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Bis zu 83 Prozent teurer: Holz- und Stahlpreise steigen massiv an

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Von: Bjarne Kommnick

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Bauen oder Renovieren wird immer teurer. Im Mai sind die Baustoffpreise erneut rasant gestiegen. Grund dafür ist nicht nur die Nachfrage während der Corona-Pandemie.

Hannover – Wer derzeit ein Haus bauen oder renovieren möchte, der muss tiefer in die Tasche greifen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte am Montag mit, dass die Preise für Baustoffe wie Holz, Stahl oder Dämmmaterialien im Mai 2021 deutlich gestiegen sind im Vergleich zum Vorjahresmonat. So verteuerte sich Konstruktionsvollholz um 83,3 Prozent. Bei Dachlatten sind es 45,7 Prozent, Bauholz ist um 38,4 Prozent teurer geworden.

Änderung der Baustoffpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat
Konstruktionsvollholz:+83,3 Prozent
Bitumen aus Erdöl:+63,9 Prozent
Dachlatten+45,7 Prozent
Betonstahl in Stäben:+44,3 Prozent
Bauholz:+38,4 Prozent

Bereits seit einigen Monaten wird Holz in Deutschland immer mehr zu einer Mangelware.

Holz als Baustoff ist derzeit Mangelware in Niedersachsen.
Mangelware Holz: Derzeit sind die Preise für Baustoffe besonders hoch. © dpa/Julian Stratenschulte

Corona-Pandemie und Versorgungsprobleme treiben auch Stahlpreis in die Höhe

Doch nicht nur die Holzpreise sind explodiert. Auch die Stahlpreise steigen. Betonstahl in Stäben war laut dem Statistischen Bundesamt um 44,3 Prozent teurer. Betonstahlmatten kosteten 30,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Zu den Hauptgründen für die steigenden Baustoffpreise gehören laut Destatis die Nachfrage im In- und Ausland während der Corona-Pandemie sowie Probleme in der Versorgung mit Rohstoffen.

Gestiegene Erdölpreise sorgen für höhere Kosten auf Baustellen

Zum Vergleich: Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt stieg im gleichen Zeitraum um 7,2 Prozent. Dies war der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Oktober 2008 (+7,3 Prozent), als die Preise vor der Finanz- und Wirtschaftskrise stark gestiegen waren.

Preistreibend auf den Baustellen wirken sich laut Destatis auch die gestiegenen Erdölpreise aus. Bitumen auf Erdölbasis, das unter anderem zur Abdichtung von Dächern, Gebäuden und Fundamenten verwendet wird, verteuerte sich im Mai um 63,9 Prozent. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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