Festnahmen nach Laserpointer-Attacken auf Flugzeuge

Hannover - In angetrunkenem Zustand haben fünf Monteure aus Sachsen zwei Piloten in der Region Hannover mit Laserpointern attackiert. Sie blendeten nach Polizeiangaben vom Mittwoch über Wunstorf die Piloten einer Bundeswehrmaschine und eines Kleinflugzeuges. Die Männer wurden festgenommen.

Ermittlungen ergaben, dass sie das grelle Licht vom Balkon einer Wohnung in Mesmerode bei Wunstorf gegen die Flugzeuge gerichtet hatten. Gegen die Männer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr eingeleitet. Der 45 Jahre alte Pilot der Transall-Maschine war am Dienstagabend in 600 Metern Höhe über Wunstorf in einer Rechtskurve geblendet worden.

Er habe unverletzt umgehend zum Fliegerhorst Wunstorf zurückkehren können, teilte ein Polizeisprecher mit. Minuten später traf das grelle Licht den Angaben zufolge den 46 Jahre alten Piloten einer Cessna in 1200 Metern Höhe. Das Radarkontrollzentrum der Deutschen Flugsicherung hatte den Vorfall gemeldet.

Im vergangenen Jahr gab es im Bereich der Polizeidirektion Hannover zehn Laserpointer-Angriffe auf Flugzeuge. Seit Juni 2011 gibt es den Angaben zufolge einen Informationsaustausch zwischen der Polizeidirektion Hannover, der Bundespolizeiinspektion des Flughafens Langenhagen, der Deutschen Flugsicherung, der Polizeihubschrauberstaffel der Zentralen Polizeidirektion und der Vereinigung Cockpit . Damit könne die Polizei nun wesentlich schneller reagieren und gezielter fahnden, teilte der Polizeisprecher mit. Angriffe mit Laserpointern gefährden die Sicherheit des Luftverkehrs und können zu schwerwiegenden Gesundheitsschäden bei den Piloten führen.

Gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren geahndet werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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