Dritter Schweinegrippe-Todesfall in Niedersachsen

Hannover - In Niedersachsen gibt es einen dritten Todesfall durch die Schweinegrippe. Ein elf Jahre altes schwerstbehindertes Mädchen starb im Kreis Grafschaft Bentheim nach der Infektion mit der Neuen Influenza, wie das Niedersächsische Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mitteilte.

Die Labordiagnose war am 16. November gestellt worden. Bis zur H1N1-Infektion war das Mädchen, das unter anderem an einer Atemstörung litt, zu Hause gepflegt worden. Es wurde in eine Klinik eingewiesen und starb dort am Wochenende. Die Familie der Elfjährigen war zuvor auch an der Schweinegrippe erkrankt.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Mechthild Ross-Luttmann (CDU) äußerte sich betroffen: „Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.“ Es gelte umso mehr, mit einer Impfung besonders die Menschen vorrangig zu schützen, die im Falle einer Erkrankung möglicherweise ernsthafte Komplikationen zu befürchten hätten. „Dazu gehören Menschen mit chronischen Erkrankungen und Personal in Krankenhäusern sowie Pflegeheimen.“

In den vergangenen Wochen waren bereits eine 57 Jahre alte Patientin aus Delmenhorst und eine 52 Jahre alte Frau aus Osnabrück an der Schweinegrippe gestorben. Auch nach dem dritten Todesfall sieht das Landesgesundheitsamt keinen Anlass zu großer Sorge. Man müsse die Gefahren der Schweinegrippe an der herkömmlichen Grippe messen, an deren Folgen in normalen Jahren bundesweit bis zu 10 000 Menschen sterben, sagte ein Sprecher am Montag.

Quelle: kreiszeitung.de

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