Aktion am Donnerstag

Gastank von Acker geborgen - bereit für Weitertransport 

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Bergung des bei Sögel verunglückten Gastanks erfolgreich.

Ein Schwertransport von zwei jeweils 35 Meter langen Gastanks durchs Emsland ist am Sonntagmorgen misslungen. Einer der Tanks rollte in den Straßengraben. Die Bergung war am Donnerstag erfolgreich. Nun ist der Gastank bereit für den Weitertransport.

Update, 6. März: Nach einem Unfall vor anderthalb Wochen ist ein rund 200 Tonnen schwerer Gastank am Donnerstag im Emsland von einem Acker gehoben worden. Nun ist er für den Weitertransport bereit. „Er steht jetzt auf Elefantenfüßen, also einer speziellen Vorrichtung, die das Gewicht verteilt, auf der Straße“, sagte die Sprecherin des Landkreises, Anja Rohde. Einen Termin für die Fortsetzung des Transports nannte sie nicht, vorher müssten unter anderem die Schweißnähte überprüft werden. 

Update, 3. März: Im Fall des im Emsland verunglückten Schwertransports soll am Mittwochmorgen mit den Bergungsarbeiten eines Gastanks begonnen werden. Am Vormittag sollen die Kräne an der Unglücksstelle bei Sögel eintreffen. Zunächst muss ein Tieflader von der Unglücksstelle geborgen werden. Ob der mehr als 35 Meter lange und rund 200 Tonnen schwere Gastank auch schon am Mittwoch geborgen werden kann, werde sich erst im Lauf des Tages herausstellen, so eine Sprecherin des Landkreises.

Gastank fällt im Emsland vom Schwertransporter - Bergung wird vorbereitet

Update, 28. Februar: Der bei einem Schwertransport von Tiefladern herabgestürzter Gastank im Emsland soll in der kommenden Woche geborgen werden. Wie eine Sprecherin des Landkreises Emsland am Freitag in Meppen mitteilte, gehen die Vorbereitungen für die Bergung voran. Ein erster Kran sei bereits an der Unfallstelle angekommen. Die Bergung könnte dann Mitte bis Ende nächster Woche erfolgen.

Am vergangenen Sonntag waren bei Sögel die Transport-Tieflader des etwa 200 Tonnen schweren Gastanks aufgrund eines Bedienungsfehlers umgestürzt. Der Kohlendioxid-Tank kippte auf einen Acker. Daraufhin musste der Schwertransport auch eines weiteren Gastanks von Haselünne nach Dörpen abgebrochen werden. Die mehr als 35 Meter langen Gastanks sollen nach Dänemark verschifft werden.

Geplant ist nun, auf dem Acker zwei 130-Tonnen-Kräne aufzustellen. Zuvor muss aber der Untergrund befestigt werden. Dazu muss zunächst mit den Grundstückseigentümern und Pächtern gesprochen werden. Auf der Straße soll ein 500-Tonnen-Kran und ein 700-Tonnen-Kran aufgebaut werden.

Auch am Montag war am Unfallort kein Durchkommen.

Gastanks fällt bei Schwertransport in Graben: Experten beraten sich

Update, 25. Februar: Ein runder Tisch von Experten will über das weitere Vorgehen nach dem verunglückten Schwertransport im Emsland beraten. Die Runde mit Vertretern von Landkreis, Samtgemeinde Sögel, der Polizei und dem Transportunternehmen wolle am Dienstagmittag zusammenkommen, sagte ein Polizeisprecher in Lingen. Die Untersuchungen zum Unglück würden unterdessen fortgesetzt.

Am Sonntag wurde ein Schwertransport von Kohlendioxid-Tanks mit einem Gesamtgewicht von mehr als 400 Tonnen durchs Emsland bei Sögel abgebrochen, nachdem einer der Behälter von den Tiefladern gefallen war. Der Polizei zufolge war menschliches Versagen Grund für das Unglück. Seitdem ist die Umgehungsstraße bei Sögel für den Verkehr gesperrt. Die Gasbehälter sollten von Haselünne nach Dörpen gebracht und dort in Richtung Dänemark verschifft werden.

Gastank rollt von Schwertransporter: Vermutlich menschliches Versagen

Update von 16.50 Uhr: Nach aktuellen Ermittlungen der Polizei ist der Unfall des Schwertransporters bei Sögel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit menschlichem Versagen zu erklären. Demnach lag offenbar ein Bedienfehler vor, heißt es in einer Meldung der Beamten aus dem Emsland.

Spezialisten der Polizei und Gutachter des TÜV haben am Montag laut Angaben der Polizei keine technischen Mängel am Transportfahrzeug oder am Spezialauflieger festgestellt. Eine technische Ursache sei damit ausgeschlossen. Gespräche mit der Transportfirma haben bestätigt, dass bei der manuellen Höhennivellierung des Aufliegers ein Fehler gemacht worden sei. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, heißt es abschließend.

Update, 24. Februar: Nach der jähen Unterbrechung eines Schwertransports nahe des emsländischen Sögel haben Experten am Montag über das weitere Vorgehen beraten. Die Polizei habe mit allen Beteiligten einen runden Tisch eingerichtet, sagte Sprecher Dennis Dickebohm. „Dabei geht es um die drei Big Points Unfallhergang, Bergung des verunglückten Behälters und die Fortsetzung des Transports.“ Ein unabhängiger Gutachter sollte die Unfallstelle untersuchen.

Der für Sonntag geplante Transport von zwei jeweils 35 Metern langen Tanks war gegen Mittag bei Sögel zu Ende: Auf der Ortsumgehung kippte einer der Tanks langsam auf ein Feld. Auch der Transport des zweiten Behälters wurde daraufhin gestoppt. Bei den Tanks handelt es sich um Behälter zur Speicherung von Kohlendioxid.

Unfall bei Schwertransport von Gastanks im Emsland

Sie wurden von der Firma Linde bei dem Spezialapparatehersteller Barlage in Haselünne gekauft und sollen in Dänemark aufgestellt werden. Insgesamt waren vier Tieflader zum Transport notwendig, um die riesigen Tanks mit einem Durchmesser von 6,50 Metern von Haselünne nach Dörpen zu bringen. Dort sollten sie verschifft werden.

Der Schwertransport ist bei der Fahrt durchs Emsland verunfallt. Ein Tank kippte in einen Graben.

Ein Sprecher der Linde AG bestätigte zwar, dass die Behälter im Auftrag des Unternehmens gebaut wurden, wollte den Unfall aber nicht weiter kommentieren. André Schöning aus der Geschäftsführung des Tankherstellers Barlage sagte: „Wir haben die Tanks ab Werk verkauft.“ Für den Transport sei damit das niederländische Unternehmen Wagenborg zuständig.

Eine Sprecherin des niederländischen Transportunternehmens Wagenborg sagte, dass nun zunächst die Umstände des Unfalls untersucht werden sowie ein Plan zur Bergung des umgestürzten Tanks und zur Räumung der Straße aufgestellt werden sollte. „Wann das erfolgt, ist aber noch nicht klar“, sagte sie.

Schwertransport-Unfall in Dörpen: Mehrere Schwerlastkräne für Bergung

„Ich gehe davon aus, dass wir uns hier vor Ort auch Gedanken über eine Zwischenlagerung machen müssen“, sagte der Samtgemeindebürgermeister von Sögel, Günter Wigbers (CDU). An eine Fortsetzung des Transports sei erst zu denken, wenn die Unfallursache feststehe. Im weiteren Verlauf der Route lebten auch Menschen direkt an der Wegstrecke.

Zur Bergung des verunglückten Tanks seien sicherlich zwei bis drei Schwerlastkräne erforderlich. „Die Kranplätze müssen vorbereitet werden, dafür sind sicherlich Erdarbeiten notwendig.“ Für die Zwischenlagerung der Tanks müsse ein entsprechend großes Gelände in der Nähe gefunden werden. Auch dafür seien Erdarbeiten notwendig.

In der Vergangenheit schon einmal abgebrochener Schwertransport in Sögel

Für die nächsten Tage ist die Ortsumgehung bei Sögel erst einmal gesperrt. Der Verkehr wird nun direkt durch den Ortskern geleitet. „Das ist eine zusätzliche Belastung für unsere Anwohner, aber wir werden damit fertig“, sagt Wigbers. Auswärtige Autofahrer sollten den Bereich Sögel in den nächsten Tagen aber großräumig umfahren, betonte Polizeisprecher Dickebohm.

Schon im vergangenen Mai war der Transport bei Sögel abgebrochen worden, weil es Empörung über zu radikale Baumschnittarbeiten gab. 300 hochwachsende Bäume müssen nun nachgepflanzt werden. Für den zweiten Anlauf zum Schwertransport hatte der Landkreis im Vorfeld zugesichert, dass mit mehr Umsicht vorgegangen werden sollte.

Gigantischer Schwertransporter verliert Gastank bei Sögel

Update von 17.15 Uhr: Der am Sonntagmorgen gestartete Schwertransport durch das Emsland mit einem Gesamtgewicht von 430 Tonnen hat ein jähes Ende gefunden. Auf etwa der Hälfte der Strecke kippte einer der beiden 35 Meter langen Behälter in den Graben. Nach Angaben des Einsatzleiters der Polizei, Klaus Hackmann, wurde der gesamte Transport stillgelegt. Die Fahrzeuge mit dem zweiten großen Tank befanden sich hinter dem verunglückten Zug und kamen ebenfalls nicht weiter. „Positiv ist, dass keiner verletzt ist“, betonte der Einsatzleiter.

Die Ursache für das Umkippen des Aufliegers samt Behälter sei noch unklar. Ob die Wetterbedingungen eine Rolle spielten, konnte der Polizist zunächst nicht sagen. Am Sonntag regnete es heftig im Emsland. In den kommenden Tagen ist die Ortsumgehung Sögel für die Bergung gesperrt. Es sei mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen, hieß es. Der Behälter mit 35 Meter Länge und 6,50 Meter Durchmesser liegt nun leicht beschädigt neben der Fahrbahn im Graben. Er wiegt 250 Tonnen und kann nur mit Spezialkränen gehoben werden.

Unfall bei Schwertransport: Speicher für Kohlendioxid stammen aus Haselünne

Der Schwertransport war am frühen Morgen gestartet. Beide Behälter wurden von jeweils zwei Tiefladern mit Zug- und Schubmaschine transportiert. Die Speicher für Kohlendioxid stammen von einer Metallbaufirma in Haselünne. Ziel sollte eigentlich das etwa 60 Kilometer entfernte Güterverteilzentrum im Hafen von Dörpen sein. Dort sollten sie in Richtung Dänemark verschifft werden.

Der 430-Tonnen-Schwertransport war seit Sonntagmorgen durchs Emsland unterwegs.

„Wir hatten 2019 über 2.400 polizeiliche begleitete Schwertransporte“, sagte Hackmann. Die geplante Strecke von 60 Kilometern sei allerdings in diesem Fall recht lang gewesen.

Schon im Mai 2019 war ein erster Versuch, die Behälter zu transportieren, nach energischem Protest aus der Samtgemeinde Sögel von der Polizei abgebrochen worden. Um die gewaltigen Tanks über die Straße zu bringen, waren zahlreiche Bäume beschnitten worden. Dabei wurde enormer Schaden angerichtet: 300 hochstämmige Bäume müssen neu gepflanzt werden. Auch für diesen Transport gab es Baumschnitte - allerdings sollte dabei nach Angaben des Landkreises Emsland vorsichtiger vorgegangen werden.

An diesem Montag werden Gutachter an der auch für Schaulustige abgesperrten Unfallstelle erwartet. Von den Sachverständigen werden sowohl Erkenntnisse zur Unfallursache als auch zu Bergungsmöglichkeiten erhofft.

Originalmeldung vom 23. Februar: Haselünne/Dörpen -  Der Transport mit insgesamt vier Tiefladern und einem Gesamtgewicht von 430 Tonnen sollte für die rund 60 Kilometer lange Strecke von einer Metallbaufirma in Haselünne bis zum Güterverteilzentrum im Hafen von Dörpen den Angaben zufolge voraussichtlich zwischen zehn und zwölf Stunden brauchen. Alle viereinhalb Stunden müssen die Fahrer wechseln. Zahlreiche Ampeln müssen verschwenkt und Straßenschilder abgebaut werden. In den Ortsdurchfahrten gilt Parkverbot. Autofahrer müssen sich auf gesperrte Straßen einstellen.

Ursprünglich sollte der Schwertransport bereits im vergangenen Mai erfolgen, wurde aber nach einer Intervention der Samtgemeinde Sögel von der Polizei abgebrochen. Eine Fachfirma hatte im Vorfeld des Transports Straßenbäume beschnitten, das aber so unfachmännisch gemacht, dass 300 von ihnen neu angepflanzt werden müssen. Die Route ist dieselbe, aber bei den Vorbereitungen sei mit mehr Umsicht vorgegangen worden, hatte der Landkreis als Genehmigungsbehörde im Vorfeld erklärt.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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