Mehr als 200 Silberstücke

Weiterer Münzenfund in Kalkriese

+
Über 200 römische Silbermünzen sind in Kalkriese gefunden worden.

Bramsche - Nach dem Fund von acht Goldmünzen im vergangenen Sommer sind Archäologen auf der römischen Grabungsstätte in Kalkriese bei Osnabrück erneut auf antikes Geld gestoßen.

In den vergangenen Tagen bargen die Wissenschaftler mehr als 200 Silbermünzen, wie der Geschäftsführer des Museums und Parks Kalkriese, Joseph Rottmann, am Freitag sagte. Die Münzen stammen nach Angaben von Grabungsleiter Marc Rappe überwiegend aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts vor Christus. 

Wie der Fund wissenschaftlich zu bewerten sei, stehe noch nicht fest. Eine Möglichkeit sei, dass das Geld zu einer römischen Truppenkasse gehörte. Der Gegenwert entspreche etwa einem Jahressold eines römischen Soldaten, sagte Rappe.

Noch immer Forschungen notwendig

Der Fund zeige, dass auch nach jahrzehntelangen archäologischen Forschungen in Kalkriese nach wie vor bedeutsame Funde gemacht werden, sagte Rottmann. „Der Forschungsbedarf zur Varusschlacht auf dem antiken Schlachtfeld in Kalkriese ist nach wie vor groß.“ 

Neue Funde würden neue Fragen aufwerfen. Der Fund wurde gemacht bei Erkundungsarbeiten, mit denen geklärt werden sollte, ob sich in Kalkriese nicht doch ein römisches Marschlager befunden hatte. Bislang deuten die Spuren nach Meinung vieler Wissenschaftler auf ein riesiges antikes Schlachtfeld hin - möglicherweise der Ort der Varusschlacht zwischen Römern und Germanen.

Wie Archäologen in Niedersachsen forschen, lesen Sie bei uns.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare