Gewaltsamer Tod von Studentin - LKA untersucht Spuren

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Die Amtliche Siegelmarke der Polizei ist auf der Tür der in Göttingen getöteten Studentin zu sehen. Nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin in Göttingen fahndet die Mordkommission mit Hochdruck nach dem Täter.

Göttingen - Nach dem gewaltsamen Tod einer israelischen Medizinstudentin in Göttingen fahndet die Mordkommission mit Hochdruck nach dem Täter.

Ein Sexualdelikt oder ein Raubmord könne ausgeschlossen werden, sagte der Sprecher der Göttinger Staatsanwaltschaft, Andreas Buick, am Freitag. Einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließt die Staatsanwaltschaft derzeit ebenfalls aus.

Möglicherweise kannte die Studentin ihren Mörder, denn an ihrer Tür fanden sich keine Aufbruchsspuren. Ihr Zimmer im sechsten Stock eines Studentenwohnheims war auch nicht verwüstet. Am Mittwoch hatte die Polizei die 26 Jahre alte Israelin tot in ihrem Appartement in dem Hochhaus-Komplex gefunden.

Derzeit werden die Spuren aus dem Zimmer im Landeskriminalamt in Hannover untersucht. Mit einem Ergebnis der Auswertung rechnen die Ermittler aber erst nach den Feiertagen.

Genaue Angaben zur Todesursache wollen die Fahnder aus ermittlungstaktischen Gründen weiterhin nicht machen. Die Polizei befragt die Menschen im Umfeld der getöteten jungen Frau, die Freunde als liebenswert und lebensfroh beschrieben. Sie war vor dreieinhalb Jahren zum Studieren nach Deutschland gekommen.

Die Göttinger Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel sprach den Angehörigen und Freunden der getöteten Studentin ihr Mitgefühl aus: „Wir sind tief betroffen. Unsere Gedanken sind bei der Familie der jungen Frau, ihren Freunden und Kommilitonen, denen wir in dieser schweren Zeit viel Kraft wünschen“, erklärte Beisiegel am Freitag. Die Präsidentin appellierte an alle Studierenden der Uni: „Wir dürfen trotz dieses erschütternden Ereignisses jetzt nicht den Mut und die Zuversicht verlieren.“

# dpa-Notizblock

Quelle: kreiszeitung.de

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