Bislang keine Probleme beim Umbau des provisorischen Landtags

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Blick in den geplanten Ausweichplenarsaal des Niedersächsischen Landtages im Georg-von-Cölln-Haus in Hannover (Niedersachsen). Während der Sanierung des Plenarsaals im Niedersächsischen Landtag zwischen Sommer 2014 und Frühjahr 2017 wird der Landtag in dem Ausweichplenarsaal tagen.

Hannover - Im Juli tagt der niedersächsische Landtag zum letzten Mal im alten Plenarsaal am Leineschloss. Damit die Parlamentarier nach der Sommerpause nicht obdachlos sind, wird das Ausweichgebäude in der Altstadt derzeit schon fleißig umgebaut - bislang ohne Probleme.

Der rund 3,5 Millionen Euro teure Umbau des ehemaligen Georg-von-Cölln-Hauses zum provisorischen Plenarsaal des niedersächsischen Landtags läuft bislang ohne Probleme. „Wir sind sowohl im Zeitplan als auch im Budget“, sagte Frank Wessner von der Landtagsverwaltung der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Der Umbau des 1914 errichteten Gebäude in der Nähe der Marktkirche in Hannovers Altstadt hatte im August 2013 begonnen und muss bis zum Sommer abgeschlossen sein. Am 24. September will Landtagspräsident Bernd Busemann im Provisorium die erste Landtagssitzung eröffnen. Die letzte Sitzung im alten Plenarsaal findet am 25. Juli statt.

Bis zum Frühjahr 2017 soll das Cölln-Haus als Ausweichort für den Plenarsaal dienen. In dem Gebäude war lange Zeit ein Eisenwarenhandel beheimatet. „Aktuell arbeiten wir an der Belüftungsanlage, sind also noch mitten in der Rohbauphase“, betonte Wessner. Probleme seien nicht in Sicht. „Spannend wird es bei der Inbetriebnahme der technischen Anlagen. Da warten vielleicht noch einige Stolpersteine.“

Der eigentliche Plenarsaal im Anbau am Leineschloss soll in der Zwischenzeit wegen zahlreicher baulicher Mängel umfassend saniert werden. Der marode Plenarsaal soll im Frühling 2017, also deutlich vor der Landtagswahl 2017/2018, fertigstellen werden. Der Umbau wird den Steuerzahler laut Schätzungen rund 52,8 Millionen Euro kosten. Darin ist die zunächst gewünschte Tiefgarage nicht berücksichtigt.

Lange Zeit hatten die Fraktionen des Landtags auch über einen Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Anbaus diskutiert. Bereits 2010 hatte die Mehrheit der Abgeordneten für einen Neubau gestimmt, aber nur maximal 45 Millionen Euro dafür bewilligt. Nachdem die Umsetzung des Siegerentwurfs aus der Feder des Kölner Architekten Eun Youn Yi deutlich teurer geworden wäre, hatten sich die Verantwortlichen für eine Sanierung ausgesprochen.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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