Drei Jahre Haft weil er Opfer mit Kopftritten misshandelte

Braunschweig - Weil er seinen Zechkumpel mit einem Sprung auf den Kopf schwer verletzt hat, ist ein 20-Jähriger aus dem Kreis Wolfenbüttel zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich der schweren Körperverletzung schuldig machte. Da der junge Mann betrunken war und im Affekt gehandelt habe, gingen die Richter im Landgericht Braunschweig am Donnerstag aber von vermindertet Schuldfähigkeit aus. Zunächst muss der 20-Jährige in eine Entziehungsanstalt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Er hatte angeben, seit seinem elften Lebensjahr Alkohol zu trinken. Wenn der Entzug nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen sein sollte, könnte die Reststrafe des jungen Mannes zur Bewährung ausgesetzt werden.

Der Staatsanwalt hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert, der Anwalt hielt eine Strafe von unter drei Jahren Gefängnis für angebracht. Der Angeklagte hatte gestanden, seinem langjährigen Bekannten im Januar auf der Treppe des Braunschweiger Schlosses auf den Kopf gesprungen zu sein. Anschließend hatte er sein wehrloses Opfer mit weiteren Tritten attackiert. Er habe nach einem Streit die Kontrolle über sich verloren, hatte er ausgesagt. Erst als Passanten einschritten, ließ er von dem 19-Jährigen ab. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare