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Campingboom in Niedersachsen: Verband zieht Tourismus-Bilanz der Sommerferien

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Von: Yannick Hanke

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Die Sommerferien gehen in Niedersachsen am 24. August 2022 zu Ende. Zeit für eine Bilanz aus Tourismus-Sicht. Camping ist dabei gefragter denn je.

Hannover – Ehe die Sommerferien in Niedersachsen am Mittwoch, 24. August 2022, zu Ende gehen, ist es Zeit für eine Bilanz der beliebten Urlaubsregionen im nördlichen Bundesland. Zwar seien die Buchungszahlen längst nicht so gut wie vor der Corona-Pandemie, doch zeigt sich das Gastgewerbe zumindest einigermaßen zufrieden.

Sommerferien in Niedersachsen: Tourismusverband im Kern zufrieden mit den Besucherzahlen

Sommerferien in Niedersachsen, das heißt auch viele Reisen, reichlich Stau wie auf der A1 und A7 und volle Urlaubs-Hochburgen. Oder etwa nicht? Gut gebucht seien auf jeden Fall die Quartiere an den Küsten zwischen Emden und Cuxhaven sowie auf den Inseln, heißt es vom Verband „Die Nordsee“. Vor allem das sommerliche Wetter habe viele Menschen an die Küste gelockt. Auch im Harz sei es nach anfänglich schleppendem Start im Verlauf der Sommerferien besser gelaufen.

Wohnmobile stehen bei einer Wiegeaktion für Wohnmobile hintereinander.
Ob im Wohnwagen oder im Zelt: In den Sommerferien 2022 erlebt das Camping in Niedersachsen einen Boom. © Swen Pförtner/dpa

Zufrieden zeigt sich auch Ulrich von dem Bruch, Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH. Zu mehr als 90 Prozent seien die Unterkünfte ausgelastet gewesen. Ein für die Sommerferien ungewöhnlich hoher Wert. Da viele Betriebe durch Corona kaum noch Personal hätten, wäre auch nicht viel mehr gegangen. Für die nächsten Wochen setzt von dem Bruch nun auf die Heideblüte, die traditionell viele Menschen in die Lüneburger Heide locke.

Wenig Geld, pennen im Zelt: Camping-Boom in Niedersachsen – Lüneburger Heide sehr gefragt

Ein Trend, der in den Sommerferien in Niedersachsen zu verzeichnen war: das Camping boomt. Seit Beginn der Pandemie und auch durch die hohe Inflation und gestiegene Energiepreise bedingt, hätten die Touristiker Veränderungen im Buchungsverhalten der Urlauber wahrgenommen. So würden viele Menschen spontaner reisen, viele würden auch nicht mehr für zwei Wochen in den Urlaub fahren, sondern nur noch für ein paar Tage.

Schließlich sitze auch bei den Urlaubern in Niedersachsen das Geld nicht mehr so locker. Im südlichen Ostfriesland sei beispielsweise die Nachfrage nach Radtouren enorm gestiegen. Allein im ersten Halbjahr 2022 hätten die Touristiker im Landkreis Leer rund 35 Prozent mehr Radfahrer auf den Fahrradrouten als noch im Vorjahreszeitraum gezählt. Und für alle Tourismusregionen gelte: Camping wird zunehmend beliebter. In der Lüneburger Heide seien deutlich mehr Stellplätze für Camper geplant, so von dem Bruch.

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