Warnstreik am Airport Hannover ohne Auswirkungen

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Warnstreik des Sicherheitspersonals am Airport Hannover

Hannover - Ein Warnstreik des Sicherheitspersonals am Flughafen Hannover hat kaum Auswirkungen auf die Abfertigung der Passagiere gehabt. „Die Passagierkontrolle ist über einen Notbetrieb sichergestellt“, erklärte ein Flughafensprecher am Freitag.

Auch vor der Abfertigung gebe es keine Warteschlangen. Nicht betroffen war auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der mit seiner Delegation von einer mehrtägigen Reise aus Katar zurückkehrte. Die Gewerkschaft Verdi wollte mit dem Ausstand von 10 bis 15 Uhr den Druck in den Tarifgesprächen erhöhen. In dem Zeitraum gab es 14 Abflüge von Hannover. Mehrere Dutzend Mitarbeiter der Fluggast- und Warenkontrolle machten mit Fahnen und Transparenten in einer Abflughalle Stimmung für ihre Forderungen.

Der Vorsitzende der Landesgruppe Niedersachsen des Bundesverbands der Sicherheitswirtschaft (BDSW), Andreas Segler, kritisierte die Aktion. „Die Streiktaktik von Verdi wird immer weniger nachvollziehbar - nun wird versucht, Sicherheitspersonal noch vor Beginn von Tarifverhandlungen für Warnstreiks zu mobilisieren“, erklärte er. Verdi fordert vom BDSW und der Firma ICTS Verhandlungen für einen Lohntarifvertrag für alle Branchen des Wach- und Sicherheitsgewerbes in Niedersachsen.

Für die unterste Lohngruppe erwartet Verdi einen Stundenlohn von 9,74 Euro. Der BDS hatte beschlossen, Verdi nur Verhandlungen für die Fluggast-, Personal- und Warenkontrolleure an den Verkehrsflughäfen anzubieten. Für Sicherheitsmitarbeiter in Niedersachsen bestehe bereits ein gültiger Tarifvertrag zwischen der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und dem BDSW.
dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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