1. az-online.de
  2. Niedersachsen

Wildeshausen: Feuer im Mehrfamilienhaus – Polizei nimmt einen Bewohner mit

Erstellt:

Von: Dierk Rohdenburg, Yannick Hanke

Kommentare

Mehrere Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen vor einem Mehrfamilienhaus in Wildeshausen, in dem es gebrannt hatte.
Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in Wildeshausen musste die Feuerwehr mehr als 50 Menschen evakuieren. © Gerrit Schröder/NonstopNews

In Wildeshausen kommt es am Dienstagabend, 20. September 2022, um 22.50 Uhr zu einem Vollbrand in einem Mehrfamilienhaus. Die Feuerwehr muss mehr als 50 Menschen retten. Ein Bewohner wurde zur Vernehmung mit auf die Wacht genommen.

Wildeshausen – Großeinsatz für die Feuerwehr in Wildeshausen: Am Dienstagabend, 20. September 2022, stand um 22.50 Uhr ein Mehrfamilienhaus in der Kreisstadt in Brand. Als die Einsatzkräfte an der Visbeker Straße eintrafen, befand sich ein kleiner Teil der über 50 gemeldeten Bewohner noch immer im Gebäude. Sie waren vom Rauch eingeschlossen, der sich vom Keller aus über das Treppenhaus ausgebreitet hatte.

Wildeshausen: Kellerbrand im Mehrfamilienhaus – Bewohner müssen evakuiert werden

Beim Eintreffen der Feuerwehr hätte es bereits massiv aus dem Keller des viergeschossigen Mehrfamilienhauses gequalmt, berichtet NonstopNews. Aufgrund von Rauchmelder-Warnungen, die sie alarmiert hatten, konnte sich ein Teil der Bewohner noch vor der Rauchausbreitung über das Treppenhaus in Sicherheit bringen.

Doch drei weitere Menschen mussten die Einsatzkräfte über eine große Steckleiter von einem Balkon aus im dritten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses in Wildeshausen retten. Nur mit Fluchthauben konnte zudem zwei weitere Menschen über das Treppenhaus nach draußen gebracht werden. Der Rauch hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits bis nach oben ausgebreitet.

Zweiter Brand im Mehrfamilienhaus nach Dezember 2021 – Bewohner vermuten Brandstiftung

Als die Feuerwehr die Wohnungen durchsuchte, fanden die Einsatzkräfte zudem noch eine Katze, die an ihren Besitzer übergeben werden konnte. Alle Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten durch den Rettungsdienst gesichtet und anschließen betreut werden. Zunächst war jedoch noch unklar, ob und wie viele der Bewohner aufgrund einer möglichen Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Zu sehen ist die Fassade eines Mehrfamilienhauses in Wildeshausen, in dem es gebrannt hatte.
Vom Keller aus hatte sich der Rauch im Mehrfamilienhaus in Wildeshausen über das Treppenhaus seinen Weg nach oben gebahnt. © Nord-West-Media TV

Die Feuerwehren aus Wildeshausen, Dötlingen und Düngstrup waren nach Angaben der Polizei mit insgesamt 150 Personen im Einsatz. Das Mehrfamilienhaus ist nicht mehr bewohnbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Höhe des Schadens können derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Indes lobte die Feuerwehr das sehr ruhige Verhalten der Bewohner, die sich nicht unnötig in Gefahr gebracht hätten. Erst im Dezember 2021 hatte es im gleichen Haus einen Kellerbrand durch Brandstiftung gegeben. Kurz davor brannte es in einem Nebenhaus. Laut NonstopNews hätte eine Bewohnerin gesagt, dass es einen Bewohner gebe, der häufig unter Drogen stünde und für Randale sorge. Am selben Abend, kurz vor dem Kellerbrand in Wildeshausen, soll die Polizei den Mann erst wieder nach Hause gebracht haben. Er hätte am Nachmittag einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie unsere Zeitung erfahren hat, wurde die Person zur Vernehmung mit auf die Wache genommen.

Auch interessant

Kommentare