Anzahl der Grippefälle nimmt zu

Grippewelle in Niedersachsen fordert bereits mehrere Todesopfer

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Die Grippesaison in Niedersachsen und Bremen ist in vollem Gange. Bereits acht Tote sind in Niedersachsen zu beklagen.

Die Zahl der Grippefälle in Niedersachsen ist in den vergangenen Wochen stark angestiegen. Der Höhepunkt der Grippewelle steht allerdings noch bevor.

  • Grippe in Niedersachsen: Bereits acht Todesopfer in dieser Saison
  • Grippewelle in Niedersachsen: Aktuell 2607 bestätigte Influenza-Fälle
  • Höhepunkt der Grippewelle steht noch bevor

Update, 11. Februar: Die Grippewelle hat in Niedersachsen in diesem Winter bisher acht Todesopfer gefordert. Die Grippe führe häufig nicht unmittelbar, sondern in Verbindung mit vorher bestehenden Grunderkrankungen zum Tod, teilte das Niedersächsische Landesgesundheitsamt am Dienstag mit.

Seit Beginn der Grippe-Saison im Oktober 2019 sind dem Bericht zufolge insgesamt 2607 laborbestätigte Grippefälle in Niedersachsen gemeldet worden. 34 Prozent der Proben seien in der vergangenen Woche positiv auf Influenza getestet worden. Damit entspricht der Verlauf der Grippewelle in dieser Saison in etwa der des vergangenen Winters. Der Höhepunkt der Welle war vor einem Jahr Ende Februar erreicht worden.

Das Landesgesundheitsamt in Hannover beschäftigt sich zudem weiterhin mit Coronavirus-Verdachtsfällen. „Es werden täglich Proben im einstelligen Bereich untersucht“, sagte ein Behördensprecher. Nach wie vor gebe es keinen bestätigten Fall der Lungenkrankheit in Niedersachsen. Das neuartige Coronavirus hat in China inzwischen mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet. (dpa)

Grippewelle in Niedersachsen: Zahl der Meldungen steigt an

Update, 14. Januar: Das Landesgesundheitsamt sieht Anzeichen für eine Grippewelle in Niedersachsen. Landesweit sei eine deutlich steigende Zahl von Grippemeldungen verzeichnet worden, teilte die Behörde am Dienstag in Hannover mit. In der vergangenen Woche seien in 22 Prozent der eingesandten Rachenabstriche von Patienten mit akuten Atemwegsinfekten Influenzaviren nachgewiesen worden. „Ab einem Anteil von 20 Prozent Influenza-positiver Proben sprechen wir von der epidemischen Phase der Grippewelle“, sagte der Präsident des niedersächsischen Landesgesundheitsamtes, Matthias Pulz.

Zwei Influenza-Todesfälle

Bisher seien zwei durch Laboruntersuchungen bestätigte Influenza-Todesfälle registriert worden, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Die Grippe führe häufig nicht unmittelbar, sondern in Verbindung mit vorher bestehenden Grunderkrankungen zum Tod.

Höhepunkt der Grippewelle im Februar

Nachgewiesen worden seien die beiden Influenza-A-Virustypen A(H1N1)pdm09 und A(H3N2). In den Wochen zuvor seien vereinzelt auch Influenza-B-Viren nachgewiesen worden. „Wie stark die Grippewelle in diesem Jahr ausfallen wird, können wir nicht vorhersehen“, betonte Pulz. „Den Höhepunkt der Grippewelle erwarten wir erst im Februar, deshalb kann man sich auch jetzt noch impfen lassen.“ Die volle Schutzwirkung setze erst etwa zwei Wochen nach der Impfung ein.

Originalmeldung, 10. Januar: Hannover - Die Gesundheitsämter in Niedersachsen verzeichnen eine steigende Zahl von Grippemeldungen. Dennoch lässt sich zurzeit aus Sicht des Landesgesundheitsamtes noch nicht von einer Grippewelle sprechen. 

In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres 2020 liege die Positiv-Rate beim Influenza-Virus bei 15 Prozent, sagte am Freitag Dagmar Ziehm, Sprecherin des Landesgesundheitsamtes. „Wir sprechen vom Beginn der Influenza-Welle erst, wenn es 20 Prozent sind“, sagte sie.

Zahl der Grippefälle in Niedersachsen relativ hoch 

Allerdings ist die von den Laboren gemeldete Grippefälle-Zahl in Niedersachsen mit Blick auf den Anfang der Saison bereits relativ hoch. Das könne aber auch dadurch kommen, weil jetzt mehr getestet werde. „Wir halten diese Zahlen nicht für so aussagekräftig“, sagte Ziehm. Schließlich gingen nicht alle Erkrankten auch zum Arzt. 

Die Positiv-Rate sei das härtere Kriterium. Diese werde in Zusammenarbeit mit Arztpraxen erhoben, die Abstriche von Patienten mit grippeartigen Symptomen direkt an Landesgesundheitsamt schicken. Das Labor untersuche die Proben auch auf andere Viren.

Grippewelle in Niedersachsen kann kurzfristig kommen

Erst wenn bei einem Fünftel dieser Proben der Influenza-Virus nachgewiesen werde, könne man von einer Grippewelle sprechen. Allerdings seien die erhöhten Meldezahlen durchaus ein Hinweis darauf, dass die Menschen kränker seien. Es könne durchaus sein, dass die Grippewelle in der nächsten Woche in Niedersachsen beginne - vielleicht aber auch nicht. „Wir raten zu einer Grippe-Schutzimpfung - es ist nicht zu spät“, sagte Ziehm.

Aktuell wird in Deutschland eine Grippe-Impfung mit einem Vierfach-Impfstoff empfohlen. In der Regel werden die Kosten für die Grippe-Impfung von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. Insbesondere für Senioren über 60 Jahren, chronisch Kranke und Schwangere wird eine Impfung vom Robert-Koch-Institut empfohlen. Gegen einen grippalen Infekt oder eine Erkältung hilft die Impfung allerdings nicht.

dpa/jdw

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