Mahnwachen und Demonstrationen

Atomtransport erreicht die Wesermündung

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Bernd Ebeling von der Antiatom-Bewegung contrAtom spricht am Sonntag (23.09.2012) in der Nähe des RoRo-Anlegers des Privathafens in Nordenham (Kreis Wesermarsch) zu einigen Atomkraftgegnern. Die Aktion ist Teil einer Demonstration gegen den Transport von MOKS-Elementen über deutsche Häfen.

Nordenham - Zum ersten Mal seit Ende der 1980er Jahre hat wieder ein mit plutoniumhaltigen Kernbrennstäben beladener Frachter die deutsche Küste erreicht. Die 16 Brennelemente aus dem britischen Sellafield sollen von Nordenham aus ins Atomkraftwerk Grohnde gebracht werden.

Der mit den Kernbrennstäben beladener Frachter ist am Sonntagnachmittag in der Wesermündung angekommen.  Begleitet worden war der Frachter von Polizeischiffen. Aber auch Greenpeace-Boote hätten ihn umrundet, sagte ein Sprecher der Organisation.

Gegner des umstrittenen Transports waren bereits am Samstagabend zu Mahnwachen nach Nordenham und Grohnde gekommen. Von den Brennstäben geht ihrer Ansicht nach ein großes Risiko aus.

Demonstration in Nordenham

Demonstration: Atomtransport nähert sich Nordenham

In Nordenham hatten sich nach Polizeiangaben knapp drei Dutzend Menschen versammelt. Einige von ihnen waren mit Kajaks und Schlauchbooten auf der Weser unterwegs. Knapp 60 Demonstranten waren nach Polizeiangaben zum Atomkraftwerk in Grohnde gekommen. Sie hatten nach Angaben von Tobias Darge, einem Sprecher der „Regionalkonferenz Grohnde abschalten“ Zelte aufgebaut. Auf Transparenten stand unter anderem „Verantwortung heißt abschalten.“

Die „Atlantic Osprey“ transportiert bereits die Spezial-Lastwagen mit den 16 Brennelementen. Diese Fahrzeuge sollen sich nach Polizeiangaben zügig auf den Weg Grohnde machen, wo der Energiekonzern Eon ein Atomkraftwerk betreibt.

Die sogenannten Mischoxid-Brennelemente (MOX) für Grohnde enthalten hochgiftiges Plutonium und stellen nach Ansicht von Greenpeace-Sprecher Heinz Smital ein unkalkulierbares Risiko dar.

Anfang der Woche hatten der Kreis Wesermarsch und die Stadt Nordenham in einer Resolution den Stopp des Atomtransports gefordert. Alle Anträge für Kernbrennstofftransporte landen beim Bundesamt für Strahlenschutz, das deren Sicherheit prüft. „Werden alle Voraussetzungen erfüllt, müssen wir eine Genehmigung erteilen. Der Antragsteller hat dann einen Rechtsanspruch darauf“, sagte Sprecher Florian Emrich. Ist ein Transport also erstmal genehmigt, kann er ohne weiteres nicht mehr aufgehalten werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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