1. az-online.de
  2. Niedersachsen

Freedom Day: Stephan Weil sind Corona-Lockerungen „noch zu früh“

Erstellt:

Von: Yannick Hanke

Kommentare

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) trägt FFP2-Maske und hat den Blick zum Boden gerichtet. Im Hintergrund weht eine Flagge in Deutschlandfarben und mit dem Wappen von Niedersachsen im Wind.
Der mögliche „Freedom Day“ in Deutschland steht im Zentrum der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am Mittwoch, 16. Februar 2022. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigt sich in dieser Hinsicht zaghaft. (kreiszeitung.de-Montage) © Julian Stratenschulte/dpa/Robert Reschke

Kommt der Freedom Day Mitte März 2022 oder nicht? Für Niedersachsen wäre dieser Schritt zu früh. Die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) könnte Aufschluss bringen.

Hannover – Was haben Dänemark, England und Schweden gemeinsam? Neben der Tatsache, dass allesamt Länder in Europa sind, hat sich das illustre Trio gänzlich oder von einer Vielzahl seiner Corona-Regeln verabschiedet. Auch in anderen Staaten Europas wird gelockert, solange es mit Blick auf Inzidenzen und Neuinfektionen vertretbar ist. In Deutschland wird indes neidisch auf einen Freedom Day geschielt. Niedersachsen schiebt frühzeitigen Lockerungen im großen Ausmaß einen Riegel vor.

Freedom Day: Kommen Corona-Lockerungen schon im März 2022? Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) warnt vor zu schnellen Schritten

Denn in der Debatte um etwaige Corona-Lockerungen, die Regeln wie die FFP2-Maskenpflicht, die Abstandsgebote sowie Einlass-Beschränkungen á la 2G, 2G Plus und 3G betreffen könnten, nimmt die niedersächsische Landesregierung die Rolle des Mahners ein. Sozusagen in bester Manier eines Karl Lauterbachs (SPD) wird davor gewarnt, alle Einschränkungen vorschnell fallen zu lassen.

„Ich würde nicht von einem Freedom Day Mitte März sprechen, dafür ist es auch noch zu früh“, wird eine Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung vor den neuen Bund-Länder-Regelungen am Mittwoch, 16. Februar 2022, von der dpa zitiert. Erneut beraten sich Bund und Länder über das weitere Vorgehen hinsichtlich der Corona-Krise.

Omikron-Welle erreicht Höhepunkt – Corona-Lockerungen im Rahmen eines Freedom Days überhaupt zulässig?

Im Rahmen dieser Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) soll auch der mögliche „Freedom Day“ zur Sprache kommen. Im Vorfeld ist bereits ein Vorschlag durchgesickert, auf den sich Kanzleramt, Vorsitz sowie Co-Vorsitz der MPK geeinigt haben sollen. Es heißt, dass die Corona-Schutzmaßnahmen bis zum 20. März stufenweise weitgehend wegfallen sollen.

Nicht aber, wenn es nach der niedersächsischen Landesregierung geht. Zwar sei trotz Omikron-Welle und dem Höhepunkt der Corona-Variante ein Rückgang der Infektionszahlen zu verzeichnen. Doch müsse nach wie vor genug Handlungsspielraum bleiben, um bei einer Trendwende im äußersten Fall auch wieder auf die Bremse treten zu können.

Freedom Day: Stephan Weil gehört bei Corona-Regeln„Team Vorsicht“ an

Corona-Lockerungen in Niedersachsen werden hiermit aber nicht ausgeschlossen. Das betont die Sprecherin der niedersächsischen Landesregierung. Was aber genau ab wann gelockert werden könnte, ließ sie noch offen. Im Anschluss an die Ministerpräsidentenkonferenz will sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zu den neuen Maßnahmen äußern. Im Vorfeld hat Weil aber bereits mit „NDR Info“ auf einen möglichen Freedom Day geblickt:

Ich bin nicht sicher, dass beispielsweise die Maske wegfallen wird.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigt sich hinsichtlich eines „Freedom Days“ skeptisch

Doch könnten in den nächsten vier Wochen zumindest schrittweise wesentliche Corona-Belastungen des Alltags aufgehoben werden. In dieser Hinsicht möchte Stephan Weil aber im Team Vorsicht bleiben. „Team Vorsicht heißt, dass man natürlich schaut, was gibt es für Risiken, aber auch die Chancen nutzt“, erläutert Weil. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare