Abmahnung und mehr als 7 000 Euro Bußgeld für Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

Haus schwarz renoviert

OSTERODE · Aufregung in Osterode: Ausgerechnet die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft hat ihr Haus von Schwarzarbeitern renovieren lassen.

Der Landkreis Osterode hat deswegen bereits wegen Förderung der Schwarzarbeit ein Bußgeld in Höhe von mehr als 7 000 Euro verhängt, sagte der Erste Kreisrat Gero Geißlreiter gestern. Mitarbeiter eines örtlichen Handwerksbetriebes haben nach Geißlreiters Angaben Malerarbeiten im Haus der Geschäftsführerin durchgeführt. Die Arbeiter hätten anschließend angeboten, die 72 Arbeitsstunden schwarz abzurechnen. Darauf seien die Geschäftsführerin und ihr Ehemann eingegangen. Der Chef des Unternehmens sei offenbar nicht involviert gewesen.

Die Kreishandwerkerschaft habe die langjährige Geschäftsführerin abgemahnt und ihr für den Wiederholungsfall mit arbeitsrechtlichen Folgen bis hin zur Entlassung gedroht, sagte Kreishandwerksmeister Eberhard Eggers. Die Angelegenheit sei sehr bedauerlich. Die Geschäftsführerin leite die Geschicke der Kreishandwerkerschaft bereits seit 20 Jahren zur allgemeinen Zufriedenheit.

Die Geschäftsführerin selbst war gestern nicht zu erreichen. Es hieß, sie befinde sich im Urlaub. Dem „Harzkurier“ erklärte die Frau, sie bedauere ihren Fehler. „Hätte ich vorher gewusst, dass es ein Fehler ist, hätte ich ihn nicht gemacht“. Sie habe „als Privatperson gehandelt“ und sei „da irgendwie so reingeschlittert“. Sie und ihr Mann hätten eine „Ordnungswidrigkeit begangen und ein Bußgeld bezahlt, das ist erledigt“.

Der Landkreis war durch ein anonymes Schreiben auf den Fall von Schwarzarbeit im Hause der Geschäftsführerin hingewiesen worden.

Quelle: kreiszeitung.de

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