirk der Kleinstadt regelmäßig Müllcontainer ab, im Sommer ging sogar eine Kirche komplett in Flammen auf. Das Musikvideo zu dem Song des Rappers wurde bei Youtube bereits rund 8000 Mal angeklickt. Lobende Worte gab es auch vom Bürgermeister von Garbsen.

Inzwischen haben den Musiker aus der Nähe von Hannover zahlreiche Angebote für Auftritte erreicht. Sieht der Pizzabote eine Chance, sein Hobby zum Beruf zu machen? „So blauäugig bin ich nicht“, sagt der zweifache Familienvater, der rund 50 Rap-Songs zu Hause in der Schublade liegen hat. Trotz des schwierigen Umfelds habe er als Jugendlicher nie Probleme mit der Polizei gehabt, erzählt er: „Wenn die anderen Drogen nahmen, bin ich ein paar Meter weggegangen. Meine Erziehung hat mich davor bewahrt, etwas anzustellen.“

In seinem Clip, der mit Unterstützung eines Jugendzentrums gedreht wurde, greift der Rapper die zündelnden Jugendlichen in drastischen Worten an: „Ihr fackelt alles ab, ihr Asis!“ Garbsens Bürgermeister Alexander Heuer freut sich, dass seine Stadt dank Mustique positiv in die Schlagzeilen kommt. Der SPD-Politiker sagt: „Die Botschaft ist klar - sie richtet sich gegen die Brandstifter und Randalierer. Der Beitrag von Mustique ist eine ideale Möglichkeit, die Jugendlichen im Stadtteil mit ihren eigenen Worten zu erreichen.“

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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