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Trinkwasser sparen: Bei brütender Hitze den Umgang überdenken

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Von: Johannes Nuß

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Die Hitze macht in Niedersachsen derzeit so ziemlich jedem zu schaffen. Daher ist jetzt ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser wichtig – besonders im Garten.

Hannover/Oldenburg – Zu trockene Wälder, Felder und Städte: Für einige Regionen in Niedersachsen wurde in dieser Woche bereits die höchste Stufe „außergewöhnliche Dürre“ gemeldet, wie das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung kürzlich mitteilte. Das Zentrum gibt auf Grundlage von Simulationen täglich Informationen zur Feuchte des Bodens in Deutschland bis etwa 1,8 Metern Tiefe an. Jetzt ist ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser anzuraten.

Sparsamer Umgang mit Trinkwasser: Pflanzen im Garten machen die Hitze und Trockenheit zu schaffen

„Die Situation ist besorgniserregend“, sagte ein Sprecher der Niedersächsischen Landesforsten angesichts der anhaltenden Trockenheit über den Zustand der Wälder. Teilweise seien Böden so trocken, dass sie kein Wasser mehr aufnehmen könnten. Seit Donnerstag brennt auf dem Brocken eine 13 Hektar große Waldfläche, Feuerwehren, Bundeswehr und Bundespolizei sind im Dauereinsatz.

Allerdings sei die Lage je nach Region und Bodenbeschaffenheit sehr unterschiedlich, sagte der Sprecher. Vereinzelt gebe es noch Regionen mit ausreichend feuchten Böden.

Ein Wasserschlauch wird von einer Hand in einem Garten gehalten.
Mit Trinkwasser sollte man derzeit seine Pflanzen im Garten nicht bewässern. (Symbolbild) © Yui Mok/dpa

Auch über das jetzt beginnende Wochenende werden wieder extreme Temperaturen über 30 Grad für den ganzen Norden angekündigt. Da ist eine Abkühlung im Pool oder das Abspritzen mit dem Schlauch im Garten eine willkommene Abkühlung. Leider wird für solche Abkühlungen in Deutschland immer noch meistens Trinkwasser genutzt. Doch damit sollte man gerade in so heißen Phasen wie jetzt immer sparsam mit umgehen. Doch auch die Pflanzen im heimischen Garten machen die Hitze und Trockenheit zu schaffen und benötigen eine Bewässerung.

Entscheidend bei Hitze und Trockenheit: sparsamer Umgang mit Trinkwasser im Garten

Ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser ist bei Hitze und Trockenheit also doch ein bisschen entscheidend. Der Landkreis Emsland erklärte daher jüngst, dass die Beregnung von öffentlichen und privaten Grünflächen nur zu bestimmten Zeiten zulässig sei. An heißen Sommertagen dürfen beispielsweise Sportanlagen oder land- und forstwirtschaftliche Flächen zwischen 12:00 und 18:00 Uhr nicht mehr beregnet werden. Eine Bewässerung sei zu dieser Tageszeit wenig sinnvoll, weil das Wasser tagsüber besonders schnell wieder verdunste.

Und gerade im Garten sollte man auf Trinkwasser zum Bewässern grundsätzlich verzichten, rät Morell Predoehl von der Verkehr und Wasser GmbH in Oldenburg (VWG), die dort für die Trinkwasserversorgung zuständig ist, im Gespräch mit der Nordwest-Zeitung. Gerade mit Blick auf Klimawandel und eine immer höher werdende Einwohnerzahl in der Stadt.

So lässt sich im Garten ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser realisieren

Um nicht auf Trinkwasser zur Bewässerung im Garten zurückzugreifen, lohnt es sich, Regenwasser zu sammeln. Es steht immer kostenlos zur Verfügung und kann mithilfe einer Regentonne bequem gesammelt werden. Dort kann das Wasser dann zur Bewässerung von Pflanzen, Bäumen und Rasen im eigenen Garten genutzt werden.

Und auch im Pool muss das Wasser nicht jährlich ausgetauscht werden. Experten raten allerdings dazu, das Wasser zumindest alle drei Jahre auszutauschen.

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