Pläne mit hoher Priorität

Mit 70 Millionen Euro gegen Funklöcher in Niedersachsen

Millionen-Programme gegen Funklöcher
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Auf dem Land gibt es in Niedersachsen oft noch zahlreiche Funklöcher.

Die Lücken im Handynetz in Niedersachsen sollen möglichst bald verschwinden. Auf dem Weg dahin plant das Land nun 70 Millionen Euro ein.

  • 70 Millionen Euro sollen Funklöcher in Niedersachsen schließen
  • Förderprogramm und Hilfe für Campusnetze geplant
  • Masterplan Digitalisierung soll Lücken schließen

Hannover - Die Funklöcher in Niedersachsen will Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) auch mit zwei Programmen von insgesamt 70 Millionen Euro so schnell wie möglich schließen. Das Thema stehe 2020 ganz oben auf der Prioritätenliste, sagte eine Sprecherin des Ministers der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Zunächst sei ein Förderprogramm von 20 Millionen Euro geplant, mit dem der Mobilfunkempfang in bislang nicht versorgten Regionen vorangebracht werden soll. Das Vorhaben müsse aber der EU-Kommission vorgelegt werden, weil es einen erheblichen Eingriff in den Markt darstelle, erklärte die Sprecherin.

Weitere 50 Millionen Euro sind nach Angaben des Ministeriums für ein Programm zur Förderung sogenannter Campusnetze eingeplant. Das sind spezielle Mobilfunknetze für die Industrie mit dem schnellen Mobilfunkstandard 5G für datengestützte Produktionsprozesse.

Landtag spricht sich für schnellen Netzausbau aus

Politiker aller Parteien hatten sich im November im Landtag für einen zügigen Ausbau des schnellen Internets und der Handynetze stark gemacht. Niedersachsen mache beim Ausbau große Fortschritte und liege auf Platz drei der Bundesländer, sagte Althusmann damals. Auch wenn es ein ehrgeiziges Ziel sei, werde das lückenlose Mobilfunknetz wie im Masterplan Digitalisierung vorgesehen bis Ende 2021 realisiert. Nach dem im August 2018 von der Landesregierung beschlossenen Masterplan ist insgesamt eine Milliarde Euro eingeplant. Bis 2021 soll damit ein lückenloses Mobilfunknetz im Land entstehen, bis 2025 sollen alle Haushalte mit schnellem Internet versorgt sein.

dpa

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