Dioxinbelastete Eier - Suche nach Ursache kann sich hinziehen

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Hannover: Suche nach Ursache für dioxinbelastete Eier kann sich hinziehen (Symbolbild)

Hannover - Nach der Entdeckung von dioxinbelasteten Eiern auf einem Hühnerhof im Kreis Cloppenburg gibt es noch keine Erkenntnisse über die Quelle des Giftes. „Die Suche nach der Ursache kann sich eine Weile hinziehen“, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums in Hannover.

Bisher geht das Ministerium davon aus, dass keine mit Dioxin oder dioxinähnlichem PCB belastete Eier in den Handel gelangt sind. Der betroffene Hof mit 5400 Legehennen war am Donnerstag gesperrt worden - das heißt, dass keine Eier, Eiprodukte oder Hühner von dort in den Verkehr gebracht werden dürfen. Die belasteten Eier werden entsorgt. Gehäuft waren zuletzt vor zwei Jahren Eier mit Schadstoffbelastung auf Höfen vor allem in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen aufgetaucht. Auf der Suche nach möglichen Ursachen waren neben dem Futter auch die Einstreu in Ställen untersucht worden, auch aber die Stallisolierung, an der die Hühner herumpicken.

In einem Fall wurde der Bodenbelag unter dem Zaun des Hühnerauslaufs aus Quelle der Belastung ausgemacht. Die Kontrollen waren nach dem Skandal um Dioxin in Futtermitteln verschärft worden. Ende Dezember 2010 war bekanntgeworden, dass ein norddeutsches Futtermittelunternehmen mit Dioxinen belastete Industriefette zur Herstellung von Futtermitteln verwendet hatte. Vom Gift im Futter betroffen waren tausende von Legehennen-Farmen, Schweine- und Putenzüchter.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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