Stabile Zahlen in Niedersachsen

Kaum Bewegung auf dem Arbeitsmarkt im Land

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Hannover - Niedersachsens Arbeitsmarkt bleibt stabil: Die Zahl der Arbeitslosen im Land hat sich im Juni kaum verändert.

240.198 Menschen waren ohne Arbeit - 557 Menschen oder 0,2 Prozent mehr als im Mai, teilte die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Hannover mit. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 5,6 Prozent.

Dagegen stieg - nicht unerwartet zum Ferienbeginn - die Jugendarbeitslosigkeit, nämlich um 6,7 Prozent auf 25.124 bei den unter 25-Jährigen. „Es handelt sich dabei überwiegend um Abiturienten und junge Menschen, die gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben, aber nicht übernommen wurden“, sagte Agentur-Landeschefin Bärbel Höltzen-Schoh. „Die frisch ausgelernten Fachkräfte sind aber sehr gefragt und finden meist schnell neue Stellen und die Abiturienten treten in Kürze ein Studium oder eine Ausbildung an.“

Weiter hohe Arbeitskräftenachfrage

Unverändert setzte sich im Juni nach Angaben der Agentur für Arbeit die starke Arbeitskräftenachfrage der vergangenen Monate fort, auch künftig sei eine hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen zu erwarten. Ausschlaggebend dafür sei nicht mehr nur die Konjunktur, sondern auch der anhaltende Fachkräftebedarf in einigen Branchen. Die Zahl der freien Stellen wuchs im Vergleich zum Mai um 1,8 Prozent auf 68.650, im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 6,4 Prozent.

Die Zahl der Menschen, die an beruflichen Qualifizierungsmaßnahmen teilnehmen oder gerade erkrankt sind und daher nicht als arbeitslos gezählt werden, lag im Juni bei 330.947 - ein Anstieg um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu der Gruppe zählen auch Flüchtlinge, die ihre Sprach- oder Berufskenntnisse verbessern, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Regional fiel die Arbeitslosigkeit unterschiedlich aus: Am höchsten lag die Quote mit 7,1 Prozent in der Region Hannover sowie den Bezirken Braunschweig-Goslar (6,7 Prozent), Celle (6,5), Oldenburg-Wilhelmshaven (6,4) sowie Emden-Leer und Hameln (je 6,2). Am niedrigsten war die Arbeitslosigkeit im Bezirk Nordhorn mit der Grafschaft Bentheim und dem Landkreis Emsland - mit einer Quote von 3,1 Prozent. Vechta (4,1), Nienburg-Verden (4,5) und Osnabrück (4,6) sind weitere Bezirke mit vergleichsweise geringer Arbeitslosigkeit.

dpa

Quelle: kreiszeitung.de

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