Auch Verspätungen drohen

GDL-Streik: Weitere Zugausfälle in Bremen und Niedersachsen

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dauert an. Bahnfahrer in Bremen und Niedersachsen erwarten Zugausfälle und Verspätungen. Der Überblick.

Bremen/Hannover – Bahnreisende müssen auch am Freitag, 3. September 2021, weiterhin mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Denn der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dauert weiter an. Wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilt, sei der Verkehr aber auch am zweiten Streiktag stabil angelaufen.

Deutsche Gewerkschaft:Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer
Vorsitz:Claus Weselsky
Mitglieder:über 37.000 (2021)
Gründung:1867
Beschäftigte:58
Zweck:Gewerkschaft

GDL-Streik betrifft auch Bremen und Niedersachsen: Deutsche Bahn rechnet mit Einschränkungen im Zugverkehr

„Wir liegen mit unserem Ersatzfahrplan komplett im Soll“, wird ein DB-Sprecher von der dpa zitiert. De facto fallen im Regionalverkehr rund 40 Prozent der Züge aus. Der RE 1 zwischen Norddeich Mole, Bremen und Hannover fährt voraussichtlich im Zweistundentakt. Selbiges soll für den RE 9 zwischen Bremen und Osnabrück gelten.

Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) dauert weiter an. Bahnfahrer in Bremen und Niedersachsen müssen weiterhin mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. (Archivbild)

Auch S-Bahn-Fahrer müssen sich auf Einschränkungen einstellen. So fahren die Züge Linie S5 zwischen dem Flughafen Hannover und Hameln/Bad Pyrmont im Stundentakt, zwischen Hameln und Paderborn im Dreistundentakt. Demgegenüber stehen die Linien S1 und S2, die im Zweistundentakt bedient werden.

Lokführergewerkschaft GDL streit für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

Ausfallen werden voraussichtlich die Linien der S4 (Bennemühlen - Hannover Hbf - Hildesheim Hbf). Alternativ fahren aber auf der Strecke Hannover Hbf und Hildesheim Hbf die Züge des erixx. Im Fernverkehr will die Deutsche Bahn jeden vierten Zug fahren lassen. Dieses Angebot könnte am Wochenende noch auf 30 Prozent erhöht werden, heißt es von DB-Seite am Freitagmorgen.

Die Lokführergewerkschaft GDL kämpft derzeit um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Der auf mehr als fünf Tage ausgelegte Streik findet während der laufenden Tarifrunde bei der Bahn statt. Ziel der GDL ist es, ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck zu verleihen.

Antrag abgelehnt: Gericht weist Einstweilige Verfügung der Deutschen Bahn ab – GDL-Streik dauert an

Ursprünglich hatte die Deutsche Bahn eine deutlich längere Laufzeit von gar 40 Monaten angestrebt. Mit ihrem neuen Angebot stellt die Bahn 36 Monate in Aussicht sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro. Erst am Donnerstag, 2. September, wollte die Bahn den Lokführerstreik mittels einer Einstweiligen Verfügung stoppen.

Dieser Antrag wurde jedoch vom Arbeitsgericht zurückgewiesen. Nun hat die Deutsche Bahn bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Indes müssen sich nicht zuletzt Berufspendler und Reisende in Bremen und Niedersachsen weiterhin auf Ausfälle, Einschränkungen und Verspätungen im Zugverkehr einstellen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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