Bistum Hildesheim halbiert Zahl der Gemeinden

Hildesheim - Binnen sechs Jahren hat sich die Zahl der Pfarrgemeinden im Bistum Hildesheim halbiert. Von ursprünglich 348 Pfarreien im Jahr 2004 sinke die Zahl zum 1. September auf 171, teilte das Bistum am Montag mit.

52 katholische Kirchengemeinden werden zu 16 zusammengeschlossen. Vorgesehen sind zwei weitere Fusionsrunden bis zum Jahr 2014, die die Zahl der Gemeinden auf 120 schrumpfen lassen sollen. Mit den Zusammenlegungen reagiert das Bistum auf den Rückgang an Gläubigen, Priestern und finanziellen Mitteln. Das Bistum will in den größeren Pfarrgemeinden Projekte und Angebote schaffen, die in den kleinen nicht möglich waren.

Der Rückgang an Gläubigen und Kirchensteuereinnahmen zwingt das Bistum auch zu Einschnitten in seinen Bestand an Kirchen. Mindestens 54 der 377 Gotteshäuser sollen geschlossen werden, andere Kirchen stehen mittelfristig auf dem Prüfstand, hatte das Bistum bereits vor einem Jahr festgelegt. Nicht immer wird für die aufgegebenen Kirchen eine neue Nutzung gefunden. Vor allem kleinere Neubauten aus den Nachkriegsjahrzehnten werden auch abgerissen.

Der Schrumpfkurs zwingt auch zu einem Kurswechsel bei der Betreuung der Gemeinden: Neben Pfarrern wollen künftig auch Laien maßgeblich an der Gestaltung des kirchlichen Lebens mitwirken. Dies hatte der Diözesanrat - die Laienvertretung der Kirche - im Mai gefordert.

Quelle: kreiszeitung.de

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