Gartenfläche inicht mehr gesperrt

Entwarnung nach Gift-Unfall in Oldenstadt – Cyanid wurde neutralisiert

Dreimal kam es in Oldenstadt zu einem Einsatz wegen giftiger Substanzen. Vermutlich handelte es sich dabei um Blausäure, die nach neuesten Laboruntersuchungen aber neutralisiert werden konnte.
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Dreimal kam es in Oldenstadt zu einem Einsatz wegen giftiger Substanzen. Vermutlich handelte es sich dabei um Blausäure, die nach neuesten Laboruntersuchungen aber neutralisiert werden konnte.

Uelzen-Oldenstadt – Dreimal mussten Einsatzkräfte der Uelzener Feuerwehr Ende September und Anfang Oktober nach Oldenstadt im Landkreis Uelzen ausrücken.

Ein Ortsbewohner hantierte mit Blausäure beziehungsweise Cyanid – zu damals gezogenen Proben liegen nun die Labor-Ergebnisse vor: Demnach waren die genannten Giftstoffe bei der Untersuchung nicht mehr nachzuweisen.

Cyanid neutralisiert

„Nachgewiesen werden konnten jedoch Kalium und Natrium, von denen keine Gefahren für die Bevölkerung ausgehen“, berichtet Kreissprecher Martin Theine. Das Umweltamt des Landkreises schließt daraus, dass das potenzielle Kaliumcyanid – also das Kaliumsalz der Blausäure – über eine chemische Reaktion neutralisiert worden ist.

Ähnlich hatte es auch der Anwohner gegenüber der AZ geschildert. So habe er das Cyanid mithilfe einer chemischen Reaktion ungefährlich machen wollen, wobei jedoch auch flüssiges Cyanid von ihm verschüttet worden sei. Aus Angst habe er die Schalen im Garten vergraben. Das löste die ersten Feuerwehr-Einsätze aus.

Absperrungen auf dem Grundstück und die Abdeckung des Bodens sind laut Theine jetzt nicht mehr erforderlich. Vor Ort seien keine weiteren Maßnahmen notwendig, da der Gefahrgutzug der Feuerwehr bereits im Rahmen der damaligen Einsätze die Umgebungsluft auf gefährliche Stoffe gemessen habe. Sämtliche Messungen seien negativ ausgefallen.

Rechtliche Schritte offen

Die genommenen Proben bleiben nun beim Landkreis in Verwahrung, da es sich laut Theine um potenzielles Beweismittel handelt. Die Staatsanwaltschaft prüfe den Sachverhalt derzeit strafrechtlich. Der Verursacher habe seitens des Landkreises einen Kostenfestsetzungsbescheid zu erwarten.

Theine weist darüber hinaus in Bezug auf Auskunft des Umweltamtes darauf hin, dass für Chemikalien im Privatbesitz keine generelle Anzeigenpflicht bestehe. Nur der Besitz bestimmter Chemikalien sei gesetzlich verboten. Ob also noch weitere gefährliche Stoffe in Haushalten im Landkreis gelagert werden, könne nicht abschließend geklärt werden.

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