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Betrunken am Steuer: Lkw-Fahrer verursacht Unfälle – und attackiert Polizisten

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Von: Yannick Hanke

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Der Schriftzug „Polizei“ ist auf einem Streifenwagen zu sehen.
Ein betrunkener Lkw-Fahrer verursacht mehrere Unfälle und attackiert am Ende sogar noch Polizisten. © imago/Symbolbild

Ein betrunkener Lkw-Fahrer verursacht bei einer nächtlichen Irrfahrt mehrere Unfälle. Am Ende landen er und sein Gefährt im Straßengraben. Dann greift er die Polizei an.

Hannover – Dieser Lkw-Fahrer hatte eindeutig zu tief ins Glas geschaut. Der 44-Jährige verursachte in der Nacht von Samstag, 13. August 2022, auf den 14. August gleich mehrere Unfälle. Wie es von der Autobahnpolizei Garbsen und dem Polizeikommissariat Hannover-Lahe heißt, begann der Mann seine folgenreiche Trunkenheitsfahrt gegen 23:15 Uhr am Park- und Rasthof „Lehrter See Nord“ der Bundesautobahn (BAB) 2. Was dann folgte, ist kaum zu glauben.

Hannover-Lahe: Betrunkener Lkw-Fahrer verursacht mehrere Unfälle

Alles begann damit, dass der 44-Jährige beim Rangieren mit seinem Gespann aus Lkw und Anhänger mehrmals einen neben ihm stehenden Sattelzug rammte. Dieser wurde dadurch auf einen weiteren Lastwagen geschoben. Alle drei Fahrzeuge wurden beschädigt, was dem Lkw-Fahrer aber gleich war. Schließlich floh er prompt vom Rastplatz auf die Autobahn, wobei er über zwei Begrenzungspoller fuhr.

Auf der BAB 2 in Richtung Dortmund fuhr der Mann dann so starke Schlangenlinien, dass er mehrfach gegen die Seiten- und Mittelschutzplanke prallte. Hierbei wurde einer der Reifen seines Gespanns beschädigt und rutschte von der Felge. Davon ließ sich der 44-Jährige aber erneut nicht beirren und setzte seine alkoholreiche Odyssee fort. Während dieser beschädigte die nun freiliegende Felge die Oberfläche der Fahrbahn.

Betrunkener Lkw-Fahrer landet im Graben – und attackiert Ersthelfer und Polizisten

Gegen 23:45 Uhr entschloss sich der Lkw-Fahrer dann dazu, im Bereich Hannover-Lahe von der Autobahn abzufahren. Die auf dem Asphalt kratzende Felge sprühe so starke Funken, dass die Böschung im Seitenraum Feuer fing. Der 44-Jährige wiederum fuhr geradewegs in den Moorwaldweg, wo er in einen Graben prallte und dort auch zum Stehen kam. Andere Verkehrsteilnehmer und Zeugen hätte versucht, dem Mann zu helfen, der sich noch im Führerhaus befand. Doch reagierte er nur aggressiv.

Ein 22-jähriger Ersthelfer wurde gar attackiert und dabei leicht verletzt. Als die Polizei herbeieilte, wurden auch Einsatzkräfte angegriffen. Schlussendlich konnte der betrunkene Lkw-Fahrer jedoch gestellt werden. Mit einem Rettungswagen wurde er in ein Krankenhaus gebracht, dort konnte auch festgestellt werden, dass sich der Atemalkoholwert des Mannes auf 2,09 Promille belief. Wegen zahlreicher Strafdelikte, darunter Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Körperverletzung, muss er sich nun verantworten.

Weitere Blaulicht-Meldungen aus Bremen und Niedersachsen: Männer durch Stichwaffen in Lebensgefahr

Ebenfalls in Niedersachsen kommt es zu einem Unfall, bei dem mehrere Menschen teils schwer verletzt werden. In Braunschweig schob ein Traktorgespann ein Auto gegen einen Baum, alle drei Insassen kamen mit teilweise schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

In Bremen wiederum wurden zwei Männer durch einen Angriff mit Stichwaffen lebensgefährlich verletzt. Die Polizei Bremen konnte die mutmaßlichen Angreifer bereits festnehmen.

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