Sommer, Sonne, Grill: Städte tolerieren Freiluft-Bruzzler

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In Großstädten ist das Grillen zum Beispiel in öffentlichen Parks meistens erlaubt.

Hannover/Lüneburg/Bremen - Sonniges Sommerwetter macht vielen Lust aufs Grillen. Wer in der Großstadt lebt und keinen eigenen Garten hat, darf seinen Grill in vielen Städten in öffentlichen Parks aufbauen, wenn Auflagen beachtet werden.

So darf etwa direkt auf dem Rasen kein Feuer angezündet werden. Auch der Müll und die verbrannte Holzkohle müssen wieder mitgenommen werden, sagt Dennis Dix vom Presseamt der Stadt Hannover. Grillverbote gibt es in der niedersächsischen Landeshauptstadt in den Herrenhäuser Gärten, im Maschpark und in den Wäldern. Komplett verboten ist das Grillen auch in öffentlichen Grünanlagen der Stadt Lüneburg. „Auch aus Gründen des Schutzes der historischen Altstadt“, sagt Stadtsprecher Daniel Steinmeier.

Ein Herz für Griller hat auch Oldenburg. Bei gutem Wetter komme es immer wieder vor, dass auf den öffentlichen Grünflächen gefeiert und gegrillt werde, sagt Sprecherin Swantje Engel. Leider bleibe danach oft Dreck und Müll liegen - je länger das Wetter schön sei, desto mehr werde es. Der Mai sei zwar dieses Jahr eher kühl und nass gewesen, bis auf das vergangene Wochenende. Doch: „Die Spiel- und Grünflächen werden im Regelfall wöchentlich vom Fachdienst Stadtgrünpflege kontrolliert und bei gutem Wetter beziehungsweise längeren Hochdrucklagen auch entsprechend häufiger“, sagt Engel. Das Ordnungsamt führe stichprobenartig unangekündigte Kontrollen durch.

In Braunschweig ist das Grillen in den öffentlichen Park- und Grünanlagen ebenfalls erlaubt. Voraussetzung sei aber ein eigenes, feuerfestes Grillgerät, sagt Stadtsprecher Rainer Keunecke. Offene Feuer oder Grillstellen auf dem Boden seien verboten, weil sie den Rasen beschädigten und die Brandgefahr erhöhten. Auch der Müll müsse wieder weg: „Die Stadt stellt in den Sommermonaten zusätzliche Mülleimer in den Parks auf“, sagt Keunecke. Sollten sie überfüllt sein, würden die Leute gebeten, den Abfall wieder mit nach Hause zu nehmen. Glas, Papier, Getränkedosen und Kartons sowie Kunststoffabfälle gehörten ohnehin in einen Wertstoffcontainer.

Ebenso hält es die Landeshauptstadt. Wer grillen will, darf ausschließlich Holzkohle in feuerfesten, mobilen Grillgeräten verwenden.

In Bremen wird ebenfalls gern gegrillt: am Osterdeich und an zentraler Stelle am Werdersee kommen bei schönem Wetter viele zum gemeinsamen Bruzzeln zusammen, sagt Gudrun Eiden aus der Pressestelle des Umweltsenators der Hansestadt. Dabei komme es häufig vor, dass Abfall liegen bleibe und von der Stadt eingesammelt werden müsse. Ansonsten hielten sich die Bürger aber weitestgehend an die Auflagen. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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