Harz-Highlights: Skifahren mit Flutlicht,Winterwald-Märchen und Luchse füttern

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Wintersportfreunde kommen im Harz voll auf ihre Kosten.

Goslar - Nach dem großen Ansturm zu den Weihnachstagen rechnet die Tourismusbranche im Harz mit einer noch größeren Reisewelle zum Jahreswechsel.

Direkt am Heinrich-Heine-Wanderweg im Nationalpark Harz bei Ilsenburg fließt der reißende Harzfluss Ilse durch eine Winterlandschaft.

Schneehöhen von über einem Meter, auf dem Brocken sogar einen Meter und 60 Zentimeter, und gelegentliche Sonnenstrahlen in den Höhenlagen „lassen keine Wünsche offen“, freut sich die Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes in Goslar, Miriam Fuchs . Im gesamten Harz gäbe es für tausende von Besuchern beste Voraussetzungen für alle Wintersportarten. Nur das Wandern in dichten Wäldern sei in einigen Bereichen eingeschränkt. Schneemassen hätten in den vergangenen Tagen manchen altersschwachen Baum blitzschnell zusammenbrechen lassen. Bisher sei die Lage entspannt. Es könne sich aber ändern, wenn Wind aufkommt, sagte sie. Hotels und Pensionen berichteten von guten Buchungszahlen zum Jahreswechsel. Die Straßenverhältnisse, die während der Weihnachtstage einige davon abgehalten hätten, in den Harz zu fahren, seien inzwischen „winterlich normal“.

Kurzentschlossene hätten noch Chancen, Unterkünfte zu bekommen. Bei der Ortswahl sollten sie jedoch flexibel sein. Zahlreiche Orte haben sich den Angaben zufolge zum Jahreswechsel etwas einfallen lassen, um Gäste anzulocken. In Braunlage (Kreis Goslar) beispielsweise könne unter Flutlicht auch noch am Abend Ski gelaufen werden.

Niedersachsen trägt Schnee-Weiß

Niedersachsen trägt Schnee-Weiß

In Clausthal-Zellerfeld zieht ein Märchenerzähler mit Wandergruppen in den Winterwald. Die Ranger im Nationalpark führen Langlaufgruppen oder führen mit kinderfreundlichen Pferden durch den Schnee.

An der Rabenklippe bei Bad Harzburg können Besucher beobachten, wie zum Teil ausgewilderte Luchse gefüttert werden oder unter Anleitung lernen, die Tierspuren im Schnee zu lesen. Wer sich nach Minustemperaturen „aufwärmen“ will, für den hat die Einhornhöhle in Scharzfeld wieder geöffnet. In der 600 Meter langen Höhle herrscht konstant eine Temperatur von sechs Grad. Im vergangenen Jahr waren im Harz 6,14 Millionen Übernachtungen gezählt worden. In dieser Zahl seien die kleineren Beherbergungsunternehmen mit weniger als acht Betten nicht mitgezählt, berichtete Miriam Fuchs . Für das laufende Jahr werde wegen des „wunderschönen Winters“ mit einem erkennbaren Plus gerechnet.

Was des Einen Freud ist des Andern Leid: Die starken Schneefälle in Teilen Niedersachsens haben für Freizeitsportler erste Konsequenzen. Im emsländischen Lingen seien alle städtischen Sporthallen bis auf weiteres gesperrt, teilte die Stadt mit. Die Last auf den Flachdächern aus schwerem und vereistem Schnee reiche aus, um die Schließung der Hallen wegen Einsturzgefahr anzuordnen.

In Hannover, Braunschweig, Hildesheim, Bremen und Oldenburg sind dagegen keine Sporthallen gesperrt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Stadt Hannover liegt das zulässige Gewicht bei 75 Kilogramm pro Quadratmeter bei Dächern mit großer Spannweite. In Hannover wurden aktuell 40 Kilogramm gemessen.

Quelle: kreiszeitung.de

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