Rösler will Staatssekretär für Landesverband

Birkner soll FDP-Chef werden

Stefan Birkner

Hannover - Umwelt-Staatssekretär Stefan Birkner soll Vorsitzender des FDP-Landesverbandes Niedersachsen werden.

Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete der bisherige Amtsinhaber Philipp Rösler am Wochenende in einer Landesvorstandsitzung in Hannover. Der zwischenzeitlich zum Bundes chef der Liberalen aufgerückte Politiker betonte, Birkner genieße als ehemaliger Generalsekretär „breiten Rückhalt in unserer Partei und das Vertrauen des Landesvorstandes“.

Der 38-jährige Staatssekretär unterstrich, er wolle als Landesvorsitzender „den bewährten Kurs der FDP-Niedersachsen aus verlässlicher und berechenbarer Politik fortsetzen“.

Ein Termin für die Neuwahl des Vorstandes wurde noch nicht festgelegt. Aller Voraussicht nach wird er aber erst nach der Kommunalwahl am 11. September stattfinden.

Das Votum von Rösler wird als eindeutige Vorfestlegung gewertet. Es gilt als unwahrscheinlich, dass jetzt noch jemand gegen Birkner ins Rennen geht, zumal Wirtschaftsminister und Vize-Regierungschef Jörg Bode gegenüber unserer Zeitung bereits angekündigt hatte, es zu keiner Kampfkandidatur gegen seinen Freund Stefan Birkner kommen zu lassen. Auch der ebenfalls gehandelte Landtags-Fraktionschef Christian Dürr dürfte nun wohl seinen Hut nicht mehr in den Ring werfen.

Zu einem Problem könnte sich allerdings noch die Frage entwickeln, ob Umweltminister Hans-Heinrich Sander seinen Posten auf Birk ner überträgt oder nicht. In Hannover wird es als unvertretbare Konstellation gewertet, dass ein Parteichef als Staatssekretär einem anderen Minister dienen müsste.

Sander hatte zwar im Vorfeld signalisiert, zugunsten von Birkner auf seinen Kabinettsposten zu verzichten. Nach der Landesvorstandssitzung erklärte er nun lediglich, man werde sich darüber zu gegebener Zeit verständigen und alles besprechen. · hab

Quelle: kreiszeitung.de

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