Nach IS-Attacke auf Polizisten

Revision: Fall Safia S. startet im Februar vor dem BGH

Karlsruhe/Hannover - Der Fall der jugendlichen Attentäterin Safia S., die in Hannover einen Polizisten mit einem Messer schwer verletzt hat, kommt vor den Bundesgerichtshof (BGH).

Wie die höchsten deutschen Strafrichter am Donnerstag in Karlsruhe mitteilten, wird über ihre Revision am 22. Februar ab 9 Uhr verhandelt (AZ: 3 StR 286/17).

Das Oberlandesgericht Celle hat die damals 16-Jährige am 26. Januar dieses Jahres für die erste Terrorattacke im Auftrag des IS in Deutschland zu einer sechsjährigen Jugendstrafe verurteilt - wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die radikalisierte Gymnasiastin am 26. Februar 2016 im Hauptbahnhof Hannover den Polizisten niedergestochen hatte. Der als Mitwisser mitangeklagte 20-jährigen Deutsch-Syrer Mohamad Hasan K. wurde zu zweieinhalb Jahren Haft wegen der Nichtanzeige einer geplanten Straftat verurteilt. Seine Revision wird ebenfalls am 22. Februar vor dem BGH verhandelt.

Die Tat diente aus Überzeugung des OLG der Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat. Ermittler werten den Angriff als die erste vom IS in Deutschland in Auftrag gegebene Tat. Safia hatte die Attacke eingeräumt und sich in einem Brief aus der Untersuchungshaft sowie im Prozess bei dem Polizisten entschuldigt.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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