Gewässer gesperrt

Blaualgen-Gefahr in Niedersachsen: In zwei Seen herrscht Badeverbot

  • Bjarne Kommnick
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In Niedersachsen gilt an einigen Seen Bade-Verbot. Der Grund: Blaualgen-Befall. Und auch weitere Seen könnten bald für das Schwimmen gesperrt werden.

Verden/Cloppenburg - Zwei Seen in Niedersachsen sind für das Baden gesperrt, weitere sind bedroht. Der Grund: Blaualgen-Befall. Im Otterstedter See im Flecken Ottersberg und in der Thülafelder Talsperre bei Cloppenburg ist Schwimmen vorerst verboten, teilte das niedersächsische Landesgesundheitsamt mit. Auch am Idasee im Landkreis Leer und für das Zwischenahner Meer. Dort sollten besonders trübe Bereiche gemieden werden. Außerdem sollten Kinder nicht unbeaufsichtigt schwimmen.

SeeOtterstedter See
Höhe über dem Meeresspiegel20m
Maximale Tiefe11m
Fläche4,5ha

Blaualgen können Hautreizungen verursachen. Beim Verschlucken kann es zu Schwindelanfällen und Erbrechen kommen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes sollten Badegäste auf eine grünliche Färbung des Wassers achten. Sind deutlich sichtbare Schlieren zu erkennen, sollt man das Gewässer meiden.

Badeverbot in Niedersachsen am Wochenende: EU-Umweltagentur stuft zwei Stellen als mangelhaft ein

Allerdings lässt es sich in Niedersachsen vielerorts unbeschwert planschen. Die Wasserqualität an den meisten Badestellen ist einem Bericht der Europäischen Umweltagentur EEA zufolge gut oder sogar ausgezeichnet. Nur zwei Stellen gelten als mangelhaft, wie aus dem im Juni veröffentlichten Badegewässerbericht für 2020 hervorgeht. Betroffen sind der Weserstrand Sandstedt zwischen Bremerhaven und Bremen sowie der Nordseestrand Wremen im Kreis Cuxhaven. Beide waren bereits im Vorjahresbericht für 2019 mit mangelhaft bewertet worden.

Der Otterstedter See ist derzeit wegen Blaualgen für das Schwimmen gesperrt.

Für den Bericht schaute die EU-Behörde auf die Belastung der Gewässer mit Fäkalbakterien, die beim Menschen zu Krankheiten führen können.

Baden in Niedersachsen: 264 Badestellen ausgezeichnet oder gut

„Die hygienische Qualität der Niedersächsischen Badegewässer ist wie in den Vorjahren erfreulicherweise ausgesprochen gut“, erklärte Katrin Luden vom niedersächsischen Landesgesundheitsamt bei der Vorstellung der Studie. Von den 273 Badestellen an Nordseestränden, Flüssen und Seen, die überwacht werden, seien 264 mit ausgezeichnet oder gut eingestuft worden.

SeeThülsfelder Talsperre
Höhe über dem Meeresspiegel20m
Wasseroberfläche1,7 km²
Speicherraum10,8 Mio. m³

Die erneut im EU-Bericht mit mangelhaft bewertete Badestelle in Sandstedt bleibt auch in der Saison 2021 geschlossen. Die Wasserqualität am Nordseestrand Wremen wurde laut dem niedersächsischen Badegewässer-Atlas nachuntersucht und als „ausreichend“ eingestuft.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

(Mit dpa-Material)

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