Anfangsverdacht:

Nach Explosion in Ritterhude gerät Gewerbeaufsicht ins Visier

+
Eine gewaltige Explosion versetzt die Einwohner von Ritterhude in Angst und Schrecken.

Verden/Ritterhude - Knapp vier Monate nach der Explosion einer Chemiefabrik in Ritterhude bei Bremen hat die Staatsanwaltschaft Verden ihre Ermittlungen ausgeweitet.

Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung gegen einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Gewerbeaufsichtsamtes Cuxhaven, sagte Staatsanwalt Lutz Gaebel am Montag in Verden. Einzelheiten wollte Gaebel nicht nennen. Die Behörde ermittelt bereits seit Ende November gegen die Geschäftsleitung des Entsorgungsbetriebes für chemische Abfälle. In den Fällen gebe es noch keine Ergebnisse, sagte Gaebel. „Die Ermittlungen sind sehr schwierig.“

Auch zur Brandursache gibt es nach Angaben von Gaebel nach wie vor keine Erkenntnisse. „Das kann noch Monate dauern.“ Solange bleibt die Brandstelle beschlagnahmt.

Die Firma war am 9. September nach einer Explosion in Flammen aufgegangen. Ein Mitarbeiter kam dabei ums Leben. Da der Betrieb mitten in einem Wohngebiet liegt, wurden 40 Wohnhäuser zum Teil schwer beschädigt. Erst ein paar Monate vor der Explosion hatte das Gewerbeaufsichtsamt Cuxhaven die Chemiefabrik kontrolliert. Nach Auskunft des Amtes gab es bei der routinemäßigen Prüfung keine Beanstandungen. dpa

Explosion in Ritterhude

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare