Mann wegen Tötung der Ehefrau zu acht Jahren verurteilt

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Das Gebäude des Landgerichtes in Braunschweig. 

Braunschweig - Es sollte ein schöner Ehrentag werden. Doch bereits amMorgen wird das Geburtstagskind umgebracht. Nun wurde der Ehemann der getöteten Frau verurteilt.

Am Morgen ihres Geburtstages ist eine 51-jährige Wolfsburgerin erdrosselt worden, ihr Ehemann wurde nun zu acht Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt. Zudem ordnete das Landgericht Braunschweig amFreitag die Unterbringung des alkoholkranken 48-Jährigen in einer Entziehungsanstalt nach zwei Jahren an. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.

Das Gericht kam zu demSchluss, dass der Mann seine Frau Anfang April mit den Händen und einemSchal im Schlafzimmer gewürgt und die vierfacheMutter dadurch getötet hat. „Sie nahmen das billigend inKauf“, sagte der Vorsitzende Richter Ralf Polomski. Ein mögliches Motiv seien Eheprobleme gewesen. „Eine Trennung stand imRaum.“ Vor der Tat soll es immer wieder zum Streit wegen Alkoholproblemen des Mannes und unterschiedlicher Ansichten bei der Kindeserziehung gekommen sein.

Die Frau hatte laut Gericht nach der Tat noch etwa 20 bis 30 Minuten gelebt, doch der Angeklagte hatte keinen Notarzt gerufen. Erst Stunden später wurde die Tote von einem ihrer Söhne gefunden. Sie war zu einer Geburtstagsfeier verabredet gewesen und nicht erschienen. Alle vier Kinder der Frau stammten nicht vom Angeklagten.

Der 48-Jährige hatte am Tag der Tat mehrmals Kontakt mit der Polizei aufgenommen und stark betrunken um Verhaftung gebeten, ohne dabei die Tötung seiner Ehefrau zu nennen. „Man wird denEindruck nicht los, da war jemand, der sich stellen will“, sagte Polomski. Während des Prozesses schwieg der Mann zu denVorwürfen, das Urteil verfolgte er regungslos und mit abgewandtem Blick.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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