Reifenpanne löst Waldbrand in der Heide aus

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95000 Quadratmeter Wald wurden bei dem Feuer zerstört.

Soltau - Der beschädigte Reifen eines Lastwagens hat den ersten größeren Waldbrand in diesem Sommer in der Lüneburger Heide ausgelöst. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr 95 000 Quadratmeter Wald zerstört - das entspricht etwa 13 Fußballfeldern. Verletzt wurde niemand.

Der Funkenflug nach der Reifenpanne hatte zunächst entlang der A7 zwischen Bispingen und Soltau auf einer Länge von einem Kilometer Buschwerk und Böschungen am Fahrbahnrand entfacht. Die Flammen hätten jedoch schnell den direkt angrenzenden Wald erreicht, teilte die Feuerwehr mit. Nach gut drei Stunden hatten die fast 300 Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Bis zum Abend sollten Glutnester in der dicken Humusschicht des Waldbodens bekämpft werden. „Das hat sich ganz schön tief reingefressen!“, sagte ein Feuerwehrmann beim Nachlöschen.

Waldbrand an der A7

Waldbrand an der A7

Eine größere Brandkatastrophe wurde nach Angaben der Feuerwehr nur verhindert, weil so viele Einsatzkräfte schnell am Brandort waren. „Sonst wäre das hier viel schlimmer ausgegangen“, sagt Gemeindebrandmeister Jürgen Stelter von der Feuerwehr Bispingen.

Auch auf einem breiten Mittelstreifen der A7 zwischen Soltau und Bispingen hatten Sträucher und kleine Bäume Feuer gefangen. „Wegen der starken Rauchentwicklung musste für einige Zeit der Verkehr in Richtung Hannover in diesem Bereich komplett gesperrt werden“, sagte Polizeisprecherin Sandra Wendt. Es entstand ein Stau von 15 Kilometern Länge. Rettungskräfte versorgten zum Teil die in der sommerlichen Hitze wartenden Autofahrer. Die Polizei hatte die Fahrer gebeten, die Fenster geschlossen zu halten.

dpa

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