Lockdown bis 31. Januar

Coronavirus: Niedersachsen gegen verschärften komplett Lockdown

Die Corona-Lage in Niedersachsen entspannt sich auch Mitte Januar noch nicht. Die Landesregierung befürchtet, wenn die Regeln weiter verschärft werden, sinkt die Akzeptanz in der Bevölkerung.

  • Die erneuten Bund-Länder-Beratungen werden auf den 19. Januar vorgezogen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Niedersachsen am Montag bei einem Wert von 103,8.
  • Die Landesregierung fordert verbindliche Regelungen für das Homeoffice.

Dieser Coronavirus-Ticker für Niedersachsen ist beendet und wird hier weitergeführt.

Update, 18. Januar 14.59: Vor dem Bund-Länder-Treffen zum Kurs in der Corona-Krise hat sich die niedersächsische Landesregierung für eine Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar ausgesprochen. Von einem weiter verschärften kompletten Lockdown halte das Bundesland indes mit Blick auf die wirtschaftlichen Schäden gar nichts, sagte Staatssekretär Jörg Mielke am Montag in Hannover in einer Sondersitzung des Sozialausschusses. „Wir werden keine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen vorschlagen.“ Wie Mielke sagte, drohten sonst Akzeptanzprobleme. „Wir stellen fest, wir sind dabei, die Schrauben zu fest zuzudrehen.“ Auch eine nächtliche Ausgangssperre finde keine Unterstützung aus Niedersachsen.

Bund und Länder beraten am Dienstag, ob der aktuelle bis Ende Januar geltende Lockdown verlängert oder noch verschärft werden muss. Das ursprünglich für den 25. Januar geplante Treffen war wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage und der Sorge vor Virusmutationen vorgezogen worden.

Landesregierung fordert verbindliche Homeoffice-Regelung

„Wir fordern eine verbindliche Regelung zum Homeoffice“, erklärte Staatssekretär Mielke. Denkbar sei eine Rechtfertigungsverpflichtung für Arbeitgeber, die den Wunsch von Angestellten nach einem Arbeiten von zu Hause aus ablehnen. Alternativ werde Niedersachsen sich mit anderen SPD-geführten Ländern für die Verpflichtung zu mehr Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz stark machen. Dabei gehe es um Testmöglichkeiten sowie die Verfügbarkeit von Masken.

Die Landesregierung fordert einheitliche Regeln für das Homeoffice.

Bei der geltenden Maskenpflicht künftig wie bereits in Bayern das Tragen von FFP2-Masken vorzuschreiben, lehne die niedersächsische Landesregierung ab, sagte Mielke. FFP2-Masksen seien nicht für alle Personen und alle Lebenssituationen geeignet, hieß es zur Begründung. Allerdings könne man sich verstellen, etwa im öffentlichen Nahverkehr oder beim Besuch von Heimen das Tragen einfacher OP-Masken vorzuschreiben und selbstgenähte Stoffmasken, die einen geringeren Schutz bieten, dort nicht mehr zuzulassen.

Das Niedersäschische Landesgesundheitamt (NLGA) meldet am Montagmorgen 662 neue offizielle Infektionen mit dem Coronavirus. Damit liegt die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie nun bei 129.324 Infektionen in Niedersachsen. Außerdem meldet das NLGA 15 weitere Todesfälle in Niedersachsen. Die 7-Tages-Inzidenz liegt somit nun bei 103,8

Update, 17. Januar, 13.20 Uhr: In den Landkreisen Heidekreis, Cloppenburg, Ammerland, Wolfenbüttel, Oldenburg und in den kreisfreien Städten Salzgitter und Delmenhorst kam es am Wochenende zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Verordnung. Immer wieder waren laut Polizei Corona-Partys oder unerlaubte Ansammlungen von Menschen der Grund dafür.

Update, 17. Januar, 10.54 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am Sonntagmorgen einen Anstieg der offiziell bestätigten Corona-Infektionen um 1250 Fälle auf insgesamt 128.662 bestätigte Fälle im Verlauf der Pandemie. Außerdem meldet das NLGA elf weitere Todesfälle mit einer akuten Covid-19-Erkrankung. Die Sieben-Tages-Inzidenz sinkt hingegen im Vergleich zum Vortag von 102,7 auf 99,8 für ganz Niedersachsen.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:128.662
Differenz zum Vortag:+1250
Verstorbene:2629 (+11)
Sieben-Tage-Inzidenz:99,8
Stand und Quelle:17. Januar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Corona in Niedersachsen: Frau stirbt nach Impfung - Ergebnis der Rechtsmedizin steht fest

Update, 16. Januar, 17.39 Uhr: Der Tod einer 90-jährigen Frau in einem Seniorenheim in Weyhe im Landkreis Diepholz hat laut Staatsanwaltschaft Verden nichts mit einer vorherigen Corona-Impfung zu tun. Die Rechtsmedizin habe keinen Zusammenhang festgestellt, teilte der Landkreis am Samstag mit. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe aber abzuwarten. (dpa)

Update, 16. Januar, 14.22 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat ältere Menschen um Geduld bei der Terminvergabe für Impfungen gegen das Coronavirus gebeten. Die entsprechende Hotline werde in den ersten Tagen sicher sehr häufig in Anspruch genommen, sagte die SPD-Politikerin am Samstag dem Radiosender NDR1 Niedersachsen. Ab dem 28. Januar sollen über 80-jährige Niedersachsen, die nicht in Heimen leben, Termine über eine Hotline und eine Internetplattform vereinbaren können. Das Impfen soll laut Ministerium im Februar beginnen. (dpa)

Update, 16. Januar, 12.22 Uhr: Bei einem Einsatz gegen eine illegale Geburtstagsfeier in Delmenhorst ist es zu Widerstand und Flaschenwürfen gegen Polizisten gekommen. Die Polizei war kurz vor Mitternacht über eine Ruhestörung durch eine Party mit mindestens zwölf Personen informiert worden. Nachdem sie die Party aufgelöst hatten, rückten die Beamten am Morgen erneut aus, da einige Feierende die Party fortgesetzt hatten. (dpa)

Update, 16. Januar, 11.04 Uhr: Zum Wochenende meldet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) einen Anstieg der Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden um 1177 auf insgesamt 127.412. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Samstag (Stand: 9.00 Uhr) bei einem Wert von 102,7. Das NLGA meldet zudem 46 weitere verstorbene Personen.

Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Neuansteckungen mit dem Lockdown in Deutschland bisher nicht weit genug gedrückt werden konnten, ziehen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder ihre eigentlich erst für den 25. Januar geplanten nächsten Beratungen auf kommenden Dienstag, 19. Januar, vor. (dpa)

Bei den Staatsanwaltschaften sind landesweit seit dem ersten Lockdown im Frühjahr im Jahr 2020 insgesamt 1534 Ermittlungsverfahren aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Regeln eingegangen. Die meisten davon beträfen sogenannte Ordnungswidrigkeiten, also Bußgeldverfahren, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Neben dem Biontech-Impfstoff ist Moderna der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff.

In diesen 1255 Ordnungswidrigkeitsverfahren gehe es um viele verschiedene Vorwürfe – von Verstößen gegen das Abstandsgebot über nicht getragene Masken bis hin zu unerlaubt geöffneten Bars oder Gaststätten, erklärte der Sprecher. Es gebe aber auch bislang 279 strafrechtliche Ermittlungsverfahren, darunter fielen beispielsweise Verstöße gegen Quarantäneanordnungen. Es kann aber auch um Verstöße gegen Auflagen gehen, die ein an Covid-19 Erkrankter „im Bewusstsein seiner Erkrankung begeht“. So etwa in Göttingen, wo im Mai 2020 ein 27-Jähriger trotz einer Corona-Infektion ins Fitnessstudio gegangen sein soll. Die Staatsanwaltschaft erhob in dem Fall Anklage wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen. (dpa)

Niedersachsen bewertet Verteilschlüssel für den Corona-Impfstoff als fair

Der für Niedersachsen gewählte Verteilschlüssel für den Corona-Impfstoff ist aus Sicht des Ministeriums fair. Er beruht auf der Einwohnerzahl. Ansonsten würden zusätzliche Lieferungen an einzelne Landkreise bedeuten, dass diese Impfstoffmengen einem anderen Landkreis weggenommen werden müssten, so der Sprecher. Inzwischen wurden in Niedersachsen mindestens 78.174 Menschen gegen das Coronavirus geimpft. (dpa)

Niedersachsen wird wie andere Bundesländer in den kommenden Wochen weniger Impfstoff der Hersteller Biontech und Pfizer erhalten als angekündigt. Das teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Freitag mit. Als Grund für die Lieferprobleme wurden Umstellungen im Produktionsprozess in einem Werk des Herstellers Pfizer genannt.

Die Impfstoff-Lieferungen werden in den kommenden Wochen in Niedersachsen und den anderen Bundesländern kleiner ausfallen.

Die Lieferung über rund 68.000 Impfdosen, die für den 19. Januar erwartet wird, sei nicht betroffen und soll wie geplant eintreffen. „Es wird aber erwartet, dass die Folgelieferungen in den nächsten Wochen kleiner ausfallen werden“, so Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). Für das Bundesland Bremen gilt dasselbe, wie der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, sagte.

Reimann verwies darauf, dass bereits die ursprünglich für Niedersachsen angekündigten rund 60.000 Impfdosen pro Woche nicht ausreichen, um alle impfberechtigten Personen mit der höchsten Priorität in Niedersachsen zügig zu impfen. Nun könne es noch länger dauern. Die Stabilität der Lieferungen müsse sich so schnell wie möglich verbessern. Jede kurzfristige Änderung der Impfstoffmenge habe Auswirkungen auf die Lieferpläne und führe bei den Menschen, die auf eine Impfung warten, zu Enttäuschung und in den Kommunen, die die Impfzentren betreiben, zu Unsicherheit. (dpa)

Oldenburg und Osnabrück impfen Krankenhaus-Personal mit Moderna-Impfstoff

Mit dem Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna sind am Freitag in Oldenburg und Osnabrück Beschäftigte von Krankenhäusern geimpft worden. Die Stadt hat zunächst 1200 Moderna-Impfdosen zur Verfügung, wie Sprecher Reinhard Schenke sagte. Impfungen sind demnach in drei Kliniken geplant. Bis die 1200 Dosen verbraucht sind, werde es mehrere Tage dauern.

In Osnabrück wurden Mitarbeiter von zwei Krankenhäusern geimpft, wie Simon Vonstein von der Pressestelle der Stadt sagte. Ihm zufolge hat die Stadt 1200 Moderna-Dosen zur Verfügung, diese Impfungen sollen im Laufe von vier bis fünf Tagen abgeschlossen werden. Der Moderna-Impfstoff ist der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer.

Noch kein Beschluss Beschränkungen bis Ostern fortzusetzen

Update, 15. Januar, 13 Uhr: Vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen über den Kurs in der Corona-Krise hat Niedersachsens Landesregierung vor kategorischen Festlegungen für die kommenden Monate gewarnt. Die Situation sei auch in Niedersachsen weiterhin ernst und die beiden Virus-Mutationen seien eine große Unbekannte, deren Auswirkungen noch nicht eingeschätzt werden könnten, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Freitag in Hannover.

Dennoch wehre Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sich dagegen, eine Fortdauer von Beschränkungen nun bereits bis Ostern zu beschließen. „Wenn die Inzidenzen heruntergehen, muss man darauf reagieren mit entsprechenden Lockerungen.“

Die Zahl der Neuinfektionen in Niedersachsen ging am Freitag leicht zurück, ebenso die der Klinikpatienten und die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz, die auf 105,7 sank - nach 108,6 am Vortag. Der Wert gibt die Zahl der Menschen an, die sich in der vergangenen Woche gerechnet auf 100 000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert haben.

Polizei löst Kindergeburtstag mit 30 Teilnehmern in Hameln auf

Update, 13. Januar, 12.52 Uhr: Nach Angaben der Polizei verlief die erste Nacht der Ausgangsbeschränkungen im Kreis Gifhorn ruhig. „Es wurde sich an die Ausgangssperre gehalten, heißt es im Bericht“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. In Hameln hingegen hat die Polizei einen Kindergeburtstag mit 30 Gästen aufgelöst. Um von den Beamten nicht entdeckt zu werden, schloss sich eine Frau mit fünf Kindern in der Toilette ein, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. „Die anderen haben sich in Schränken versteckt.“ Nachbarn hatten sich am Dienstag bei der Polizei über den Kindergeburtstag beschwert. Entgegen der Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie trafen sich die 30 Teilnehmer in der Wohnung. Gegen die 15 anwesenden Erwachsenen wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

Update, 13. Januar, 10.28 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am Mittwochmorgen einen weiteren Anstieg der Corona-Fälle um 1562 auf eine Gesamtzahl von 123.057. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt aktuell bei 115,3. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden zudem 48 weitere Todesfälle gemeldet. Die Gesamtzahl liegt damit bei 2466.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:123.057
Differenz zum Vortag:+1562
Verstorbene:2466 (+48)
Sieben-Tage-Inzidenz:115,3
Stand und Quelle:13. Januar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update, 13. Januar, 09.12 Uhr: Die Ausgangsbeschränkungen im Kreis Gifhorn sind am Dienstagabend in Kraft getreten. Von 20 Uhr bis zum nächsten Morgen um 5 Uhr müssen die Menschen zuhause bleiben - das gilt bis Ende Januar. Der Landkreis ist niedersachsenweit am stärksten von der Infektionswelle betroffen. Die Polizei kontrolliert die neuen Regeln verstärkt. „Wir werden unsere Präsenz mit mehr Funkwagen deutlich erhöhen“, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der kurzfristigen Änderung der Regeln wolle man zunächst aber mit Fingerspitzengefühl agieren. (dpa)

Angesichts hoher Corona-Neuinfektionszahlen hat der Landkreis Gifhorn eine Ausgangssperre und ein weitreichendes Kontaktverbot verhängt. Seit Dienstagabend und bis Ende Januar soll die Ausgangsbeschränkung gelten.

In Niedersachsen haben sich rund 400 Ärzte freiwillig für den Einsatz in den 50 Impfzentren des Landes gemeldet. Das teilte die Ärztekammer Niedersachsen am Dienstag mit. Nach der Ankunft des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Moderna in Deutschland hat am Dienstag zudem die Verteilung in andere Bundesländer aus Niedersachsen begonnen. Der Moderna-Impfstoff muss bei etwa minus 20 Grad Celsius gelagert werden. Er ist 30 Tage bei Kühlschranktemperatur und zwölf Stunden bei Raumtemperatur stabil. Das Präparat von Moderna ist der zweite in der Europäischen Union zugelassene Corona-Impfstoff neben dem Mittel der Hersteller Biontech und Pfizer. Ende der Woche sollen die Impfungen mit dem neu zugelassenen Impfstoff beginnen. (dpa)

FFP2-Maskenpflicht stößt in Niedersachsen auf Skepsis

Die in Bayern erlassene Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel stößt in Niedersachsen auf Skepsis. „Ich gehe davon aus, dass Niedersachsen eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske nur dann erwägen würde, wenn auch wirklich sichergestellt ist, dass alle Menschen in Niedersachsen kostenlosen Zugang zu einer solchen Maske hätten“, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen am Dienstag in Hannover. (dpa)

In Bayern gilt vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel.

Niedersachsen möchte zudem schon bald intensiver auf Infektionen mit der Coronavirus-Mutation aus Großbritannien testen. Das Landesgesundheitsamt baue gerade seine Laborkapazität aus, um stichprobenhaft Tests auf die mutierte Virenform aus Großbritannien vornehmen zu können, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. Ein solcher anlassbezogener Test habe im Landkreis Vechta nun zum Nachweis einer Infektion mit der britischen Virus-Variante bei zwei Personen geführt, die Ende Dezember von einem Großbritannien-Aufenthalt zurückkehrten. Da die beiden Betroffenen sich unverzüglich in Quarantäne begaben, kamen sie nur mit vier Kontaktpersonen in Berührung, bei denen sich keine Symptome ergaben und deren Quarantäne am Dienstag endete. (dpa)

Ministerpräsident Weil erwartet konsequente Nutzung aller Möglichkeiten zum Homeoffice

Update, 12. Januar, 11.45 Uhr: In Niedersachsen sind innerhalb eines Tages 71 Corona-Todesfälle gemeldet worden. Wie aus den Daten des Landesgesundheitsamts in Hannover vom Dienstag hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden zudem 673 Neuinfektionen übermittelt. Gleichzeitig überwanden geschätzte 909 Menschen ihre Erkrankung.

Damit sank die Sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt auf 118,8 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner steckten sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem neuartigen Virus an. Am Dienstag vor einer Woche waren 61 Todesfälle bei 672 Neuinfektionen gemeldet worden, die Inzidenz lag bei 91,6. (dpa)

Update, 12. Januar, 9.15 Uhr:  Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Unternehmen aufgefordert, alle Beschäftigten, soweit es geht, von zu Hause arbeiten zu lassen. Angesichts der Bedrohung durch die Corona-Mutation erwarte er „von der Wirtschaft eine konsequente Nutzung aller Möglichkeiten zum Homeoffice“, sagte Stephan Weil in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagsausgabe).

Der Regierungschef wies zugleich Kritik aus dem Bundeskanzleramt zurück, die Haltung der Ministerpräsidenten der Länder sei in der Pandemie-Bekämpfung teilweise zu zögerlich gewesen. Solche Vorwürfe seien „Teil eines Schwarzer-Peter-Spiels“, das niemandem helfe. „Pandemiebekämpfung war, ist und bleibt eine Gemeinschaftsaufgabe“, betonte Stephan Weil.

Als „unbefriedigend“ bezeichnete der Ministerpräsident die fehlende Weiterentwicklung der Corona-Warn-App. Die Politik habe in den vergangenen Monaten in so viele Grundrechte eingreifen müssen, dass sich ihm nicht erschließe, warum das Recht auf informationelle Selbstbestimmung da eine solche Ausnahme bilden müsse. Die Corona-Warn-App sei zwar kein Allheilmittel – „aber einen wesentlich größeren Beitrag als bisher könnte sie ganz sicher leisten“. (dpa)

Update, 10. Januar, 8 Uhr:  Obwohl die Coronavirus-Zahlen in Niedersachsen noch immer unter dem Niveau anderer Bundesländer liegen, greift seit Sonntag ein verschärfter Lockdown. Die grundsätzliche Verschärfung betrifft die Kontaktregeln: Über den eigenen Hausstand hinaus sind Treffen nur noch mit einer einzigen weiteren Person möglich, und zwar draußen und auch drinnen im Privaten. Die meisten Schüler bleiben den ganzen Januar im Distanzlernen, nur ein kleinerer Teil kann für den Unterricht in die Schule. Für jüngere Schüler sowie bei den Kindertagesstätten gibt es eine Notbetreuung. Erlaubt bleibt auch die private Betreuung von Kindern in Kleingruppen, wenn Eltern sich untereinander aushelfen.

Die Corona-Regeln gelten bis Ende Januar. Mit ihnen werden die Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Dienstag in Landesrecht umgesetzt.

Von Montag an gelten außerdem verschärfte Quarantäne-Regeln für Reiserückkehrer aus ausländischen Risikogebieten. Diese müssen nach Möglichkeit höchstens 48 Stunden vor oder spätestens bei der Einreise einen Corona-Test machen lassen. Die vorgeschriebene zehntägige Quarantäne kann vom fünften Tag an mit einem zweiten Corona-Test verkürzt werden - vorausgesetzt, dieser fällt negativ aus.

Update, 9. Januar, 11 Uhr: Trotz zahlreicher Appelle zieht das weiße Winterwetter erneut viele Ausflügler in Deister, Harz und Solling - laut den Polizeibehörden waren am Samstag zunächst aber weniger Menschen unterwegs als etwa noch am vorherigen Wochenende. Wegen möglicher Überfüllung und des Ansteckungsrisikos in der Corona-Pandemie hatten die Behörden eigentlich von Ausflügen in den winterlichen Harz abgeraten.

Viele Operationen, die wegen der Corona-Pandemie verschoben wurden, werden nun nachgeholt. Dadurch steigt der Bedarf an Spenderblut sprunghaft an. Foto: Thomas Frey/dpa

Die Parkplätze etwa in Torfhaus (Kreis Goslar) waren bereits am Samstagmorgen wieder frequentiert. Zu Staus oder Straßensperrungen sei es bislang aber nicht gekommen, so der Sprecher. Die Polizei Hannover meldete, dass sich vor allem in Springe Parkplätze rund um den Deister füllten. Polizei und Ordnungskräfte waren mit zahlreichen Einsatzkräften an den Ausflugszielen im Einsatz und zeigten Präsenz.

Update, 8. Januar, 11.30 Uhr: Die Zahl der neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Niedersachsen liegt weiter auf hohem Niveau. Das Landesgesundheitsamt meldete am Freitag 1.762 neue Fälle im Vergleich zum Vortag (Gesamt: 117.541 Infektionen). Binnen eines Tages wurden zudem 45 weitere Todesfälle (Gesamt: 2.284) erfasst.

Der Sieben-Tage-Wert für Niedersachsen lag bei 98,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die Regionen mit den höchsten Werten waren laut Landesgesundheitsamt die Landkreise Osnabrück (182,1) und Gifhorn (179,0). Ab einem Wert von 200 ermöglicht die neue Corona-Verordnung des Landes es den Kommunen, die Bewegungsfreiheit der Bewohner auf einen Radius von 15 Kilometern zu beschränken, sofern keine triftigen Gründe wie medizinische Notfälle vorliegen. (dpa)

Update, 8. Januar, 8.30 Uhr: In der Corona-Krise sind mehrere Tausend Operationen in Niedersachsens Krankenhäusern abgesagt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Demnach wurden allein an 14 der 169 Plankrankenhäuser seit März 2020 rund 7.745 Operationen verschoben. Auch an den Unikliniken gingen die Eingriffe deutlich zurück: An der Medizinischen Hochschule Hannover gab es von März bis Mai rund 2.000 Operationen weniger als im selben Zeitraum ein Jahr zuvor, an der Universitätsmedizin Göttingen waren es rund 1.900 OPs weniger. 

Corona-Lage in Niedersachsen: Einige Operationen auf Wunsch der Patienten verschoben

Bei den Verschiebungen handelt es sich den Angaben zufolge um OP-Termine, die entweder von den Krankenhäusern oder von den Patienten selbst abgesagt wurden. Vollständige Angaben darüber, wie viele dieser Eingriffe mittlerweile nachgeholt wurden, lagen nicht vor. An den Unikliniken in Hannover und Göttingen sei jedoch der überwiegende Anteil nachgeholt oder in anderen Einrichtungen versorgt worden. Einige Operationen seien aber auch auf Wunsch der Patienten wegen der anhaltenden Pandemie weiter zurückgestellt worden.

Laut Regierung ist absehbar, dass wegen der zweiten Corona-Welle auch in den nächsten Wochen wieder Operationen verschoben werden müssen. Nach Angaben der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft (NKG) war das an einzelnen Kliniken sogar schon Anfang Dezember der Fall, um genügend Kapazitäten freizuhalten. (dpa)

Update, 7. Januar, 12.20 Uhr: Das Land Niedersachsen will es den Kommunen freistellen, die von Bund und Ländern beschlossene Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots zu übernehmen oder nicht. Das geht aus einem Entwurf für die neue Corona-Verordnung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Darin heißt es wörtlich: „Die örtlich zuständigen Behörden können (...) den Bewegungsradius jeder Person auf 15 Kilometer um den Wohnort beschränken“, wenn der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner über 200 steigt. Ob mit dem Wohnort die private Adresse oder die Gemeindegrenze gemeint ist, geht aus dem Entwurf nicht hervor.

Coronavirus in Niedersachsen: Reisen nicht erlaubt

Als triftige Gründe, den Radius zu verlassen, werden insbesondere Fahrten zur „medizinischen, psychosozialen oder veterinärmedizinischen Behandlung“ genannt. Reisen oder tagestouristische Ausflüge fallen hingegen explizit nicht darunter.

Gelten sollen die verschärften Corona-Regeln, zu denen auch eine Beschränkung der Kontakte auf einen Haushalt und eine weitere Person zählt, von Sonntag an. Der Entwurf der Landesverordnung befindet sich derzeit in der Abstimmung, Änderungen sind also noch möglich. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Ausnahme von Kontaktregel für Begleitung von Behinderten geplant

Niedersachsen plant bei der Verschärfung der Kontaktregeln eine Ausnahme für die Begleitung von Menschen mit Behinderung. Das geht aus einem Entwurf für die neue Corona-Verordnung des Landes hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die genaue Formulierung der Ausnahme, die sich auf die Beschränkung von Treffen auf einen Haushalt plus eine weitere Person bezieht, war noch offen und sollte vom Sozialministerium nachgereicht werden.

Kritik am Bewegungsradius: Wie viel bringt die Maßnahme?

Update, 6. Januar, 11.30 Uhr: Die erneute Verschärfung der Corona-Regeln tritt in Niedersachsen frühestens am Samstag in Kraft. Das teilte eine Regierungssprecherin am Mittwoch in Hannover mit. Die Beschlüsse von Bund und Ländern würden derzeit in Landesrecht übertragen. Die Sprecherin rief aber dazu auf, die neuen Vorgaben schon jetzt freiwillig zu befolgen und die Kontakte weiter zu reduzieren.

Update, 6. Januar, 8.30 Uhr: Die nach wie vor angespannte Corona-Infektionslage dürfte nach Einschätzung von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wohl noch weit über den verlängerten Lockdown hinaus anhalten. Er rechne aus derzeitiger Sicht bis Ende März mit einer insgesamt schwierigen Situation, sagte der SPD-Regierungschef am Mittwochmorgen im Norddeutschen Rundfunk. „Danach wird es hoffentlich besser.»“

Corona in Niedersachsen: „Dem Virus sind unsere Gefühle egal“

Er könne nachvollziehen, dass viele Bürgerinnen und Bürger ein starkes Gefühl der Verwirrung spürten, sagte Weil. Es sei aber wichtig, jetzt weiter durchzuhalten: „Dem Virus sind unsere Gefühle egal, wir können es nicht laufen lassen.“ Bezogen auf die Fallzahlen und Belastung des Gesundheitssystems stehe sein Land aktuell „immer noch auf der guten Seite“, meinte Weil. „In Ostdeutschland dagegen gibt es zunehmend Alarmrufe aus den Kliniken. Das sollte uns auch in Niedersachsen Warnung genug sein, nicht nachzulassen.“

„Was das Impfen angeht, haben wir die Impfmenge weg, die uns zur Verfügung steht“, erklärte Weil. Bisher ist Niedersachsen laut Zahlen vom Dienstag mit 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner regionales Schlusslicht. Viele weitere Landkreise wie Goslar oder Northeim starteten am Dienstag jedoch Impfaktionen in Alten- und Pflegeheimen. (dpa)

Update, 6. Januar, 8 Uhr: Niedersachsen will die bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise beschlossene Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots nicht ohne weiteres umsetzen. Nötig sei eine gesonderte Begründung zur Verhältnismäßigkeit, wie sie das Oberverwaltungsgericht bereits bei anderen Einschränkungen angemahnt hat, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstagabend in Hannover. „Das ist für uns Teil des Prüfprogramms, ob und wann die Regelung zur Anwendung kommt, am liebsten gar nicht.“

Sowohl bei der Einführung einer Sperrstunde als auch beim Böllerverbot habe das Gericht eine triftige Begründung verlangt, der bloße Verweis auf die Bund-Länder-Beschlüsse habe den Richtern nicht gereicht, erklärte Weil.

Kritik am Bewegungsradius: Wie viel bringt die Maßnahme?

Nach den neuen Beschlüssen kommt auf Menschen in Landkreisen mit sehr hohen Corona-Infektionszahlen eine drastische Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern sollen die Länder lokale Maßnahmen ergreifen, um den Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den Wohnort zu begrenzen. In Niedersachsen gibt es derzeit aber keinen Landkreis, in dem die 7-Tage-Inzidenz an 200 heranreicht. (dpa)

Update, 5. Januar, 15.14 Uhr: Das Land Niedersachsen unterstützt Produktionen der besonders unter dem Corona-Lockdown leidenden freien Theaterszene mit 485.000 Euro. Auf diese Weise würden insgesamt 32 Produktionen der professionellen freien Theater gefördert, teilte das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Dienstag in Hannover mit. 48 Projektanträge seien beim Ministerium eingegangen. Grundlage für die Auswahl der 32 Produktionen seien Empfehlungen des ehrenamtlich besetzten Theaterbeirates aus unabhängigen Experten der freien Szene gewesen.

Niedersachsen ist bisher beim Impfen gegen das Coronavirus langsamer als die anderen Bundesländer. Nach Daten des Robert Koch-Instituts haben bis Dienstag landesweit 8665 Menschen die vor Covid-19 schützende Spritze erhalten. Das waren 1,1 Impfungen pro 1000 Einwohner - kein anderes Bundesland hatte eine so geringe Quote.

Niedersachsen hofft auf baldigen Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna

Update, 5. Januar, 14.20 Uhr: Niedersachsen hofft bereits von der kommenden Woche an, auch den Corona-Impfstoff von Moderna einsetzen zu können, dessen Zulassung unmittelbar erwartet wird. Unklar sei aber noch, wie viele Moderna-Impfdosen Niedersachsen erhalten wird, sagte die Vize-Chefin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Dienstag in Hannover. (dpa)

Die Bundesregierung will bei der geplanten zusätzlichen Produktion von Corona-Impfstoffen in Deutschland aufs Tempo drücken. So wollen die zuständigen Minister unter Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch beraten, an welchen Stellen zusätzliche Produktion durch die Bundesregierung unterstützt werden kann, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Dienstag in Berlin erfuhr. Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Merkel an diesem Dienstag forderte der Bundes-Pflegebevollmächtigte Andreas Westerfellhaus die Bundesländer auf, einheitliche Impfregeln zu erlassen. (dpa)

Die Bundesregierung will bei der geplanten zusätzlichen Produktion von Corona-Impfstoffen in Deutschland aufs Tempo drücken.

Wegen der Corona-Pandemie erwarten mehr als die Hälfte (54 Prozent) der niedersächsischen Krankenhäuser im Jahresverlauf 2021 eine Verschlechterung ihrer wirtschaftlichen Lage. Damit seien die Kliniken im Land deutlich pessimistischer als im Bundesdurchschnitt, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) am Dienstag in Hannover mit. Ursachen für die angespannte finanzielle Situation sind demnach die erheblichen Mehrkosten in der Pandemie etwa für den Infektionsschutz sowie der Rückgang der Patientenzahl. Aus Angst vor einer Infektion hätten 2020 viele Menschen medizinische Eingriffe und somit einen Krankenhausaufenthalt vermieden. (dpa)

Verschiedene Pläne für Schulen und Kitas im Fall einer Lockdown-Verlängerung seien vorbereitet

Update, 5. Januar, 11.22 Uhr:  Wie aus den Daten des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) am Dienstag hervorgeht, wurden innerhalb von 24 Stunden 672 Neuinfektionen übermittelt. Gleichzeitig überwanden geschätzte 1007 Menschen ihre Infektion. Damit sank der Sieben-Tage-Inzidenzwert im Landesdurchschnitt auf 91,6. Damit lag Niedersachsen unter dem Bundesdurchschnitt von 134,7 am Dienstag.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:111.712
Differenz zum Vortag:+672
Verstorbene:2108 (+61)
Sieben-Tage-Inzidenz:91,6
Stand und Quelle:5. Januar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update, 5. Januar, 08.45 Uhr: Nach einer Verlängerung der Weihnachtsferien sieht es zwar nicht aus. Die exakten Vorgaben für Schulen und Kindertagesstätten will das Ministerium am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns bekanntgeben. „Für Niedersachsen gilt, dass wir für den Fall der Verlängerung des Lockdowns mehrere umsetzungsreife Varianten vorbereitet haben“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). „Welche Schritte konkret gegangen werden, wird heute und morgen beraten und dann sehr zügig kommuniziert.“ (dpa)

Die Medizinische Hochschule Hannover, die Universitätsmedizin Göttingen sowie das Klinikum Braunschweig erhalten am Mittwoch eine erste Corona-Impfstoff-Lieferung. Damit solle das besonders gefährdete Personal geimpft werden, kündigte die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) am Montag an. „Alle anderen Krankenhäuser in Niedersachsen werden über die Impfzentren vor Ort mit mobilen Teams angesteuert.“ Insgesamt wurden nach Ministeriumsangaben inzwischen mehr als 50.000 Dosen vom Land an die Impfzentren ausgeliefert, rund 10.000 stehen in dieser Woche noch für Nachlieferungen bereit. (dpa)

Stärkere Corona-Beschränkungen im Schulbetrieb zu erwarten

Update, 4. Januar, 15.49 Uhr: Niedersachsen hat nach den Beratungen der Kultusminister über die Corona-Lage an den Schulen einen Neustart nach den Weihnachtsferien mit verstärkten Beschränkungen in Aussicht gestellt. Klar sei, dass es bei einer Fortsetzung des Lockdowns nicht bei den bisherigen Einschränkungen bleiben könne, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Montag in Hannover.

Er könne sich nicht vorstellen, dass Grundschüler in voller Klassenstärke in den Präsenzunterricht zurückkehren. Auch in den Kindertagesstätten seien Einschränkungen zur Kontaktreduzierung nötig. Die exakten Vorgaben für Schulen und Kindertagesstätten will das Ministerium am Dienstag nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Verlängerung des Lockdowns bekannt geben. (dpa)

Ministerpräsident Stephan Weil regt Überarbeitung der Schuldenbremse für Länder an

Zur Bewältigung der Corona-Krise ist Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) dafür, dass die Schuldenbremse für die Länder zumindest überarbeitet wird. „Meine Sorge ist die folgende: Wir werden infolge von Corona und der Wirtschaftskrise in den nächsten Jahren deutliche Lücken in den öffentlichen Haushalten haben“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Hannover. „Und wir wissen ganz genau, dass wir in weiten Teilen des Landeshaushalts keine nennenswerten Spielräume für Konsolidierungsmaßnahmen haben.“ Das gelte etwa für Polizei, Schulen und Hochschulen.

Dies seien aber gleichzeitig diejenigen Bereiche, die den Löwenanteil eines Landeshaushalts ausmachten. „Damit wächst das Risiko, dass gerade bei den Investitionen Abstriche zu machen sind“, sagte Weil. „Wir haben insbesondere auch im Interesse der jungen Generation darauf zu schauen, dass sich die öffentliche Infrastruktur in einem guten Zustand befindet“, so Weil.

Überarbeitungsbedarf gibt es in den Regelungen der Schuldenbremse insbesondere was die rechtliche Situation für die Länder angeht“, sagte Weil. „Der Bund hat nämlich im Rahmen der Schuldenbremse einen gewissen Spielraum für eine Neuverschuldung, anders als die Länder.“ Während den Ländern eine strukturelle, also von der Konjunktur unabhängige Neuverschuldung verboten ist, sei sie dem Bund bis 0,35 Prozent des nominellen Bruttoinlandsprodukts erlaubt.  Und wenn man schon nicht die Schuldenbremse grundsätzlich infrage stellen wolle, dann könne man ja zumindest darüber nachdenken, ob diese Unterscheidung zwischen Bund und Ländern eigentlich Sinn macht. „Aus meiner Sicht macht sie das nicht“, sagte der Ministerpräsident.

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat eine Überarbeitung der Schuldenbremse in der Corona-Krise angeregt.

Der Chef der CDU-Landtagsfraktion, Dirk Toepffer, konterte, dass die Corona-Pandemie und ihre Folgen gezeigt hätten, dass die Schuldenbremse sich in ihrer jetzigen Form mehr als bewährt habe. Die Bundesländer seien in der Lage gewesen, mit großen finanziellen Mitteln flexibel und entschlossen auf die Krise zu reagieren. „Ein Vergleich zwischen den Bundes- und Landesregelungen ist der plumpe Versuch, die Schuldenbremse insgesamt durch die Hintertür in Frage zu stellen.“

Auch der niedersächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Dürr betonte, an der Schuldenbremse gebe es nichts zu rütteln. Sie sei der Grund, dass Bund und Länder in den vergangenen Jahren „einigermaßen vernünftig gewirtschaftet“ hätten, wodurch Deutschland in der Corona-Krise finanziell besser aufgestellt gewesen sei, als andere Länder. (dpa)

Landesschülerrat fordert Festhalten an geplantem Unterrichtsstart nach den Weihnachtsferien

Update, 4. Januar, 14.05 Uhr: Der Landesschülerrat hat das niedersächsische Kultusministerium dazu aufgerufen, am geplanten Unterrichtsstart nach den Weihnachtsferien festzuhalten. Wie angekündigt, sollten die meisten Jahrgänge im Wechselunterricht, dem Szenario B, unterrichtet werden, forderte der Schülerrat am Montag in Hannover. „Wir haben gesehen, wie schwerwiegend die Folgen der Schulschließungen im Frühjahr für die psychische Gesundheit und den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler waren“, sagte der Schülerratsvorsitzende Florian Reetz. „Schulschließungen müssen dringend vermieden werden.“

Beim Umgang mit Grundschulen und Abschlussjahrgängen rief der Schülerrat zu besonderer Sensibilität auf. Der Schülerrat begrüße ausdrücklich die Pläne des Kultusministeriums, in den Grundschulen nach den Ferien Präsenzunterricht mit Maskenpflicht zu organisieren. Bei den Abschlussjahrgängen empfiehlt der Schülerrat angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen anders als vom Ministerium bislang geplant einen Wechselunterricht mit geteilten Klassen. Nötig sei auch eine langfristige Planung für das zweite Halbjahr, das Anfang Februar beginnt. (dpa)

Corona-Impfungen sollen in dieser Woche auf ganz Niedersachsen ausgeweitet werden

Update, 4. Januar, 10.41 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am Montagmorgen einen weiteren Anstieg der Corona-Fälle in Niedersachsen um 431 auf die Gesamtzahl von 111.040. 12 weitere Personen sind verstorben. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt aktuell bei 94,5.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:111.040
Differenz zum Vortag:+431
Verstorbene:2047 (+12)
Sieben-Tage-Inzidenz:94,5
Stand und Quelle:4. Januar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Update, 4. Januar, 08.45 Uhr:  In der Diskussion über eine Verlängerung des Corona-Lockdowns hat Niedersachsens Vize-Ministerpräsident Bernd Althusmann einen späteren Schulstart vorgeschlagen. „Am sichersten wäre womöglich ein verzögerter Gesamtbeginn um mindestens 14 Tage. Erst dann können wir die tatsächliche Infektionslage seriös einschätzen“, sagte der CDU-Politiker und Wirtschaftsminister der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Bisher ist der Schulstart für den 11. Januar vorgesehen - für die Grundschüler mit Präsenzunterricht, ab der fünften Klasse im Wechselmodell.( dpa)

Die Corona-Impfungen in Niedersachsen sollen in dieser Woche auf das ganze Land ausgeweitet werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen im Laufe des Montagvormittags alle 50 Impfzentren den Corona-Impfstoff erhalten. Ein Ministeriumssprecher ging davon aus, dass die rund 50.700 ausgelieferten Dosen im Laufe der Woche verbraucht werden. Stand Sonntag waren 21 der 45 Landkreise und kreisfreien Städte mit Impfstoff beliefert worden - jedes der belieferten Impfzentrum erhielt laut Gesundheitsministerium mindestens 975 Dosen.

Die Corona-Impfungen in Niedersachsen sollen in dieser Woche auf das ganze Land ausgeweitet werden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen im Laufe des Montagvormittags alle 50 Impfzentren den Corona-Impfstoff erhalten.

Eine Woche zuvor hatte die größte Impfaktion in der Geschichte Niedersachsens begonnen. Bislang wurden im Land 4962 Menschen geimpft, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen meldete. Bundesweit zählte das Institut 238.809 Corona-Impfungen - die meisten davon wurden vom RKI für Bayern erfasst (57.833), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (48.691) und Hessen (30.085).

In Niedersachsen werden zuerst besonders gefährdete hochbetagte Menschen und Pflegepersonal geimpft. Der Impfstoff ist derzeit knapp. Bis Ende März soll Niedersachsen rund eine Million Dosen bekommen. Da für einen wirksamen Schutz zwei Spritzen nötig sind, können damit etwa 500.000 der knapp acht Millionen Niedersachsen geimpft werden. (dpa)

Coronavirus in Niedersachsen: Bund-Länder-Gespräche am Dienstag

Update, 3. Januar, 15.30 Uhr: Eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen über den 10. Januar hinaus scheint sicher zu sein - so sieht das auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Die bekannten Infektionszahlen gäben „keinen Grund zur Entwarnung“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Deswegen gehe ich zunächst von einer Fortsetzung der bisherigen Einschränkungen aus, so belastend das in vielen Bereichen auch ist.“ Wegen der Weihnachtsfeiertage und des Jahreswechsels gebe es derzeit keine hinreichend zuverlässige Datenbasis.

Am Dienstag sind neue Bund-Länder-Gespräche geplant und alles deutet auf eine Verlängerung des Lockdowns in Deutschland hin. Offen ist allerdings, bis wann die Beschränkungen ausgeweitet werden - und was mit Schulen und Kitas passiert. Hier könnten die Länder nach den Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unterschiedliche Linien fahren.

Das deutet sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nach einer Schaltkonferenz der Staatskanzlei-Chefs vom Samstag an. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte eine Lockdown-Verlängerung bis Ende Januar. Auch andere stark von Corona betroffene Bundesländer plädierten für eine Verlängerung bis Monatsende, während weniger betroffene Länder einer neuen Entscheidung schon nach zwei Wochen zuneigten. (dpa)

Update, 3. Januar, 10.15 Uhr: Ein Stream mit Folgen: In Moringen (Landkreis Northeim) haben zwei Frauen und zwei Männer ihr gemeinsames Treffen ins Internet gestreamt und damit die Polizei auf sich aufmerksam gemacht. Weil die vier jungen Menschen aus vier verschiedenen Haushalten stammten, war das Zusammentreffen am Samstagabend durch die Corona-Verordnungen untersagt, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte. Das Treffen in einer Jugendeinrichtung in Moringen wurde gegen 23.20 Uhr durch die Polizei beendet und gegen die vier Teilnehmer wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. (dpa)

Update, 2. Januar, 14.15 Uhr: Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann geht von einer Verlängerung des Lockdowns aus. „Wir haben immer mehr Patienten, die wir behandeln müssen. Deshalb sehe ich für eine Veränderung keinen Anlass“, sagte die SPD-Politikerin am Samstag im Deutschlandfunk. Noch gebe es aber wegen der Feiertage keine belastbaren Infektionszahlen. Die müsse man in den nächsten Tagen im Blick behalten, „aber so wie es aussieht, ist kein anderes Vorgehen angezeigt“.

Man müsse sehen, wie sich das Infektionsgeschehen in Folge der Weihnachtsfeiertage darstelle, sagte Reimann. Ein massiver Anstieg der Infektionszahlen sei zu befürchten. Dieser Anstieg werde sich dann auch in den Zahlen der Kliniken auswirken. Die Belastung in den Krankenhäusern sei schon jetzt immens.

„Ich setze darauf, dass in den kommenden Wochen auch noch neue Impfstoffe zugelassen werden“, sagte Reimann. Das würde eine große Erleichterung bringen, vor allem wenn es einen Impfstoff gebe, der bei Kühlschranktemperaturen gelagert werden könne. So könnten auch niedergelassene Ärzte impfen. „Dann haben wir eine ganz andere Impfleistung, wenn denn die Produktionskapazitäten stehen.“

Mediziner und Wirtschaftsexperten fordern Verlängerung der Corona-Beschränkungen

Viele Mediziner und Wirtschaftsexperten fordern eine Verlängerung der Corona-Beschränkungen. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar mit den zunächst bis dahin befristeten Maßnahmen weitergeht. Zuvor beraten die Kultusminister am Montag über die Situation der Schulen. Sie halten vor allem die Öffnung der Kitas und Grundschulen für vorrangig, weil eine digitale Betreuung nicht möglich ist und jüngere Schüler für Digitalunterricht selbst bei vorhandener Technik noch zu unselbstständig sind.

Generell warnen Wissenschaftler jedoch vor weitgehenden Lockerungen des seit 14. Dezember geltenden Lockdowns mit strikten Kontaktbegrenzungen und weitgehenden Schließungen von Geschäften, Freizeiteinrichtungen, Gastronomie und Hotellerie. (dpa)

Update, 1. Januar, 16.55 Uhr: In weiteren Regionen in Niedersachsen haben die Corona-Impfungen begonnen: In Lüneburg und im Kreis Harburg wurde am Neujahrstag gestartet, in Braunschweig am Silvestertag.

Im Kreis Harburg erhielt die 84-jährige Marianne Meyer in einem Altenheim in Buchholz die erste Impfdosis. „Ich bin begeistert“, sagte die alte Dame nach Angaben des Landkreises. In Lüneburg sollten im Laufe des Freitags die ersten rund 40 Bewohnerinnen und Bewohner eines Seniorenheimes von einem mobilen Impfteam geimpft werden. In Braunschweig waren am Silvestertag zwei mobile Teams in einem Alten- und Pflegeheim unterwegs, dort wurden rund 100 Personen geimpft.

Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:109.474
Differenz zum Vortag:+1603
Verstorbene:2005 (+12)
Sieben-Tage-Inzidenz:95,2
Stand und Quelle:1. Januar 2021, 9.00 Uhr, NLGA

Coronavirus in Niedersachsen: Impfaktion läuft - 3566 Menschen bislang gegen Covid-19 geimpft

Am vergangenen Sonntag begann die größte Impfaktion in der Geschichte Niedersachsens in Bad Rothenfelde im Landkreis Osnabrück. Bislang sind in Niedersachsen 3566 Menschen geimpft worden, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag meldete. Bundesweit zählte das Institut bis Freitagfrüh mehr als 165.000 Impfungen gegen das Coronavirus, die meisten Impfungen davon in Bayern, gefolgt von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. (dpa)

In Niedersachsen haben die Corona-Impfungen in weiteren Landkreisen begonnen.

Update, 1. Januar 2021, 14.24 Uhr: Die Corona-Lage in Niedersachsen bleibt auch zu Beginn des Jahres 2021 angespannt. Der Lagebericht weist 1603 neue Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden aus. Außerdem sind zwölf weitere Menschen mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben - insgesamt waren es bislang 2005, heißt es vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt. Als genesen gelten 87.862 Menschen - ein Plus von 1564 Personen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt landesweit bei 95,2 - ein leichtes Plus von 2,0.

Besonders betroffen von Corona-Neuinfektionen sind die Grafschaft Bentheim mit einem Inzidenzwert von 176,4, der Heidekreis mit 162,1 und der Landkreis Gifhorn mit einem Wert von 149,6. Wegen der hohen Zahl an Neuinfektionen gelten in der Grafschaft Bentheim bis zum 12. Januar nächtliche Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr. (jdw)

Coronavirus in Niedersachsen: Inzidenzwert liegt bei 93,2 Fällen landesweit

Update, 31. Dezember, 11.30 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Am Donnerstag zählte das Landesgesundheitsamt 2.107 laborbestätigte Infektionen mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der bislang gemeldeten Corona-Fälle lag damit bei 107.871, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Nach einer Hochrechnung sind 80 Prozent der betroffenen Menschen inzwischen genesen. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg am Donnerstag um 47 auf 1.993.

Der landesweite Inzidenzwert lag bei 93,2 - so viele Menschen pro 100.000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Virus angesteckt. Ab dem Wert von 50 gilt eine Region als Corona-Risikogebiet. Besonders stark betroffen sind derzeit die Landkreise Grafschaft Bentheim (177,2), Gifhorn (176,2), und Vechta (161,7). In der Grafschaft gilt mindestens bis zum 12. Januar eine nächtliche Ausgangsbeschränkung.

Coronavirus in Niedersachsen: Ein Kind auf der Intensivstation

In den Kliniken werden derzeit 1.352 mit dem Coronavirus infizierte Menschen behandelt - davon liegen 1.091 Erwachsene auf Normalstationen, 254 Erwachsene brauchen eine intensivmedizinische Behandlung. Die Zahl der Erwachsenen, die beatmet werden müssen liegt bei 164. Sechs infizierte Kinder werden auf einer Normalstation, ein Kind auf einer Intensivstation behandelt. (dpa)

Update, 30. Dezember, 11.30 Uhr: Die Corona-Fallzahlen in Niedersachsen bleiben auf hohem Niveau. Innerhalb eines Tages wurden 1502 Neuinfektionen und 62 Covid-19-Tote gemeldet, wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamtes am Mittwoch hervorgeht. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag im Landesdurchschnitt bei 92,1 - das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vortag.

Weil an den Feiertagen weniger getestet wurde, könne dies allerdings nicht als rückgängiges Infektionsgeschehen interpretiert werden, hieß es. Aktuell am stärksten betroffen waren der Landkreis Gifhorn mit einer Inzidenz von 167,7, die Grafschaft Bentheim (166,2) sowie der Landkreis Vechta (162,4). (dpa)

Update vom 29. Dezember, 14.44 Uhr: In Niedersachsen nimmt die Impfkampagne im Kampf gegen das Coronavirus Fahrt auf. Am Dienstag wurden rund 180 Menschen in Nordhorn an der niederländischen Grenze geimpft. Es handelte sich um Bewohner und Mitarbeiter eines Pflegeheimes sowie Angehörige des mobilen Impfteams, wie eine Sprecherin des Landkreises Grafschaft Bentheim erläuterte. Der Landkreis gehört zu den landesweit derzeit am stärksten betroffenen Regionen. In ihm gilt mindestens bis zum 12. Januar eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Zwischen 21 und 5 Uhr dürfen die Bewohner ihre Häuser und Wohnungen nur aus beruflichen oder medizinischen Gründen verlassen.

Eine Mitarbeiterin vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) verlässt das Impfzentrum. Zwei Tage nach dem Start der Corona-Impfungen in Niedersachsen sind die ersten Menschen in der Grafschaft Bentheim auch gegen das Coronavirus geimpft worden.

In Niedersachsen wurden am Dienstag 837 Corona-Neuinfektionen registriert und zudem sind innerhalb eines Tages 80 neue Corona-Tote gemeldet worden. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie, wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamtes in Hannover am Dienstag hervorgeht.

Neue Coronavirus-Variante auch in Niedersachsen nachgewiesen

Update vom 29. Dezember, 10.27 Uhr: Die ersten Menschen in der Grafschaft Bentheim sind gegen das Coronavirus geimpft worden. Damit haben bislang drei niedersächsische Landkreise mit den Schutzimpfungen begonnen. In der Stadt Nordhorn im Landkreis Grafschaft Bentheim wurden am Dienstagmorgen zunächst der Leiter des Gesundheitsamtes und medizinisches Personal geimpft. (dpa)

Währenddessen meldet das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) einen Anstieg der Corona-Fälle um 837 auf eine Gesamtzahl von 104.262. 80 weitere Personen sind verstorben, womit die Zahl der Todesfälle auf 1884 steigt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt am Dienstag bei 93,7.

Update vom 29. Dezember, 08.26 Uhr: Die neue Variante des Coronavirus aus England ist erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden. Die Medizinische Hochschule Hannover habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Hannover mit. Es handele sich um die Proben eines mittlerweile gestorbenen, sehr alten Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

In Niedersachsen soll zwei Tage nach dem Start der ersten Corona-Impfungen am Dienstag auch in der Grafschaft Bentheim und damit dem dritten Landkreis begonnen werden. Zwei mobile Impfteams sollen dann Bewohner und Personal einer Senioreneinrichtung in Nordhorn impfen, wie eine Sprecherin des Landkreises sagte. Der Kreis sollte nach Angaben des Gesundheitsministeriums zunächst 1000 Dosen erhalten. (dpa)

Startschuss für Impfungen in weiteren Kreisen Niedersachsens am Montag

Update vom 28. Dezember, 14.34 Uhr: Nach dem Start der ersten Impfungen gegen Covid-19 in den Kreisen Osnabrück und Cloppenburg sollen in den kommenden Tagen drei weitere Regionen in Niedersachsen folgen. Die Grafschaft Bentheim solle im Laufe des Montags 1000 Impfdosen erhalten und am Folgetag könnten die Impfungen starten, teilte das Gesundheitministerium in Hannover mit. Der Landkreis Nienburg und die Stadt Osnabrück hätten signalisiert, dass sie am Mittwoch beginnen können. Niedersachsen konzentriert dem Ministerium zufolge zu Beginn der Kampagne alle Ressourcen auf den Einsatz von mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeheimen. Das Land hat in einer ersten Lieferung 10.000 Impfdosen erhalten. Im Laufe des Montags soll eine weitere Lieferung mit rund 53.000 Impfdosen ankommen. (dpa)

Update vom 28. Dezember, 10.32 Uhr: Der aktuelle Lagebericht des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts (NLGA) meldet am Montag einen erneuten Anstieg der laborbestätigten Covid-19-Fälle um 366 auf eine Gesamtzahl von 103.425. Es gab acht weitere Todesfälle. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt aktuell bei 98,6. Nach dem Wochenende sind die Zahlen in der Regel niedriger als an den übrigens Tagen, da an Wochenenden und Feiertagen weniger getestet wird. Dieser Effekt, so heißt es auf der Homepage des NLGA, ist durch die Weihnachtsfeiertage noch einmal mehr ausgeprägt.

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:103.425
Differenz zum Vortag:+366
Verstorbene:1804 (+8)
Sieben-Tage-Inzidenz:98,6
Stand und Quelle:28. Dezember, 09.00 Uhr, NLGA

In Niedersachsen darf - wie in den anderen Bundesländern - kein Feuerwerk verkauft werden. An manchen Orten darf aber unter Berücksichtigung der Regeln zu Silvester und Neujahr der Vorrat aus dem vergangenen Jahr gezündet werden. Auf belebten Plätzen, Wegen und Straßen ist jedoch sowohl das Abbrennen als auch das Mitführen von Feuerwerkskörpern verboten. Welche Orte das sind, legen die Landkreise und großen Städte selbst fest.

Corona-Impfungen haben im besonderes betroffenen niedersächsischen Westen begonnen

Update vom 27. Dezember, 16.15 Uhr: In Niedersachsen haben die Corona-Impfungen am Sonntag im besonders belasteten Westen begonnen. Ministerpräsident Stephan Weil und Gesundheitsministerin Carola Reimann (beide SPD) reisten in ein Alten- und Pflegeheim in Bad Rothenfelde im Kreis Osnabrück, in dem geimpft wurde. „Das ist der Auftakt zu der größten Impfaktion, die wir in Niedersachsen je gesehen haben“, sagte Weil. „Wir wissen, dass ein wirksamer Schutz am Ende nur über eine wirksame Impfung zu erreichen ist.“

Der Corona-Impfbeginn in Niedersachsen erfolgte in Bad Rothenfelde.

Niedersachsen hat zunächst 9750 Impfdosen bekommen, die bei zwei notwendigen Impfungen für knapp 5000 Menschen reichen. Schon in den kommenden Tagen sollten weitere 60.000 Einheiten geliefert werden, sagte Weil. Begonnen werde mit den besonders gefährdeten hochbetagten Menschen und mit Pflegepersonal. „Über die Zeit wird es dann ein größerer Teil der Bevölkerung werden, der einen wirksamen Schutz gegen das Virus erhalten kann.“ Auch im Kreis Cloppenburg, der ebenfalls zu den Corona-Hotspots in Niedersachsen zählte, sollte am Sonntag mit dem Impfen begonnen werden. (dpa)

Update vom 27. Dezember, 11 Uhr: In Niedersachsen sind am Sonntag 445 bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit sind seit Beginn der Pandemie 103.059 Menschen infiziert worden, wie das Gesundheitsministerium in Hannover mit Stand 9 Uhr mitteilte. 21 Menschen starben seit Samstag an oder mit dem Coronavirus, die Gesamtzahl stieg auf 1196 Tote.

Am Samstag waren 964 Neuinfektionen gemeldet worden, am Freitag 1332 Neuinfektionen. Das Ministerium wies aber darauf hin, dass über die Feiertage weniger getestet werde. Der Rückgang der Zahlen dürfe daher „nicht als ein tatsächlich rückläufiges Infektionsgeschehen interpretiert werden“. Die Ansteckungsrate auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Sonntag bei 100,1 (Samstag: 114,4).

Regional war immer noch die Grafschaft Bentheim am stärksten betroffen mit einem Sieben-Tage-Wert von 172,2. Dort gelten seit Mittwoch Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Besonders hohe Werte gab es auch im Kreis Vechta (170,9), in der Region Hannover (167,6) und im Kreis Gifhorn (158,1).

Update vom 26. Dezember, 12 Uhr: Nach dem Rekordwert an Heiligabend sind in Niedersachsen zum zweiten Weihnachtstag 964 nachgewiesene Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Damit stieg die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie auf insgesamt 102.614 Infizierte, wie das Gesundheitsministerium in Hannover am Samstag mitteilte. Fünf Menschen starben seit Freitag an oder mit dem Coronavirus, die Gesamtzahl stieg auf 1175 Tote.

Das Gesundheitsministerium wies aber darauf hin, dass über die Feiertage weniger getestet werde. Die Zahlen seien nur bedingt aussagekräftig für die Entwicklung der Pandemie im Land. Die Ansteckungsrate auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Samstag bei 111,4 (Freitag: 119,0).

Coronavirus in Niedersachsen - aktuelle Zahlen

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:102.614
Differenz zum Vortag:+964
Verstorbene:1775 (+5)
Sieben-Tage-Inzidenz:111,4
Stand und Quelle:26. Dezember, 09.00 Uhr, NLGA

Regional war die Grafschaft Bentheim mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von 236,2 am stärksten betroffen. Dort gelten seit Mittwoch zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens Ausgangsbeschränkungen. Besonders hohe Werte gab es auch im Kreis Gifhorn (202,0), im Kreis Vechta (198,2) und in der Region Hannover (183,0).

Update vom 26. Dezember, 8 Uhr: Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen kommt am Samstag der Impfstoff in den einzelnen Bundesländern , auch in Niedersachsen und Bremen, an. Der Bund lässt an insgesamt 27 Standorte liefern. Von dort werden sie in die rund 440 Impfzentren weiter verteilt. Am Sonntag sollen dann die ersten Impfungen erfolgen, vor allem durch mobile Impfteams in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Coronavirus-Impfung soll zuerst für diese drei Gruppen erfolgen - laut Jens Spahn

1. Gruppe: Neben Bewohnern von Pflegeheimen und über 80-Jährigen sowie den Menschen, die sich um diese kümmern, sollen auch Krankenhausmitarbeiter, die sich leicht mit dem Coronavirus anstecken können, zuerst geimpft werden. Dazu zählen Mitarbeiter der Intensivstation oder Notaufnahme. Zu dieser ersten Gruppe gehören etwa sieben Millionen Menschen.

2. Gruppe: Die zweite Gruppe umfasst Personen ab 70 Jahren, Demenzkranke, Menschen mit Trisomie 21 sowie Transplantationspatienten. Außerdem sollen Bewohner von Obdachlosen oder Asylunterkünften sowie enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen geimpft werden. Auch Ärzte mit Patientenkontakt, deren Ansteckungsrisiko aber nicht besonders hoch ist, sollen zu dieser Gruppe gehören.

3. Gruppe: Hierzu gehören Menschen über 60 sowie chronisch Kranke. Darunter fallen beispielsweise Patienten mit Diabetes, Herzschwäche, Krebs, schwerem Übergewicht oder Asthma.

Coronavirus in Niedersachsen: Rekordwert der Neuinfektionen an Weihnachten

Update vom 25. Dezember, 10.43 Uhr: Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA) meldet am ersten Weihnachtsfeiertag erneut einen Anstieg um 1332 laborbestätigte Neuinfektionen innerhalb eines Tages, wodurch die Gesamtzahl der Fälle auf 101.650 steigt. Weitere sieben Menschen sind verstorben.

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen hat in Niedersachsen an Heiligabend den Rekordwert von 2147 erreicht. Außerdem wurden seit Beginn der Epidemie in Niedersachsen erstmals über 100.000 bestätigte Infektionsfälle vermeldet. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, haben sich inzwischen 100.318 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag an Heiligabend bei 124 im landesweiten Durchschnitt.

In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 1229 Corona-Patienten behandelt. 247 liegen auf der Intensivstation, 150 davon müssen künstlich beatmet werden. Die Zahl der im Zusammenhang mit der Epidemie Gestorbenen stieg niedersachsenweit um 32 auf 1763. Am stärksten von der zweiten Infektionswelle betroffen ist derzeit der Landkreis Oldenburg mit 250,6 neuen Infektionsfällen auf 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Dahinter liegt der Landkreis Grafschaft Bentheim, wo seit Mittwoch nächtliche Ausgangsbeschränkungen gelten, mit einem Wert von 227,5, gefolgt vom Kreis Vechta mit 202,4.

Passagiere aus Großbritannien müssen am Flughafen Hannover auf Testergebnisse warten

Update vom 21. Dezember, 12.43 Uhr: 62 Passagiere aus London mussten in einem Terminal des Flughafens Hannover übernachten - aus Sorge wegen der in Großbritannien aufgetauchten Coronavirus-Variante. Bei einem der Fluggäste hat sich eine Infektion bestätigt. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Virus-Variante infiziert habe, teilte die Region Hannover am Montag mit. 

Ursprungsmeldung vom 21. Dezember: Hannover - Nach derzeitigem Stand darf das neue Jahr mit Raketen und Böllern eingeläutet werden. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat das generelle Feuerwerksverbot am 18. Dezember vorläufig außer Vollzug gesetzt. Ursprünglich hatte Niedersachsen auch das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Laut Gesundheitsministerium soll in den nächsten Tagen allerdings ein Verbot des Abbrennens von Feuerwerkskörpern kommen - befristet vom 31. Dezember bis zum 1. Januar. Für Silvester sowie die Weihnachtsfeiertage gelten verschiedene Beschränkungen und Regeln zum Infektionsschutz.

Eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“, dass in der Corona-Pandemie die Schulen Niedersachsens im kommenden Jahr statt des Zentral-Abiturs auf eigene Aufgabenstellungen in der Abiturprüfung setzen. Das gelte für Schulen, die besonderes von den Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie betroffen seien. Damit weiche das Land ausnahmsweise vom Grundsatz ab, landesweit zentral gestellte Aufgaben zu verwenden.

Zahl der Corona-Fälle insgesamt:95.381
Differenz zum Vortag:+690
Verstorbene:1657 (+14)
Sieben-Tage-Inzidenz:114,4
Stand und Quelle:21. Dezember, 09.00 Uhr, NLGA

„Wir haben Vorkehrungen getroffen, dass trotz der Corona-Pandemie alle Abschlüsse auf hohem Qualitätsniveau gemacht werden können“, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne der Zeitung. Das gelte für das Abitur sowie für die Haupt-, Real-, und Förderschulabschlüsse. Es werde keinen „Corona-Makel“ geben, alle Abschlüsse seien gleichwertig mit denjenigen der Vorjahre, sagte der SPD-Politiker. „Unsere Regelungen kürzen nicht bei der Qualität, sondern reagieren zielgenau auf Stoff, der vielleicht weniger abgearbeitet werden konnte.“

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat angekündigt, Demonstrationen gegen Corona-Infektionsschutzmaßnahmen sorgfältig im Blick behalten. „Wir stellen fest, dass sich ‚Reichsbürger‘ und Rechtsextremisten zunehmend unter diese Gruppierungen mischen, sie beeinflussen und für ihre Zwecke nutzen“, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Je nach Dynamik sind also auch weitere Schritte in Niedersachsen nicht auszuschließen“, sagte der Minister mit Blick auf Baden-Württemberg, wo der Verfassungsschutz die sogenannten „Querdenken“-Aktivisten beobachtet.

Erstes Jahr der Schuldenbremse wird zu Jahr einer historischen Neuverschuldung

Nach Einschätzung von Ministerpräsident Stephan Weil sind die bisher veranschlagten Corona-Hilfen des Landes Niedersachsen trotz ihrer Belastung für den Haushalt unverzichtbar. „Auch das Land Niedersachsen ist in diesem Jahr an die Grenze seiner Möglichkeiten gegangen“, bilanzierte Weil kurz vor dem Jahresende. „Aus dem ersten Jahr der Schuldenbremse ist das Jahr einer historischen Neuverschuldung geworden. Es war aber ausdrücklich richtig, sich so zu verhalten.“

Er verteidigte die bislang bereitgestellten Hilfen. „Ein Unternehmen, das heute seine Bücher schließen muss, wird nie wieder Steuern zahlen, nie wieder Gehälter, nie wieder Sozialversicherungsbeiträge“, sagte Weil. „Das alles würde zu eklatanten Einnahmeausfällen in den öffentlichen Kassen führen. Ein Unternehmen, das heute mit staatlicher Unterstützung überlebt und später zur Normalität zurückkehren kann, zahlt auch in Zukunft ein.“ Jetzt großzügig zu helfen, sei also nicht nur wichtig für die betroffenen Unternehmen selbst, „sondern auch für die öffentlichen Finanzen. Das ist auch aus Sicht der jüngeren Generation die bessere Alternative“.

Hannover: Passagiere aus Großbritannien warten am Flughafen auf ihre Testergebnisse

Aufgrund einer in Großbritannien aufgetauchten neuen Variante des Coronavirus müssen Passagiere, die am Sonntag mit dem Flugzeug aus London in Hannover angekommen sind, noch auf ihre Einreise und auf das Testergebnis warten. Für sie wurden für die Nacht Feldbetten bereitgestellt. Bis zum Vorliegen des Corona-Testergebnisses müssten sie auf dem Flughafengelände bleiben, sagte eine Sprecherin der Region Hannover. Erwartet werde, dass dies am Montag der Fall sei, das stehe aber noch nicht fest.

Das Bundesinnenministerium hat wegen der neuen Variante des Coronavirus die Bundespolizei angewiesen, Reisende aus Großbritannien und Südafrika ab sofort systematisch zu kontrollieren.

„Unser Ziel ist, zu verhindern, dass die neue Virusart unbemerkt nach Niedersachsen einzieht“, sagte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen der Region Hannover. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, die Reisenden zeigten „ziemlich viel Verständnis für die Maßnahmen“. Sollte das Testergebnis negativ ausfallen, bedeutet das für die betreffenden Passagiere eine zehntägige Quarantäne am Zielort. Nach fünf Tagen und einem erneuten negativen Testergebnis kann die Quarantäne vorzeitig enden. Bestätigt sich eine Infektion, bei der unklar ist, ob es sich um die neue Virus-Variante handelt, kommen die Betroffenen in ein besonderes Quarantäne-Hotel, wie Kranz sagte.

Coronavirus in Niedersachsen: Impfungen beginnen noch in diesem Jahr mit mobilen Teams

„Wahrscheinlich werden wir zunächst 20.000 Personen impfen können. Mittel- und langfristig entscheidend wird aber sein, dass wir jede Woche kontinuierlich Impfstoffe bekommen“, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Gesundheitsministeriums in Hannover zum Vorgehen bei den Impfungen. Die Impfzentren werden zu einem späteren Zeitpunkt als die Impfungen durch mobile Teams starten. Für die Schutzimpfungen hat das Land mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) einen Rahmenvertrag geschlossen. Bei der KV und der Ärztekammer Niedersachsen haben sich bislang fast 2400 Ärzte gemeldet, die bereit sind, in den Impfzentren mitzuarbeiten.

Die ersten Impfungen sollen ab dem 27. Dezember Menschen in Pflegeeinrichtungen bekommen.

Niedersachsen bekommt für den Start der Corona-Impfungen voraussichtlich etwa 40.000 Impfdosen. „Wir gehen gerade zu Beginn von sehr wenigen Impfdosen aus. Jede impfberechtigte Person benötigt für einen ausreichenden Impfschutz zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Hannover am Samstag. „Wir sind sehr gut vorbereitet, die 50 Impfzentren im Land stehen und sind ebenso wie die mobilen Teams einsatzbereit“, sagte die Sprecherin. Die ersten Impfungen sollen vom 27. Dezember an Menschen in Pflegeeinrichtungen bekommen. Demnach organisieren die Landkreise, welche Dienste in die Pflegeheime kommen, um Bewohner zu impfen. (Mit Material der dpa)

Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Ticker für Niedersachsen.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam / picture alliance / dpa

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