Situation in Niedersachsen

Corona-Regeln in Niedersachsen: Darum sollten Kinder Friseurbesuche aktuell meiden

Die Freude über die Öffnung der Friseursalons ist bei Erwachsenen groß – trotz strenger Auflagen und Maskenpflicht. Aber was ist mit Kindern, die sich in Niedersachsen die Haare schneiden lassen wollen?

  • Kinder unter sechs Jahren sollten in Niedersachsen auf einen Friseurbesuch verzichten
  • Für ältere Kinder gilt: Kein Haarschnitt ohne vorheriges Haarewaschen erlaubt
  • Personen, die keinen Friseurtermin haben oder Hilfestellung leisten, dürfen Salons nicht betreten

Endlich haben Friseure wieder ihre Türen geöffnet. Es gibt einen regelrechten Ansturm auf die Salons und jeder möchte wieder hübsch gemacht werden. Das gilt nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch Kindern sollen wieder die Haare geschnitten werden.

Beim Friseurbesuch gibt es aufgrund der strengen Arbeitsschutzauflagen jedoch einiges zu beachten. Laut den Regelungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) müssen auch Kinder, wenn sie alt genug sind, eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Kinder, die dafür zu klein sind, sollten sich aktuell nicht in einem Friseursalon aufhalten.

Das Land Niedersachsen schreibt diesbezüglich vor, dass ausschließlich Kinder im Alter bis sechs Jahren und Menschen, die wegen einer Erkrankung keine Maske tragen können, ohne sich selbst dabei in Gefahr zu bringen, von der Maskenpflicht ausgenommen sind. Jüngeren Kindern sei die Notwendigkeit, Mund und Nase zu bedecken, kaum zu vermitteln beziehungsweise zuzumuten. In den Regelungen der BGW heißt es darüber hinaus: Kinder unter sechs Jahren sollten sich derzeit nicht in einem Friseursalon aufhalten.

Neben Erwachsenen müssen auch Kinder im Friseursalon eine Maske tragen.

Auf die Frage, ob Kinder dieser Altersgruppe dann grundsätzlich von den Friseuren abgewiesen werden, sagt Marc Ringel, Geschäftsführer des Landesinnungsverbands des niedersächsischen Friseurhandwerks: „Das würde ich jetzt nicht so unterschreiben. Die BGW hat an dieser Stelle schwammig formuliert. Es können auch jüngere Kinder gut damit klarkommen, eine Maske zu tragen.“ Einige Salons weisen darauf hin, dass Kinder bis zwölf Jahren derzeit keine Termine erhalten. „Das mag vereinzelt der Fall sein. Diesbezüglich haben wir aber noch keine Rückmeldungen erhalten“, sagt er.

Kein Haarschnitt ohne Haarewaschen durch den Friseur - auch für Kinder

Eine weitere Auflage für die Friseure ist es, jedem Kunden vorab die Haare zu waschen. Ein Trockenhaarschnitt ist also verboten, da die Haare sich im Raum verbreiten können und auf diese Weise auch das Coronavirus. Aufgrund dessen gilt für Kinder derselbe Grundsatz wie für Erwachsene. Eine weitere Bedienung ist für alle Kunden nur mit gewaschenen Haaren möglich.

Jüngere Kinder sind beim Frisieren der Haare oft unruhig, weswegen in vielen Fällen die Anwesenheit der Eltern erforderlich ist. Ob dies gestattet ist, ist jedoch eine Einzelfallentscheidung und abhängig vom Entwicklungsstand des Kindes. Wichtig ist: Alle müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und auf den nötigen Abstand achten.

Dürfen Kunden ihr Kind mit in den Friseursalon bringen?

Trotz der Erweiterung der verordnungsrechtlichen Grundlage haben einige Berufsgruppen noch keinen Anspruch auf eine Kindernotbetreuung. Friseure sind davon übrigens aktuell auch noch ausgeschlossen. Daraufhin schließt sich die Frage an, ob Kunden ihr Kind dann mit in den Salon bringen dürfen? Laut den Regelungen der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege ist davon abzusehen, bei einem Termin von weiteren Personen oder Kindern begleitet zu werden. Alle, die keine Friseurdienstleistungen in Anspruch nehmen und nur anwesend sein sollen, müssen draußen bleiben.

Durch die neuen Arbeitsschutzstandards für Friseursalons im Zusammenhang mit dem Coronavirus sind nämlich keine Wartebereiche mehr zulässig und die Personenanzahl im Laden ist durch die strikten Abstandsregelungen stark begrenzt. Demnach ist der Aufenthalt von weiteren Personen im Salon nicht gestattet. Anders verhält es sich mit Personen, die zur Betreuung oder Aufsicht oder für Hilfestellung unbedingt notwendig sind. Aktuelle Informationen zu Maßnahmen und Regeln gibt es im Corona-News-Ticker für Niedersachsen.

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