CDU gewinnt in Niedersachsen - Viele Stichwahlen in den Kommunen

Hannover - Nach dem klaren Sieg der CDU und den deutlichen Stimmzuwächsen der SPD analysieren die Parteien in Niedersachsen am Montag den Ausgang der Europawahl.

Beide Seiten sehen sich als Sieger - das wurde am Sonntag in den Statements von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und seinem Vorgänger und CDU-Spitzenkandidat David McAllister bereits deutlich. Ein großes Aufatmen gab es bei der Wahlbeteiligung: Sie stieg in Niedersachsen deutlich von 40,5 Prozent vor fünf Jahren auf 49,1 Prozent.

Zur steigenden Wahlbeteiligung mit beigetragen haben dürften die 215 Direktwahlen von Bürgermeistern und Landräten im Land. In vielen Kommunen bleibt es dabei aber spannend: In der zweitgrößten Stadt Braunschweig sowie in Göttingen, Hameln und Lüneburg wird eine Stichwahl nötig. Auch Niedersachsens früherer Innenminister Uwe Schünemann (CDU) muss am 15. Juni erneut antreten: Bei der Bürgermeisterwahl in Höxter/NRW verpasste er einen klaren Karriereneustart und erhielt mit 34,4 Prozent im ersten Wahlgang weniger Stimmen als Amtsinhaber Alexander Fischer (SPD).

Die CDU gewann die Europawahl in Niedersachsen klar, sie kam nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf 39,4 Prozent, das waren 0,2 Prozentpunkte mehr als 2009. Die SPD gewann deutlich dazu, sie erreichte 32,5 Prozent nach 27,3 Prozent vor fünf Jahren. Die Grünen verloren leicht und kamen nur noch auf 10,9 Prozent (2009: 12,5 Prozent). Die FDP stürzte von 10,2 auf 2,5 Prozent dramatisch ab. Die Linken erzielten mit 4,0 Prozent genauso viel Stimmen wie 2009, die AfD kam auf 5,4 Prozent.

Im kleinsten Bundesland Bremen siegte die SPD - anders als im Bundestrend - erneut klar bei der Europawahl. Sie konnte dabei Stimmzuwächse verbuchen und kam auf 34,4 Prozent. Die CDU verlor leicht und erzielte 22,4 Prozent der Stimmen, auch die Grünen mussten Verluste hinnehmen, sie erreichten 17,6 Prozent. Die FDP stürzte im Land Bremen auf 3,3 Prozent, die Linke konnte leichte Zuwächse verbuchen und kam auf 9,6 Prozent. Die AfD erzielte 5,8 Prozent. In Bremen lag die Wahlbeteiligung bei 40,3 Prozent. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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