8000 Menschen in Hannover von Bombenentschärfung betroffen

Hannover - Nach dem Fund einer 250 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen in Hannover am Dienstagabend während der Entschärfung 8000 Anlieger ihre Wohnungen verlassen. Der Blindgänger wurde bei Bauarbeiten im Stadtteil Misburg-Nord entdeckt, teilte die Polizei mit.

Rund um den Fundort der US-Fliegerbombe wird ab 20 Uhr ein Evakuierungsradius von 1000 Metern gezogen. In der Sporthalle eines Schulzentrums sollte eine Betreuungsstelle für die Betroffenen eingerichtet werden. Erwartet wird, dass die Menschen erst nach Mitternacht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Zuletzt war im selben Stadtteil vor eineinhalb Wochen eine Fliegerbombe unschädlich gemacht worden.

Vor knapp einem Jahr musste für eine Entschärfung in Hannover das komplette Stadtzentrum geräumt werden. Alleine bei dem schwersten Bombenangriff auf die Landeshauptstadt in der Nacht zum 9. Oktober 1943 wurden 261.000 Bomben über Hannover abgeworfen, darunter 3000 Sprengbomben. 1245 Menschen kamen ums Leben, 250.000 wurden obdachlos. Das Stadtzentrum und die dicht besiedelte Südstadt wurden größtenteils zerstört.
dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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