Piloten streiken - Tausende Fluggäste betroffen

Germanwings: Flugausfälle in Hannover und Bremen

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Fluggäste warten am Freitagmorgen vor der Anzeigentafel auf dem Flughafen in Hannover

Hannover - Wegen des Piloten-Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings fallen am Freitag in Hannover acht Flüge aus. Betroffen sind nach Angaben des Flughafens und von Germanwings Flüge von und nach Stuttgart, London und Mailand.

Drei Flüge nach Barcelona, Palma de Mallorca und Rom sollen nach Ende des Streiks mit mehrstündiger Verspätung abfliegen. Ein Flieger aus Palma de Mallorca soll planmäßig landen. Auswirkungen auf den übrigen Flugverkehr würde es durch die Flugausfälle nicht geben, sagte ein Sprecher des Flughafens Hannover.

Auch der Bremer Flughafen ist von dem Ausstand betroffen. Dort wurde eine Flugverbindung von und nach Stuttgart gestrichen. Germanwings und die Flughäfen empfehlen den Reisenden, sich regelmäßig auf der Internetseite der Airline über Änderungen im Flugplan zu informieren. Abgesagte Flüge können von Betroffenen kostenlos storniert oder umgebucht werden.

Der Streik der Flugkapitäne von Germanwings führt deutschlandweit zu zahlreichen Flugausfällen. Rund 15 000 Passagiere können ihre Reise vermutlich nicht antreten. Der Ausstand soll bis zum Mittag dauern. 

Bei der Lufthansa-Tochter Germanwings hat am Freitagmorgen der angekündigte Pilotenstreik begonnen. Von dem Ausstand, der bis 12 Uhr dauern soll, sind vor allem Inlandsflüge betroffen. Hingegen sollen die Verbindungen in Urlaubsgebiete stattfinden. Bis zu 15.000 Passagiere können nach Angaben von Germanwings ihren Flug voraussichtlich nicht antreten. Am Donnerstag waren die Gespräche zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit über die Übergangsrente für Flugkapitäne gescheitert.

Nach Angaben der Airline sollten bis zum Ende des Streiks am Mittag voraussichtlich 116 Flüge von insgesamt 164 ausfallen. Besonders betroffen sind die Airports in Köln und Stuttgart. Aber auch in Düsseldorf, Berlin, Hannover, Hamburg und Dortmund werden Flüge gestrichen.

Am Airport Köln/Bonn werden bis zum Mittag von 50 geplanten Flügen 32 ausfallen, in Stuttgart sind es nach Angaben von Germanwings 22 von 36 gelisteten Flügen. Auch in Hamburg und Berlin fallen Flüge aus. Die übrigen wurden in Dortmund, Hannover und Düsseldorf gestrichen. Es würden auf einzelnen Maschinen ersatzweise Piloten aus dem Management eingesetzt, sagte ein Germanwings-Sprecher.

Durch Verschiebungen und Verspätungen können Germanwings zufolge noch weitere Flüge am Nachmittag ausfallen. Am größten deutschen Flughafen Frankfurt gibt es am Freitag keine Germanwings-Flüge.

Hintergrund des Konflikts bei Europas größter Airline ist der Streit um die Übergangsrente für die 5400 Piloten bei Lufthansa, Germanwings und Lufthansa Cargo. Erneute Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Vereinigung Cockpit waren am Donnerstag gescheitert.

Im Schnitt gehen Lufthansa-Kapitäne derzeit mit knapp 59 Jahren in den vom Unternehmen bezahlten Vorruhestand. Lufthansa will das durchschnittliche Eintrittsalter schrittweise auf 61 Jahre erhöhen. Die aktuelle Regelung zur Übergangsrente will die Airline bis 2016 beibehalten, um ausreichend Zeit für Verhandlungen zu haben.

Der Streit um die Übergangsrente hatte bereits im April zum schärfsten Streik in der Lufthansa-Geschichte geführt. Rund 3800 Flüge fielen aus, betroffen waren an den drei Tagen 425 000 Fluggäste.

Quelle: kreiszeitung.de

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