Bahlsen-Kunstwerk in der Ausstellung

Goldener Keks wandert vorübergehend ins Landesmuseum

+
Der an des Jahres gestohlene goldene Bahlsen-Keks wird am 25.04.2013 während einer Pressekonferenz im Landesmuseum in Hannover (Niedersachsen) gezeigt. Der Keks wird im Rahmen der Ausstellung "Faszination Nofretete. Bernhard Hoetger und Ägypten" präsentiert. Im Mittelpunkt der Ausstellung (26.04. bis 25.08.2013) steht die Hinwendung des deutschen Künstlers (1874-1949) zur ägyptischen Kunst, die von seinem Mäzen und Gründer der Keksdynastie, Hermann Bahlsen, gefördert wurde.

Hannover - Die Entführung des goldenen Kekses vom Bahlsen-Stammsitz sorgte international für Schlagzeilen und machte das Firmenwahrzeichen berühmt. Jetzt ist das von den Dieben zurückgegebene Kunstwerk in der Ausstellung „Faszination Nofretete. Bernhard Hoetger und Ägypten“ im Landesmuseum Hannover zu sehen.

Die Schau widmet sich von diesem Freitag an der Hinwendung des expressionistischen Künstlers zur ägyptischen Kunst. Hoetger (1874-1949) wurde vom Fabrikanten Hermann Bahlsen gefördert, den Keks allerdings schuf ein anderer Künstler.

Dank großzügiger Leihgaben aus dem Ägyptischen Museum in Berlin und der Berliner Gipsformerei könnten Hoetgers Skulpturen erstmals ihren Vorbildern gegenübergestellt werden, sagte Museumschefin Katja Lembke am Donnerstag. Die sensationellen Funde aus der Königsstadt Amarna beeinflussten von 1913 an die zeitgenössische Kunst. Ein Schlüsselwerk Hoetgers ist die Büste der Tänzerin Sent M'Ahesa, die große Ähnlichkeiten mit der berühmten Berliner Nofretete aufweist.

Für Keksfabrikant Bahlsen entwarf der Bildhauer und Architekt 1916 eine Idealstadt mit ägyptischen Anklängen. Nur Mitarbeiter des Konzerns sollten dort leben, das Projekt wurde nach Bahlsens frühem Tod jedoch nie realisiert. In der bis zum 25. August laufenden Ausstellung ist eine 3-D-Animation der Stadtvision sehen. Die Schau wird von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung unterstützt.

Der heutige Firmenchef Werner M. Bahlsen erklärte, dass der goldene Keks vier Wochen dem Museum überlassen werde. Die Affäre um das geklaute Wahrzeichen war weltweit bekannt geworden, nachdem ein Erpresserbrief vom „Krümelmonster“ auftauchte, das den Keks in Händen hielt.

Neben faszinierenden ägyptischen Fundstücken aus Amarna und den Werken Hoetgers liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Gemälden aus der Künstlerkolonie Worpswede. Hoetger zog 1914 in das Dorf, das Fritz Mackensen 1884 für die Kunst entdeckt hatte. Zu sehen sind Neuerwerbungen der Landesgalerie von den Meistern der Worpsweder Gründergeneration wie Macksensen und Fritz Overbeck. dpa

Quelle: kreiszeitung.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare