Asylstreit innerhalb der Union

CDU-Landtagsvizepräsident schließt CSU-Gründung nicht aus

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Der niedersächsische CDU-Landtagsabgeordnete Frank Oesterhelweg sieht seine politische Heimat inzwischen in der CSU.

Hannover - Mit Blick auf den Asylstreit innerhalb der Union hält Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg (CDU) die Gründung eines CSU-Landesverbandes für denkbar.

In einem Telefonat mit der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer habe er ihr gesagt, wo er sich im Falle eines Bruchs zwischen den Schwesterparteien sehe, sagte Oesterhelweg am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn es zur Trennung kommt, sprechen Sie mit einem der ersten CSU-Mitglieder in Niedersachsen." Zuvor hatte die "Braunschweiger Zeitung" über die Äußerung Oesterhelwegs im Gespräch mit Kramp-Karrenbauer berichtet.

Innerhalb der Niedersachsen-CDU gebe es eine wachsende Zahl von Mitgliedern, die über das Agieren von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingsfrage den Kopf schüttelten, sagte Oesterhelweg, der Chef des CDU-Landesverbandes Braunschweig ist. "Irgendwann muss man auch mal sagen: Das funktioniert nicht mit einer europäischen Lösung, wir müssen als Land selbst die Initiative ergreifen."

In der Sache sei er eher auf der Seite von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dessen Stil finde er aber nicht gut. "Ich bin überzeugtes Unionsmitglied", betonte der 56-jährige Politiker, der nach eigenen Angaben mit 16 Jahren in die CDU eintrat. Seit dem starken Flüchtlingszuzug 2015 sei er auch Fördermitglied der CSU. Er hoffe aber noch, dass die Unionsparteien sich wieder zusammenfinden und alles so bleibe, wie es ist, sagte Oesterhelweg.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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