Diskussion um 2G beim Einkaufen

Corona-Regeln im Supermarkt: Das gilt bei Aldi, Edeka und Lidl im Januar 2022

Eine Frau kauft in einem Supermarkt ein. Sie trägt eine Schutzmaske gegen das Coronavirus und begutachtet die Nudeln.
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Auch im Januar 2022 müssen sich die Kunden von Discountern und Supermärkten auf Corona-Regeln einstellen – und einige Änderungen, die nicht mit der Pandemie zusammenhängen. (Symbolbild)

Auch im neuen Jahr bleiben Corona-Regeln ein steter Begleiter beim Einkaufen. Doch was gilt im Januar 2022 eigentlich in Supermärkten wie Aldi, Edeka oder Lidl?

Berlin – Neues Jahr, neues Glück – eine Hoffnung, die wohl viele Bundesbürger in sich tragen. Mit dem Beginn von 2022 stellt sich Deutschland dem dritten Corona-Jahr in Folge. Die Pandemie bleibt nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern diktiert weiterhin das öffentliche Leben. Entsprechend strenge Regeln geben das genaue Verhalten in öffentlichen Bereichen vor. Corona-Regeln, die auch in Supermärkten wie Aldi, Edeka oder Lidl gelten. Doch was muss hier bereits im Januar 2022 beachtet werden?

Corona-Regeln im Supermarkt: Maskenpflicht und Abstandsregel bleiben bei Aldi, Edeka und Lidl auch im Januar 2022 bestehen

Um es vorweg zu nehmen: die Maskenpflicht bleibt weiterhin bestehen. In Niedersachsens Supermärkten muss schon vor dem Jahreswechsel verpflichtend eine FFP2-Maske getragen* werden. Eine Corona-Regel, die im Einzelhandel des nördlichen Bundeslandes bereits ab Dienstag, 21. Dezember 2021, gilt und auch im Januar 2022 noch Bestand in Supermärkten wie Aldi, Edeka oder Lidl hat.

Zudem wird weiterhin eindringlich auf die Abstandregel hingewiesen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen sollte auch in geschlossenen Räumen wie beispielsweise Supermärkten wie Edeka oder Rewe oder Discountern wie Aldi und Lidl eingehalten werden.

Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe im Januar: Ungeimpfte dürfen bei Grundversorgern wie Supermärkten einkaufen

Die Corona-Regeln bei Aldi, Lidl, Edeka oder Rewe gelten sowohl für Geimpfte, Genesene als auch für Ungeimpfte, die weiterhin bei den sogenannten „Grundversorgern“ wie Supermärkten einkaufen dürfen.

Unter Grundversorger sind Filialen und Geschäfte zusammengefasst, die Konsumgüter des täglichen Bedarfs anbieten und verkaufen. Neben Supermärkten wie Edeka oder Rewe und Discountern wie Aldi oder Lidl zählen hierzu auch Apotheken, Drogerien, Reformhäuser und Tankstellen, aber auch Babyfachmärkte sowie Kioske. Unabhängig vom jeweiligen Beweggrund, sich nicht impfen zu lassen, dürfen diese Personen also weiterhin Lebensmittel oder Medizin einkaufen gehen.

2G oder 2G plus im Einzelhandel: Klage von Kaufhauskette Woolworth kippt Corona-Regel in Niedersachsen

Das passt jedoch nicht jedem. In repräsentativen Umfragen hatte sich die Mehrheit bereits für eine konsequente Umsetzung der 2G-Regel* im Einzelhandel starkgemacht. Diese Corona-Regel besagt, dass in entsprechend gekennzeichneten Bereichen nur vollständig Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Ein Schlupfloch für Ungeimpfte, wie es die 3G-Regel durch einen negativen Testnachweis beispielsweise am Arbeitsplatz ermöglicht*, gibt es nicht.

Dazwischen liegt wiederum die 2G-plus-Regel*, die Geimpften und Genesenen zusätzlich einen Corona-Test mit negativem Ergebnis abverlangt. Dies galt zeitweise im Einzelhandel in Niedersachsen und betraf beispielsweise Bekleidungs- und Schuhgeschäfte. Doch konnte 2G plus im nördlichen Bundesland bereits durch eine Klage der Kaufhauskette Woolworth wieder gekippt werden*.

Was gilt es im Supermarkt im Januar 2022 hinsichtlich der Corona-Regeln, aber auch darüber hinaus zu beachten? Maskenpflicht und Abstandsregel bleiben definitiv bestehen. (kreiszeitung.de-Montage)

Sehr zur Freude von Ungeimpften, die sich weiterhin gegen Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen* sträuben. Sie konnten beispielsweise vor Weihnachten 2021 direkt in Läden der Innenstädte Geschenke für das unterm Corona-Stern stehende Weihnachtsfest* kaufen. Zudem kann es ihnen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht verboten werden, die bereits thematisierten Grundversorger aufzusuchen.

Corona-Regeln im Januar 2022 im Supermarkt: Aldi, Edeka oder Lidl wehren sich gegen 2G-Regel in ihren Filialen – finanzieller Verlust wäre zu hoch

Nach Ansicht von großen Supermarktketten wie Aldi, Edeka, Kaufland, Lidl oder Rewe wäre es nicht praktikabel, die 2G-Regel in ihren jeweiligen Filialen umzusetzen. Schließlich würde hiermit ein nicht unerheblicher Teil der Stammkundschaft wegfallen. Das hätte wiederum zur Folge, das enorme Umsatzeinbußen drohen – schon im Januar 2022.

Der finanzielle Aspekt spielt also auch eine Rolle, wenn die großen Supermarktketten in Deutschland 2G strikt und unisono ablehnen. Dabei gebe es für Ungeimpften doch gute Alternativen – sagt Richard Werkmeister. Der Chirurg am Bundeswehrkrankenhaus Koblenz und Vorsitzender der Krebs-Gesellschaft Rheinland-Pfalz vertritt in dieser Causa eine klare Meinung.

„Wer nicht geimpft ist, kann sich Lebensmittel auch online bestellen oder bringen lassen“, heißt es von Werkmeister in diesem Kontext. Der 61-Jährige macht sich vor allem um die Krebskranken in Deutschland sorgen, die durch die Corona-Pandemie arg gebeutelt wären. „Denn ein Supermarkt ist als Innenraum, an dem viele Menschen zusammenkommen, gerade bei hohen Inzidenzen ein Ort, vor dem Krebspatienten berechtigterweise Angst haben“.

Supermärkte stellen 2022 auf 5D um: Schweinefleisch-Sortiment bei Aldi, Edeka und Rewe soll regionaler gestaltet werden

Vorerst ändern wird sich an den Corona-Regeln in Supermärkten wie Aldi, Edeka oder Lidl aber auch im Januar 2022 nichts. Stattdessen starten Discounter und Supermärkte im neuen Jahr ihre Umstellung auf 5D. Diese Änderung bezieht sich auf das jeweilige Schweinefleisch-Sortiment, das sich letztendlich regionaler gestalten soll.

Die verarbeiteten Tiere sollen in ihrer Haltung zumindest aus Deutschland stammen, um auf diesem Wege lange und auch unnötige Transportwege aus dem Ausland in die Bundesrepublik zu vermeiden. Dies ist jedoch nicht die einzige Veränderung, auf die sich Verbraucher 2022 einstellen müssen.

Große Änderung im Supermarkt schon ab Januar 2022: Plastiktüten werden bei Aldi, Edeka und Lidl verboten

Deutlich sicht- und spürbarer ist bei den Neuerungen ab Januar 2022 im Supermarkt das Verbot für leichte Plastiktragetaschen* in den Discountern und Supermärkten. Dünne Plastiktüten dürfen in Discountern und Supermärkten wie Aldi, Edeka, Lidl, Rewe oder Kaufland schon ab Januar 2022 nicht mehr angeboten werden. Konkret sind hiermit Tüten mit einer Wandstärke von 15 bis 50 Mikrometern gemeint.

Mit dieser großen Änderung im Supermarkt, die aus einer Anpassung des Verpackungsgesetzes resultiert, reagiert die neu formierte Bundesregierung auf das enorme Aufkommen an Plastikmüll, der die Umwelt verschmutzt. Wer bislang Plastiktragetaschen für seine Einkäufe bevorzugt hat, muss sich also umstellen. Das bleibt aber nicht die einzige Änderung für das Jahr 2022* und vor allem Autofahrer müssen sich zum Jahreswechsel auf einiges gefasst* machen, auch wenn die Fahrt zu einschlägigen Supermärkten und Discountern wohl ähnlich wie die Corona-Regeln beim Friseur im Januar 2022 eher nicht dazu gehören.

Dosenpfand im Supermarkt in 2022: Was nun auf Kunden von Aldi, Edeka, Lidl und Rewe sowie Netto, Penny, Kaufland oder Real zukommt

Doch müssen Supermarktkunden ab 2022 noch mit einer weiteren Änderung zurechtkommen. Denn der 2003 vom damaligen Umweltminister Jürgen Trittin (Bündnis90/Die Grünen) eingeführte Dosenpfand wird ausgeweitet – und gilt nun auch für andere Verpackungen. Heißt konkret: Für Einweg-Getränkeflaschen aus Kunststoff werden einheitlich, also unabhängig vom jeweiligen Produkt, 25 Cent Pfand erhoben.

Zudem kommt es zum einheitlichen Dosenpfand, das sich auch bei Aldi, Edeka, Lidl oder Rewe ebenfalls auf 25 Cent beläuft. Ausnahmen bilden hingegen Milch- und Milchmischgetränke auch in anderen Supermärkten und Discountern wie Netto, Penny, Kaufland, Real oder sogar Metro. Bei diesen Produkten greift die Pfandpflicht erst ab 1. Januar 2024. Getränkekartons, beispielsweise Tetra Paks, bleiben aber pfandfrei. Denn aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit gelten sie als umweltfreundlich. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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