Autobahn-Sperrungen in Niedersachsen im Ernstfall möglich

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Auf der Autobahn 2  bei Rehren im Weserbergland warnt eine Schilderbrücke vor Glätte.

Hannover - Das strenge Winterwetter könnte bei erneutem Blitzeis und schrumpfenden Streusalz-Vorräten im Ernstfall auch die Sperrung von Autobahnen in Niedersachsen erfordern.

„Wir können das nicht ausschließen, es wäre aber sicher nur die Ultima Ratio“, sagte ein Sprecher des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums am Mittwoch in Hannover.

Trotz Lieferengpässen bei einigen Herstellern und eingeschränkten Winterdienstes bemühten sich die Behörden, genügend Salzreserven gegen neue Eisschichten auf den Fernstraßen bereit zu halten. „Wir haben eine außergewöhnliche Situation auch in diesem Winter.“

Derzeit seien noch 7500 Tonnen Salz in den Lagern. Sollte sich die Wetterlage in den kommenden Tagen verschlechtern, könnten schon nach Silvester 100.000 Tonnen Streusalz verbraucht sein. „Das wäre bereits die Menge, die wir sonst in einer gesamten normalen Wintersaison benötigen“, hieß es. Gestartet sei man im Spätherbst mit 73.000 Tonnen eingelagerten Salzes.

Der Kritik von Autofahrern, dass auf Autobahnen oft nur die rechte Spur gestreut werde, hielt die Landesregierung die Notwendigkeit von Einsparungen beim Salz entgegen: „Auch in anderen Bundesländern gibt es aktuell einen eingeschränkten Winterdienst. Außerdem sehen die Autofahrer so, dass es auf den anderen Spuren weiter glatt ist.“

Bislang verliefen die meisten Glätteunfälle aus Sicht des Ministeriums glimpflich. Man sei jedoch „weit entfernt“ davon zu sagen, dass sich die Wetter- und Verkehrslage zuletzt entspannt habe.

Quelle: kreiszeitung.de

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