Mann muss wegen Totschlags für neun Jahre in Haft

Braunschweig - Das Landgericht Braunschweig hat einen 48-Jährigen wegen der Tötung seiner Lebensgefährtin zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem ordnete das Gericht am Donnerstag die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an.

Die Schwurgerichtskammer war zur Überzeugung gelangt, dass der Mann die 60 Jahre alte Frau im vergangenen September in ihrer Wohnung in Braunschweig zunächst geschlagen und dann erwürgt hat. Als Motiv des Mannes wird Eifersucht angenommen. Kurz nach der Tat geführte und aufgezeichnete Gespräche sprächen eindeutig dafür, dass der Richtige vor Gericht stehe, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Ein vom Angeklagten ins Spiel gebrachte unbekannter Dritter käme nicht in Betracht.

Aussagen wie: „Ich habe Scheiße gebaut und gehe dafür ab“ oder ein Facebook-Eintrag mit dem Tenor „Das war's“ seien eindeutig. Wegen verminderte Schuldfähigkeit aufgrund übermäßigen Alkoholgenusses wurde das Strafmaß gemindert. Strafverschärfend habe allerdings eine Vorstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung gewirkt. Um weitere Taten zu verhindern, ordnete das Gericht neben der Haftstrafe auch eine Entziehungskur an. „Sie sind intelligent genug, die dringend notwendige Therapie erfolgreich zu meistern“, mahnte der Richter abschließend. Gegen das Urteil kann Revision eingelegt werden.
dpa

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