Fast eine halbe Milliarde Euro

Bahn investiert Rekordsumme in Strecken und Bahnhöfe im Norden

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Hannover - Die Zahl der Pendler im Norden steigt, auch in den Regional- und Fernzügen in Niedersachsen und Bremen. Um die Kapazität und Qualität des Bahnverkehrs zu steigern, investiert die Bahn dieses Jahr fast eine halbe Milliarde Euro in Gleise und Stationen.

Die Deutsche Bahn investiert in diesem Jahr die Rekordsumme von 490 Millionen Euro in die Erneuerung und den Ausbau ihrer Strecken und Bahnhöfe in Niedersachsen und Bremen. Ziele sind eine höhere Qualität des Bahnverkehrs sowie mehr Kapazität auf dem Schienennetz, teilte die Bahn am Mittwoch mit. Insgesamt stehen in Bremen und Niedersachsen im laufenden Jahr die Erneuerung von über 180 Kilometer Gleisen, 210 Weichen sowie 16 Brücken an. Im letzten Jahr wurden in Niedersachsen und Bremen bereits 470 Millionen Euro investiert. Bundesweit investiert die Bahn im laufenden Jahr 9,3 Milliarden Euro. Das sind 800 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. 

Gebaut wird 2018 unter anderem auf den Strecken von Hannover nach Bremen, Hamburg und Göttingen sowie zwischen Bremen und Münster. Teils müssen während der Arbeiten die Fahrpläne angepasst werden. 440 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Strecken, weitere 50 Millionen Euro in die Modernisierung der Bahnhöfe. 

Wichtige Baustellen im Überblick: 

In Hannover wird von Oktober 2018 bis Oktober 2019 für 18 Millionen Euro die Brücke über die Königsstraße erneuert, über die alle Personenzüge Richtung Süden und Osten rollen. Punktuell kommt es zu Einschränkungen. 

In Osnabrück wird seit 2016 für rund 175 Millionen Euro ein neues elektronisches Stellwerk gebaut. Es ersetzt 16 alte Stellwerke, lenkt den Verkehr auf knapp 100 Kilometern Strecke und ist künftig eines der größten in Deutschland. Der Abschluss der Arbeiten ist für den Sommer 2021 geplant. Im Zusammenhang mit dem neuen Stellwerk wird zwischen Buchholz und Osnabrück vom 3. April bis 28. Mai neue Sicherungstechnik eingebaut. Es kommt zum Ausfall und Umleitungen von Zügen im Fern- und Nahverkehr. 

Auf der Strecke Hamburg-Hannover werden vom 6. Juli bis 27. August auf verschiedenen Abschnitten rund 17 Kilometer Gleise und drei Weichen erneuert, sowie an Oberleitungen und Lärmschutzanlagen gearbeitet. Es kommt im Fern- und Nahverkehr zu Umleitungen und Ausfällen. 

Zwischen Hannover und Göttingen werden vom 31. August bis 8. Dezember auf der Regionalstrecke über 25 Kilometer Gleise und 33 Weichen erneuert. Die Strecke wird teilweise und vom 1. bis 7. November komplett gesperrt. 

Auf der Strecke Hannover-Wunstorf-Bremen werden bis zum 30. März rund 13 Kilometer Gleise und 13 Weichen erneuert und bei Langwedel Lärmschutzwände errichtet. Es kommt zu Umleitungen und Zugausfällen. 

Zwischen Cadenberge und Cuxhaven werden vom 9. März bis 6. April die Eisenbahnbrücken über die Mehdem, den Hadelner Kanal und die Aue erneuert. Nahverkehrszüge fallen aus. 

Auf der Emslandstrecke werden zwischen Rheine und Salzbergen vom 29. Oktober bis 12. November rund sechs Kilometer Gleise erneuert. Zwischen Dörpen und Leschede werden vom 9. November bis 8. Dezember rund 14 Kilometer Gleise erneuert. Beide Baustellen führen zum Ausfall von Fern- und Regionalzügen. 

Zwischen Hannover-Linden und Weetzen werden vom 1. Mai bis 21. Mai knapp acht Kilometer Gleise erneuert und in Hannover-Bornum wird an Lärmschutzanlagen gearbeitet. Es müssen S-Bahnen ausfallen. 

Auch in Bahnhöfe wird weiter investiert. Neue Aufzüge, Bahnsteige, Treppen oder Unterführungen werden geschaffen in Bremen-Burg, Börßum, Oker und Isernhagen. - dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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