Demonstration in Hannover:

5600 Schüler demonstrieren gegen rot-grüne Bildungspolitik

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Schüler demonstrieren am Dienstag in der Innenstadt von Hannover (Niedersachsen) mit Plakaten. Die Schüler wenden sich gegen die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung und gegen die geplante Erhöhung von Unterrichtsstunden bei Gymnasiallehrern.

Hannover - Tausende Kinder und Jugendliche sind in Hannover für ihre Lehrer auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die geplante Mehrarbeit an Gymnasien. Lassen sich die Schüler von ihren Pädagogen instrumentalisieren?

Rund 5600 Schüler haben in Hannover gegen die Bildungspolitik der rot-grünen Landesregierung demonstriert. Sie forderten Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) auf, die geplante Mehrarbeit für Gymnasiallehrer zurückzunehmen. „Wir wollen Lehrer ohne Burn-Out“ oder „Ich sag's Mama. Die wählt euch nicht mehr“ stand auf den Plakaten. Zwei Schülerinnen der Kooperativen Gesamtschule Neustadt hatten die Demonstration angemeldet. Die beiden 17-Jährigen befürchten eine Verschlechterung der Unterrichtsqualität.

Die Lehrerverbände waren bereits im August wegen die Kürzungspläne der Landesregierung auf die Straße gegangen. Nach Angaben des niedersächsischen Philologenverbands haben bereits die Personalräte von mehr als 50 der gut 290 Gymnasien beschlossen, Klassenfahrten und anderen freiwillige Zusatzarbeiten zu streichen, sollte Rot-Grün an den Plänen festhalten.

Die Teilnahme an der Schüler-Demo am Vormittag wird an den meisten Schulen als unentschuldigter Fehltag gewertet, weitere Konsequenzen hat das für die betroffenen Kinder aber nicht. Die Organisatorin Jella Misera betonte: „Wir legen sehr viel Wert darauf, dass wir uns nicht von unseren Lehrern instrumentalisieren lassen, sondern dass wir uns mit ihnen solidarisieren.“ Die Mehrarbeit werde Konsequenzen für die Schüler haben. Sollten die Lehrer eine Stunde mehr unterrichten müssen, werde es noch weniger Zeit für individuelle Lernförderung geben, sagte Misera.

Ministerin Heiligenstadt verwies am Dienstag darauf, dass die Mehrarbeit notwendig sei, um die 420 Millionen Euro umfassende Zukunftsoffensive Bildung zu finanzieren. „Wir werden zusätzliche Ganztagsschulen schaffen, wir werden die vorhandenen deutlich besser ausstatten, wir werden zum Beispiel mehr Schulpsychologen, mehr Schulentwicklungsberater einstellen, wir werden mehr für die Inklusion tun“, sagte die SPD-Politikerin. Dies alles komme den Schülern zugute.

Die schulpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, Ina Korter, erklärte, ihre Partei setze sich für Entlastungen der Lehrkräfte ein. Die Lehrer sollten aber ihren Unmut nicht auf dem Rücken der Schüler austragen. „Die Streichung von Klassenfahrten als Druckmittel gegenüber der Landesregierung einzusetzen, ist unserer Ansicht nach unangemessen“, sagte Korter.

dpa

Bilder von der Demonstration

Schüler demonstrieren in Hannover gegen Bildungspolitik

Quelle: kreiszeitung.de

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